Neuinszenierung: RUDOLF – Der letzte Kuss 2026

© Michael Böhmländer

Premiere: 07. Mai 2026 – rezensierte Vorstellung: 16. Mai 2026

Das Musical RUDOLF – DER LETZTE KUSS erzählt die tragische Geschichte des österreichischen Kronprinzen Rudolf, dem Sohn von Kaiser Franz Joseph I. und der Kaiserin Elisabeth (Sisi). In Füssen wird eine Neuinszenierung des erfolgreichen Musicals RUDOLF – DIE AFFAIRE MAYERLING, das im Jahr 2006 in Budapest uraufgeführt wurde (Rudold-The last kiss) und 2009 in Wien Premiere feierte, präsentiert. Auch in Südkorea und Japan wurde das Musical sehr erfolgreich aufgeführt.

RUDOLF – DER LETZTE KUSS wurde in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Wien in Füssen neu inszeniert. Dabei wurde das komplette Stück überarbeitet, sowie neue Songs entwickelt. Die Musik hat Frank Wildhorn geschrieben, der ein Garant für gute Songs ist. Das Buch stammt von Jack Murphy.

Die Handlung beginnt mit den geheimnisvollen Schüssen im Jagdschloss Mayerling im Januar 1889 und blickt anschließend auf die Ereignisse davor zurück. Ich mag es, wenn Handlungen auf diese Art -mit einem Rückblick- erzählt werden.

© Michael Böhmländer

Rudolf (Oedo Kuipers) leidet unter dem strengen und kalten Verhältnis zu seinem Vater Kaiser Franz Joseph (Felix Martin) sowie unter den politischen Zwängen des Kaiserhofes. Während er sich Reformen, Freiheit und soziale Gerechtigkeit wünscht, wird er von seinem Vater und dessen Ministerpräsidenten Graf Taaffe (Lucius Wolter) kontrolliert und unter Druck gesetzt.

Gleichzeitig verliebt sich Rudolf leidenschaftlich in die junge Mary Vetsera (Katia Bischoff). Zwischen beiden entsteht eine tiefe Verbindung, die Rudolf Hoffnung und emotionale Nähe gibt. Seine Ehe mit Stephanie (Kristine Emde) ist hingegen von Distanz und Einsamkeit geprägt.

© Michael Böhmländer

Politische Intrigen verschärfen die Situation zunehmend. Rudolf wird überwacht, bedroht und in seinen politischen Plänen behindert. Auch Mary gerät unter Druck. Trotz aller Widerstände halten die beiden an ihrer Liebe fest.

Das Musical RUDOLF – DER LETZTE KUSS hat mich von der ersten Sekunde gepackt. Ein Schuss und der Zuschauende ist direkt in der Geschichte drin.

Die Besetzung der einzelnen Rollen ist mehr als hochkarätig. Musical-Star Oedo Kuipers ist die perfekte Besetzung für den sensiblen aber auch rebellischen Kronprinzen Rudolf. Auch Katia Bischoff, die seine Affaire Mary spielt, unterstreicht die Rolle in ihrer Loyalität zum Kronprinzen aber auch die jugendliche Zerbrechlichkeit kommt gut zur Geltung.

Kristine Emde überzeugt als betrogene Ehefrau – Kronprinzessin Stephanie. Der neue Song „Zu zweit allein“ treibt dem ein oder anderen Zuschauenden Tränen in die Augen. Dieser Song gibt der Figur Stephanie mehr Raum und ermöglicht auch eine Sicht auf ihre Empfindungen. 

Das opulente Bühnenbild des Musicals wird durch die drehbare Bühne des Festspielhauses in Füssen noch zusätzlich in Szene gesetzt. In einigen Szenen wird auf der Bühne mit Feuer gearbeitet und einmal schneit es, was den jeweiligen Akt noch authentischer wirken lässt. Die Beleuchtung ist passend zum Stück recht düster gehalten. Sehr beeindruckend sind die detailreichen und aufwendig gefertigten Kostüme.

© Michael Böhmländer

Es begeistert mich, wenn in Musicals noch Orchester spielen. Hier durfte ich die Klänge des Bohemian Symphony Orchestra Prague genießen.

Der Standort Füssen scheint mir wie für das Musical gemacht. Der Blick auf das Schloss Neuschwanstein und auf den Forggensee lässt den Zuschauenden schon beim Betreten des Festspielhauses in der entsprechenden zeitlichen Epoche ankommen.

Das Musical Rudolf -Der letzte Kuss ist ein Musical, das ich sehr empfehle. Gerade für Fans der tragisch-historischen Geschichten oder für Fans von «Elisabeth» ist es ein Muss. Auf nach Füssen. Rudolf wird noch bis Oktober dort aufgeführt. Weitere Informationen und Tickets unter www.das-festspielhaus.de! 

Besetzung der Vorstellung

  • Kronprinz Rudolf: Oedo Kuipers
  • Mary Baronesse Vetsera: Katia Bischoff
  • Kaiser Franz Joseph: Felix Martin
  • Kronprinzessin Stephanie: Kristine Emde
  • Eduard Graf Taaffe: Lucius Wolter
  • Marie Gräfin Larisch: Barbara Obermeier
  • Moritz Szeps: André Bauer
  • Wiligut: Matthias Trattner
  • Graf Gyula Andrássy: Christoph Apfelbeck
  • Graf István Károlyi: Rinus Render
  • Heinrich Vogelsang: Christian Sattler
  • Edward Prince of Wales: Arvid Assarsson
  • Kaiser Wilhelm II.: Jakob Pinter
  • Graf von Braganza: Robert D. Marx
  • Johann Loschek: Thijs Kobes
  • Mizzi Kaspar: Kristin Backes
  • Kleiner Rudolf: Liam Bonafede
  • Ensemble: Sophia Riedl, Julia-Elena Heinrich, Sarah Zippusch, Lesley Zellweger, Jessica Trocha, Sarah Weidinger, Bettina Schurek, Benedetta D’Onofrio, Birgit Busse, Kathryn Wieckhorst, Samuel Adam, Riccardo Pastore (Dance Captain)
  • Musikalische Leitung: Christoph Bönecker
  • Regie: Alex Balga
  • Choreografie: Jonathan Huor
  • Kostümbild: Aleksandra Kica
  • Perücken & Makeup Design: Daniela Skala
  • Bühnenbild & Videodesign: Morgan Large
  • Sounddesign: D. Heise & J. Minichmayer
  • Musik: Frank Wildhorn
  • Buch und Liedtexte: Jack Murphy
  • Orchester: Bohemian Symphony Orchestra Prag
  • Dirigent: Carsten Paap
© Michael Böhmländer

Wir bedanken uns beim Festspielhaus Füssen für die Einladung!


Artikel von Susanne