“So anstrengend die Zeit auch war, so toll war sie auch und ich würde es jeder Zeit wieder so machen”

Interview mit Philipp Büttner

Foto: © Ralf Brinkhoff – Brinkhoff/Mögenburg

Foto: © Ralf Brinkhoff – Brinkhoff/Mögenburg

Philipp Büttner studierte als Stipendiat des Deutschen Bühnenvereins Musical an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Seine erste Rolle in einer professionellen Musicalproduktion erhielt er bereits während seines Studiums 2012 an der Felsenbühne Staatz als Frederick Barrett in der österreichischen Erstaufführung von „Titanic“. Es folgten Engagements als Simon in „Jesus Christ Superstar“ am Gärtnerplatztheater München, Clyde in der deutschsprachigen Erstaufführung von Frank Wildhorns „Bonny and Clyde“ am Theater Bielefeld, Che in „Evita“ am Staatstheater Oldenburg und Tybalt/Benvolio in „Romeo und Julia“ bei den Thunerseespielen. Außerdem war Philipp als Bruno Lubanski in „Das Wunder von Bern“ im Hamburger Stage Theater an der Elbe, Tony in „West Side Story“ in Magdeburg und Goethe in der Tryout-Produktion von „Goethe – Auf Liebe und Tod“ in Essen zu sehen. Neben der Rolle des Johnny in „American Idiot“ ist er derzeit als Erstbesetzung des Aladdin im gleichnamigen Disney-Musical im Stage Theater Neue Flora in Hamburg zu sehen.

Für Bühnenlichter.de hat Philipp sich die Zeit für ein interessantes Interview genommen:

Bitte stelle dich und deinen Job kurz vor. In welchen Stücken konntest du vor deinem Engagement bei „American Idiot“ schon Erfahrungen sammeln?

Ich heiße Philipp Büttner und habe meine Ausbildung zum Musicaldarsteller an der Theaterakademie August Everding in München gemacht. Zu meinen bisherigen Rollen zählen Clyde in „Bonny und Clyde“, Che in „Evita“, Bruno im „Wunder von Bern“, Tony in „West Side Story“ sowie die Titelrollen in „Goethe“ und Aladdin.

Mit „American Idiot“ habt ihr am 17. Januar 2018 deutschsprachige Erstaufführung in Frankfurt am Main gefeiert. Was ist das Besondere an dem Stück und warum sollte man es sich unbedingt ansehen?

“American Idiot” ist extrem energiegeladen. Zusammen mit der geilen Musik von Green Day ist es ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen darf.

Wenn du deine Rolle mit drei Worten beschreiben müsstest, welche fallen dir spontan ein?

Verplant, stürmisch, selbstzerstörerisch.

Fiel es dir schwer dich auf deine neue Rolle und die Musik von „Green Day“ einzulassen?

Da ich Green Day schon als Jugendlicher gehört habe, fiel es mir nicht schwer, einen persönlichen Bezug zur Musik aufzubauen. Auf die Rolle einzulassen fiel mir anfangs schwerer, da ich privat doch sehr anders bin als Johnny im Stück. Während der Proben stellte sich jedoch überraschend heraus, wie viele Gemeinsamkeiten wir doch haben und so wurde diese Hürde auch schnell überwunden.

Was war beruflich gesehen die bisher größte Herausforderung für dich?

Fünf Wochen lang jeden Tag acht Stunden für “American Idiot” zu Proben und parallel noch 8 Vorstellungen pro Woche als Aladdin in Hamburg auf der Bühne zu stehen. Die Proben waren in Hamburg, daher klappte das. Aber so anstrengend die Zeit auch war, so toll war sie auch und ich würde es jeder Zeit wieder so machen.

Vielen Dank, für die Zeit für unser Interview. Wir wünschen dir für deine berufliche und private Zukunft alles Gute und viel Erfolg!


04/2018
Interview von Natascha