Special: Hinter den Kulissen

Eine Inszenierung lebt nicht nur von den Darsteller*innen, die den Charakteren das Leben einhauchen. Die Institution Theater hat eine Fülle an Berufen, die sich hinter den Kulissen abspielen. Schließlich ist eine Inszenierung das Produkt einer Zusammenarbeit verschiedener Gewerke wie Maske, Kostüm, Choreografie, Licht und Regie. In diesem Special möchten wir Euch in Zukunft die verschiedenen Berufsbilder vorstellen und mit Personen aus diesen Sparten sprechen. Seid gespannt!


In diesem Abschnitt kommen weitere Bereiche zum Vorschein, die hinter den Kulissen und für eine erfolgreiche Spielzeit wichtig sind. Zum Beispiel Spielplanpräsentationen in verschiedenen Varianten, Theaterfeste oder exklusive Einblicke in Produktionen, die nicht nur ein Gewerk am Theater zeigen:


Autor*in

Die Schriftsteller*innen des Theaters. Ob Textbuch für ein Schauspiel, ein Musical oder eine Oper. Autor*innen finden die passenden Worte, übersetzen die Handlungsidee in Dialoge und erschaffen das, was die Regie in bewegte Bilder umsetzen muss.

Ausbildung

Darsteller*innen in den verschiedenen Sparten kann man mit einer Ausbildung oder einem Studium werden. In Europa gibt es verschiedene Institutionen, wo dieses möglich ist. Die einen sind privat, andere sind sogar staatlich und dadurch finanziell etwas erschwinglicher. Bevor man allerdings seine Ausbildung/sein Studium antreten kann, helfen nicht nur gute Noten aus der Schule sondern vor allem die Aufnahmeprüfung. Diese ist für alle Talente eine harte Nuss und manche/r, der mittlerweile mehr als erfolgreich ist, ist an dieser Prüfung mehrfach gescheitert. Durchhalten und seinen Traum verwirklichen ist dabei für die meisten die Devise, die sich am Ende auszahlt.

Beleuchtung

Bühnenbild 

Choreografie

Dance Captain/ Assistent

Dramaturgie

Dresser*in

Fotograf*in (Presse, Theater, freischaffend)

Fotografen – Künstler ihres Fachs. Sie schaffen es den richtigen Moment einzufangen und Erinnerungen für die Zukunft festzuhalten. Ein Großteil der Fotografen ist freischaffend tätig und verdient sein Geld durch Shootings, Buchungen bei Veranstaltungen oder durch den Verkauf von Fotos mit prominenten Persönlichkeiten an Zeitungen. Die Theaterhäuser haben in der Regel ihren eigenen Hausfotograf/in, der/die alle Produktionen mit der Kamera begleitet und für die Szenenfotos im Programmheft sorgt, sowie für Portraitfotos für das Spielzeitheft und die Homepage. Aber es gibt auch reine Pressefotografen, diese arbeiten für bestimmte Print- oder TV-Medien und werden von den Redaktionen zu den verschiedenen Terminen geschickt. 

Intendant*in

geschäftsführende Intendanz: Hierbei handelt es sich um eine Leitungsposition eines Theaters, bei dem der/die Intendant/in nicht nur die künstlerische Verantwortung trägt, sondern auch die kaufmännische. Zu den Aufgaben gehören somit die künstlerische Leitung (Entwicklung eines künstlerischen Profils, Auswahl & Verpflichtung von Künstlern, Planung & Gestaltung des Spielplans, ggf. Förderung von Nachwuchskünstlern), sowie die kaufmännische (Budgetplanung & Kontrolle, Finanzierung, Personalverwaltung, Vertretung der Institution nach außen) und strategische Leitung (langfristige Strategien & Weiterentwicklung, Pflege von Kontakten zu Förderern, Politik & Öffentlichkeit, Analyse von Publikumsentwicklungen).

Künstlerische Intendanz: Planung und Umsetzung eines Spielplans mit Berücksichtigung und Einstellung aller Gewerke.

Inspizient*in

Kinderbetreuung

Einige Disneymusicals haben sie, bei Spotlight Musicals gibt es fast kein Musical ohne sie und manch ein Bühnenklassiker hat sie auch – die Kinderdarsteller. Da Kinder bekanntlich nicht unbeaufsichtigt sein dürfen, gibt es bei diesen Produktionen extra Kinderbetreuer und -betreuerinnen, die sich rund um die Shows um die Kinder kümmern. Dabei wird nicht nur gemeinsam die Zeit zwischen den einzelnen Szenen verbracht, sondern auch im Vorfeld fürs richtige Kostüm, die Maske und Co gesorgt. 

Komponist*in

„Ohne Musik wäre mein Leben ein Irrtum“ singt Mozart im gleichnamigen Musical. 

Kostüm

Licht

Maske

Musikalische Leitung

Produzent*in

Was am staatlichen Haus die Intendanz ist, ist bei einer privaten Produktionsfirma der Produzent/die Produzentin. Er bzw. sie hält sämtliche Fäden in der Hand. Von der Kreation über die Produktion bis hin zur wirtschaftlichen Auswertung einer Theaterproduktion. Der Produzent/Die Produzentin ist in einer Art Managerfunktion hauptverantwortlich. In diese Rubrik fallen u.a. folgende Firmen: Showslot, Spotlight Musicals, Stage Entertainment, Semmel Concerts & Limelight Live Entertainment, 360Grad Entertainment, sowie Mehr-BB und BB-Promotion. Mittlerweile haben aber auch einige Darsteller*innen ihre eigenen Produktionsfirmen als weiteres Standbein. Dazu gehören u.a. Hinx & Kunst Events, Edition Herzblut, PermanProductions oder LiveTime Concerts.

Regie

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein aufkommender Berufszweig. Regisseur/in sind die Urheber einer Inszenierung. Sie dürfen die verschiedenen Gewerke zusammenbringen, in den Vorlagen Streichungen oder Ergänzungen vornehmen. Eine gewisse Werktreue schwingt dabei, vor allem bei älteren Stücken, immer mit.

Regieassistenz

Unterstützt die Regie, weiß alle Ideen und Umsetzungen des Stückes und fungiert im späteren Verlauf meistens als Abendspielleitung und sorgt dafür, dass sich an die Ideen und Vorgaben des Erarbeitungsprozesses gehalten wird. 

Requisite

Eine Gewerk der Kategorie „Bühnenbild“, welches aber erst in der neueren Zeit des Theaters hinzukam. Das Bühnenbild variiert in der Detailliertheit, ist es besonders detailreich dann wahr wohl zusätzlich ein Requisiteur/eine Requisiteurin mit am Werk. Requisiten sind bewegliche Bühnenelemente, die meistens zwischen den handelnden Personen hin und her getragen werden. Sie sind im Libretto bereits vorgesehen oder werden von der Regie ins Spiel gebracht. Requisiten sind Zeichen von Zeichen und können somit je nach Kontext eine andere Bedeutung haben und sollten bei der Interpretation nicht außer Acht gelassen werden.

Schulleitung (Musicalausbildung)

Ton


Zusammengestellt von Anna-Virginia, Seite im Aufbau, Stand 07/2025; Liste ist nicht vollständig, wird ergänzt.

Quelle: Schößler, Franziska (2017): Einführung in die Dramenanalyse