The Grand Jam – Dresden 2025

© Claudia Künne

Die Zutaten für einen gelungenen Abend gab es im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden. Dort trafen 1.000 Musiker (500 mit Instrumenten und 500 im Chor) auf 15.000 sangesfreudige Besucher. Nach dem Warm-up war klar: Das Publikum war gut drauf und sang bei den eingespielten Songs bereits eifrig mit. Die Kiss Cam sorgte dann für einige herzhafte Lacher, sodass alle gut gelaunt in einen schönen Abend starten konnten.

Doch was genau ist der Grand Jam? Hier treffen sich Musiker mit verschiedenen Instrumenten sowie Sänger, die gemeinsam einen Chor bilden. Sie machen mit dem Publikum zusammen Musik. Die Besucher erleben die größte Liveband der Welt. Es werden bekannte Songs präsentiert. Für nicht ganz so textsichere Besucher wird der Songtext über eine Anzeige eingeblendet. Es ist ein bisschen wie das Stadion-Weihnachtssingen im Sommer und macht Riesenspaß.

2025/26 kann man das in drei deutschen Städten erleben: Neben Dresden am 25.07.26 finden die Events in Frankfurt am Main am 18.07.26 und in Düsseldorf am 23.12.25 statt.

Die Musiker waren auf dem Infield im Stadion gespiegelt verteilt, sodass beide Haupttribünenexakt den gleichen Blick hatten. Die Lichtinstallation und die Pyrotechnik sorgten während der Show für tolle Effekte. Mit zunehmender Dunkelheit kamen sie noch besser zur Geltung–absolut gelungen!

Mit „It’s My Life” von Bon Jovi gab es gleich zu Beginn eine Powernummer, die das Publikum sofort mitriss und einen Vorgeschmack auf den weiteren Abend bot. Es wurde ein toller Mix aus bekannten Songs gefunden, sodass kaum jemand die eingeblendeten Textzeilen zum Mitsingen brauchte. Höhepunkte waren unter anderem die Songs „Allein, allein” von Polarkreis 18, „Alt wie ein Baum” von den Puhdys, „Don’t Stop Believin’” von Journey, „Just Can’t Get Enough” von Depeche Mode, „Summer of ’69” von Bryan Adams und „Tage wie diese” von den Toten Hosen. (Keine vollständige Setlist.) Den krönenden Abschluss bildeten „Let It Be” von den Beatles und als Zugabe noch einmal die Puhdys.

Es war beeindruckend, all diese Musiker live zu erleben, von denen der jüngste sieben und der älteste 77 Jahre alt war. Alle hatten sichtlich Spaß daran, das Erlernte zu spielen und mit den 15.000 Besuchern abzufeiern.

Aus Gesprächen mit anderen Besuchern wurde schnell klar, dass viele von ihnen Wiederholungstäter sind und gerne wiederkommen. Was soll ich sagen? Wir sind nächstes Jahr auch wieder dabei. Mein WhatsApp-Status mit kurzen Sequenzen des Abends hat viele auf den Geschmack gebracht, sodass unsere Reisegruppe „The Grand Jam 2026” größer wird.

Hier gibt’s jetzt ein paar Eindrücke des Abends:


Artikel & Fotos von Claudia K