Hinter den Kulissen: Exklusive Probeneindrücke – VANYA – Kulisse Eimke

© Kulisse Eimke

Ende Februar 2026 durften wir exklusiv bei einer Probe für das bald in der Kulisse Eimke laufende Theaterstück „Vanya“ von Simon Stephens nach Anton Tschechows „Onkel Wanja“ dabei sein. Der deutsche Text stammt von Barbara Christ. Regie führt zum ersten Mal in ihrem Leben die Musicaldarstellerin Johanna Haas. Das Besondere an dem Theaterstück ist die Tatsache, dass es ein Ein-Personen-Stück ist. Der Darsteller übernimmt dabei die Rollen von acht Personen.

Worum geht es in dem Stück?

Mit „Vanya“ hat der britische Dramatiker Simon Stephens den Klassiker „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow in die Gegenwart geholt und dies sehr eindringlich, emotional und näher an den Menschen als je zuvor. Im Zentrum steht ein Mann, Ivan, der erkennen muss, dass er sein Leben lang für Ideale gearbeitet hat, die sich am Ende als trügerisch erweisen. Diese Erkenntnis bringt sein inneres Gleichgewicht ins Wanken und lässt Gefühle ans Licht treten, die lange verdrängt waren: Sehnsucht, Enttäuschung, Wut und die leise Hoffnung, doch noch einmal neu anfangen zu können. Stephens Fassung der Originalgeschichte bringt die Figuren ganz nah ans Publikum und macht ihre Sehnsüchte und Zweifel unmittelbar spürbar. Mit moderner Sprache und großer emotionaler Kraft erzählt „Vanya“ von verpassten Chancen, unerfüllten Träumen und der Frage, ob es jemals zu spät ist, sein Leben zu verändern.

Dieser Frage will sich nun auch die Kulisse in Eimke stellen und bringt das Stück ab dem 20. März 2026 für mehrere Vorstellungen auf die Bühne. Valentino Karl wird in diesem Zusammenhang in allen acht Rollen auf der Bühne zu sehen sein. Wir duften ihm beim Proben mit Regisseurin Johanna Haas ein wenig über die Schulter schauen.

Es war ein wahnsinnig intensiver und spannender Einblick in die Arbeit einer Regisseurin und eines Schauspielers. Valentino Karl schafft es mit einer einzigartigen und unglaublichen Bühnenpräsenz den verschiedenen Figuren Leben einzuhauchen. Unterstützung erhält er dabei immer wieder von Johanna Haas, die ihm Tipps zur Verbesserung aber auch ihre eigenen Vorstellungen zur Umsetzung einer Szene gibt. Dies alles geschieht immer auf Augenhöhe und im gegenseitigen Einvernehmen.

Innerhalb weniger Sekunden muss Valentino Karl in den einzelnen Szenen zwischen den verschiedenen Figuren hin- und her switchen. Hierbei ist es besonders wichtig, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer sofort sehen und verstehen, welche Figur gerade spricht. Mit feinen Nuancen spielt Valentino Karl jede seiner Figuren und es wird sofort klar, wer gemeint ist.

Selbst wir konnten der Handlung der Szene sehr gut folgen, obwohl wir das Stück nicht von Anfang an gesehen haben. Johanna Haas hat sich im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht, wie sie dieses Stück, ihr Stück, auf der Bühne umsetzen möchte. Beim Zusehen der Probe erkennt man, mit wie viel Leidenschaft und Herzblut sie ihre neue Aufgabe als Regisseurin umsetzt. Hin und wieder unterbricht sie die laufende Szene und gibt Valentino Karl Anweisungen. Mal soll er seine Stimme am Ende eines Satzes noch oben lassen, mal muss er daran denken an einem bestimmten Platz zu einer bestimmten Zeit zu stehen.

Es wird sehr intensiv geprobt und man merkt ihnen an, dass hier gerade Höchstleistungen von beiden gefordert werden. Trotzdem herrscht eine freundschaftliche und harmonische Atmosphäre, in der man sich, auch als Zuschauer, wohlfühlt. Unser kurzer Ausflug in die Welt von „Vanya“ hat auf jeden Fall neugierig gemacht. Bei der Probe konnten wir schon die ein oder andere Requisite in Aktion sehen, natürlich wurde aber noch ohne komplettes Bühnenbild geprobt.

Der kurze Ausschnitt aus dem Stück hat uns sehr gut gefallen und wir sind schon ganz gespannt darauf, wie das fertige Stück mit allen Requisiten und dem Bühnenbild auf der Bühne aussehen wird. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal bei Johanna Haas und Valentino Karl, dass wir ihnen beim Proben ein wenig über die Schulter schauen durften.

Wer sich nun selbst ein Bild von der Geschichte von „Vanya“ machen möchte, hat dazu an folgenden Terminen die Gelegenheit: 20.03. (Premiere)/21.03./22.03./22.05./23.05. und 24.05.2026. Karten gibt es online über die Internetseite der Kulisse: www.kulisseeimke.de

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Artikel von Mareike & Heidi