In 80 Tagen um die Welt – Baden

In 80 Tagen um die Welt

Premiere: 14. November 2015

Handlung

Die Geschichte spielt im London der 1870er Jahre. Ein gut aussehender Junggeselle namens Phileas Fogg (gespielt von René Rumpold), der bisher noch nie seine Heimat London verlassen hat, wettet mit seinen Freunden beim Kartenspiel, dass man es in der heutigen Zeit schaffe, binnen 80 Tagen rund um die Welt zu kommen. Sein Wetteinsatz sind £30.000,-. Seine Freunde halten ihn für wahnsinnig und gehen auf die Wette ein. Bevor er jedoch auf die Reise geht, stellt Fogg noch einen Kammerdiener namens Jean Passepartout (gespielt von Beppo Binder) ein. Dieser ist ein Franzose, der vorher unter anderem beim Circus gearbeitet hatte. Die beiden nehmen nur das Notwendigste mit, das Gewand kaufen sie unterwegs.

Als sie loslegen, ahnen sie jedoch nicht, welchen Gefahren sie sich aussetzen und welche Blockaden sie überwinden müssen. Sie reisen mit Ballon, Flugzeug, Schiff und Zug. Phileas und Jean lernen viele interessante Leute kennen. Beispielsweise müssen sie Prinzessin Aouda (gespielt von Maria Mucha) vor der Todesstrafe retten. Sie wollte den für sie ausgewählten Mann nicht heiraten. Während der restlichen Reise verlieben sich die Prinzessin und Mr. Fogg. Auch Passepartout verliebt sich in eine junge Chinesin namens Chiho (gespielt von Christa Ertl).

Während die zwei Reisenden um die Welt irren, werden zwei Banditen gesucht, die eine Bank ausgeraubt hatten. Anfangs halten Fogg’s Freunde ihn für den Dieb und setzen deswegen Inspektor Fix von Scottland Yard (gespielt von Artur Ortes) auf ihn an. Fix ist sehr naiv und glaubt, mit seinen cleveren Ideen zum Erfolg zu kommen und Fogg zu schnappen. Die zwei Detektive Fox und Knox (gespielt von Lorin Wey und Horst Schirmbrand), die Fogg und Co. ebenfalls verfolgen, sind extreme Tollpatsche. Jedes Mal, wenn sie Fogg und seinen Franzosen geschnappt haben, können sich die Beiden wieder befreien. Während dessen werden die richtigen Banditen gefasst und die Freunde der Reisenden nehmen die Anschuldigung wieder zurück.

Alles läuft gut, Fogg und Passepartout sind guter Dinge, die Wette zu gewinnen. Doch auf der letzten Strecke gibt es erneut ein Problem und sie befürchten, sie seien zu spät dran. Doch als Phileas auf die Uhr sieht und kurz nachdenkt, ist es in Wirklichkeit doch nicht zu spät. Und so kommt er pünktlich auf die Sekunde wieder im Londoner Café an. Die Freunde sind sehr erstaunt.

Inszenierung

Beppo Binder inszenierte die Geschichte frei nach dem Roman von Jules Verne. Er schrieb nicht nur die Neufassung des Stückes, sondern spielt auch eine Hauptrolle. Er schlüpft in die Rolle des Franzosen Jean Passepartout. Beppo spielt die Rolle spitze, mit voller Leidenschaft und Hingabe. Auch stimmlich passt er sehr gut in diese Rolle.

René Rumpold verkörpert den englischen Junggesellen Phileas Fogg perfekt. Wie er die Eleganz des Mannes spielt ist großartig. Mit voller Hingabe und Überzeugung schlüpft er in die Rolle. René kommt auf die Bühne und man ist gefesselt. Einfach nur toll! Stimmlich und auch von der Mimik und Gestik.

Inspektor Fix, gespielt von Artur Ortes, ist ein von sich überzeugter Polizist. Artur Ortes spielt die Rolle so toll und lustig, dass es eine große Freude ist, ihm zuzusehen. Gesanglich und schauspielerisch ist Artur perfekt für diese Rolle und auch Mimik und Gestik passen gut.

Maria Mucha schlüpft in die Rolle der Prinzessin Aouda. Sie steht zum ersten Mal in Baden auf der Bühne. Ihr Gesang ist sehr gut und man bekommt eine Gänsehaut, wenn sie singt. Mimik und Gestik passen auch gut zur Rolle. In dem Prinzessinnenkleid sieht sie sehr süß und sehr überzeugend aus. Maria hat eine tolle Ausstrahlung und passt stimmlich mit René super zusammen.

Musik

Pavel Singer schrieb die Musik zu diesem Familienmusical. Die Musik geht sofort ins Ohr und wenn man das Haus verlässt, hat man die Melodien immer noch im Ohr und summt vor sich hin.

Das macht ein tolles Musical aus. Das Orchester der Bühne Baden wurde sehr gut auf das Stück abgestimmt und spielte sehr gut. Man konnte auch gesanglich alle super verstehen.

Bühnenbild

Markus Weinberger wurde von der Bühne Baden wieder engagiert, um das Bühnenbild zu gestalten. Obwohl die Bühne nicht groß ist, hat er es geschafft, tolle Bilder zu zaubern. Die Idee mit dem Zug und dem Heißluftballon war toll. Ich freu mich schon auf weitere Stücke, bei denen er die Bühnenbilder gestaltet. Ich bin mir sicher, sie werden auch so gelungen wie in diesem Stück.