First Stage: Die große Weihnachtsshow 2025 – Restlos ausverkauft!

Wenn es überall im Foyer glitzert und blinkt, dann ist es wieder soweit: Die große Weihnachtsshow der Stage School steht auf dem Spielplan. Karten für diese wunderbare Show gibt es schon lange nicht mehr bzw. nur noch sehr vereinzelt. Seit kurzem sind jedoch die Tickets für die Weihnachtsshow im kommenden Jahr erhältlich. Da das First Stage Theater in Hamburg schon lange kein Geheimtipp mehr ist, sollte man schnell sein, um sich noch eins der begehrten Tickets fürs nächste Jahr zu sichern.
Was erwartet den Besucher bei der großen Weihnachtsshow? Eine herzerwärmende Weihnachtsgeschichte, in deren Handlung Musicalsongs und Tänze eingebettet sind. Die Schülerinnen und Schüler des zweiten und dritten Jahrganges überlegen sich verschiedene Szenen bzw. Lieder/Tänze. Eine Jury wählt die besten Vorschläge aus und es wird eine Reihenfolge für die Show samt Rahmenhandlung festgelegt. Gemeinsam mit den Dozenten, aber natürlich auch alleine, wird dann ganz viel geprobt.
Dieses Jahr führt uns die Handlung der großen Weihnachtsshow (Regisseurin: Antonia Crames) in den Dickens Toystore. Einen eher altmodischen Spielzeugladen, der schon jahrzehntelang in der Familie Dickens geführt wird. Nach dem Tod des Vaters hat sein Sohn Harold Dickens (emotional gespielt vom Dozenten für Schauspiel: Dietmar Horcicka) den Laden übernommen, doch die Geschäfte laufen schlecht. Um den Spielzeugladen zu retten, braucht es ein Weihnachtswunder.
Wie jedes Jahr wurde die Kulisse für das Stück selbst gebaut und es ist Wahnsinn, was dort immer wieder aufs Neue entsteht. Dieses Jahr blicken wir auf ein voll ausgestattetes Spielzeuggeschäft mit liebevoll platzierten Kuscheltieren, Kugelbahnen, Puppenhäusern, Rutscheautos und vielem mehr. Ein großer Weihnachtsbaum hinter dem Verkaufstresen schmückt den Laden und eine Treppe führt in die Galerie, die ebenfalls wunderschön dekoriert ist und mehrere Türen miteinander verbindet.

Die große Weihnachtsshow im First Stage Theater Hamburg ist immer ein echtes Highlight in der Adventszeit. Von der ersten bis zur letzten Minute spürt man die enorme Leidenschaft, mit der die Schülerinnen und Schüler auf der Bühne stehen. Ihre Energie, Spielfreude und Professionalität sind beeindruckend – man merkt sofort, wie viel Arbeit, Herzblut und Liebe zum Detail in dieser Produktion steckt. Schon seit Sommer arbeiten die jungen Talente an ihren Darbietungen. Besonders berührend ist es zu sehen, wie souverän und selbstbewusst die jungen Darstellerinnen und Darsteller des zweiten und dritten Jahrgangs komplexe Choreografien (Adam M. Cooper), Gesangspassagen und Schauspiel-Szenen meistern. Jeder Auftritt strahlt Begeisterung aus und die Bühne wird zu einem Ort lebendiger Kreativität. Die harmonischen Ensembleszenen, aber auch die starken Soloauftritte sorgen für Gänsehautmomente und Weihnachtsstimmung pur. Die Tanzszenen überzeugten auf ganzer Linie: Präzise ausgeführte Bewegungen, perfekte Synchronität und ein beeindruckendes Zusammenspiel der Tänzerinnen und Tänzer sorgten für ein kraftvolles, professionelles Gesamtbild. Jede Formation wirkte durchdacht und mit großer Sorgfalt einstudiert.
Doch auch die Passagen ohne Gesang und Tanz gehen mitten ins Herz. So rührte in einer Szene z.B. der Brief des verstorbenen Vaters an seinen Sohn Harold garantiert viele im Publikum zu Tränen. In der Rolle als Harold überzeugte Dozent Dietmar Horcicka mit beeindruckender schauspielerischer Präsenz und einer bemerkenswert nuancierten Darstellung. Er verkörperte die deprimierte, von Geldsorgen geplagte Figur des Harold Dickens mit einer stillen Intensität, die sofort unter die Haut ging. Mit feinem Gespür für Zwischentöne zeigte Horcicka die innere Zerrissenheit und Hoffnungslosigkeit von Harold, ohne je übertrieben zu wirken. Jede Geste, jeder Blick und jede zurückhaltend gespielte Szene trug dazu bei, die Tragik und Menschlichkeit der Figur spürbar zu machen. Seine Performance war ein leises, aber kraftvolles Highlight der Show – tief bewegend und schauspielerisch hervorragend.
Bei einer Cast aus 40 Schülerinnen und Schülern ist es natürlich unmöglich jeden einzelnen hier zu erwähnen, wobei es jeder von ihnen zweifelsohne verdient hätte. Einige sind uns jedoch am Premierenabend besonders ins Auge gesprungen.

Philine Ehrich zum Beispiel begeisterte das Publikum auf ganzer Linie: Mit Spielfreude, Witz und einer bemerkenswert klaren Stimme präsentierte sie ihr Lied so charmant, dass man nicht nur bestens unterhalten wurde, sondern nebenbei sogar lernte, wie man einen Stollen macht. Ihre Darbietung war rundum mitreißend.
Ebenso beeindruckte Fanny Mae Mischuretz, die mit ihrer starken Bühnenpräsenz und einer souveränen, temperamentvollen Interpretation das Publikum im Handumdrehen für sich gewann. Ein besonderes Highlight war die originelle Umdichtung des Klassikers „Jolene“ zu „Rosin(en)“ – ein herrlich kreativer Einfall, der für herzhaftes Lachen und euphorischen Applaus sorgte.
Mercedes Felling überzeugt mit einer warmen, ausdrucksstarken Interpretation von “Miss You Like Crazy”. Ihre klare Stimme transportierte Emotionen mit beeindruckender Feinheit und die Mischung aus leisen, gefühlvollen Momenten und kraftvollen Passagen schuf eine starke Wirkung.
Chase Tolbert, Johan Quartier, Marcel Harkawe und Timon Strick sangen das A cappella-Stück „Es ist Weihnachtszeit“, angelehnt an „The Longest Time“ und überzeugten dabei mit einer harmonischen Präzision und einer spürbaren Freude am gemeinsamen Singen, die das Publikum sofort mitriss. Die vier schafften es, den bekannten Klang des Originals beizubehalten und zugleich eine festliche, eigene Note einzubringen. Ihre Stimmen verschmolzen mühelos zu einem ausgewogenen Gesamtklang, in dem jede Einzelstimme Raum hatte, zu glänzen. Besonders beeindruckend war das perfekte Timing und die sichere Intonation.

Rasmus Meyer-Loos und Lennard Ney überzeugten mit einer beeindruckenden Bühnenpräsenz und mitreißender Spielfreude. Vom ersten Moment an füllten sie die Bühne mit Energie und Ausdruckskraft. Im Tanz zeigten sie eine bemerkenswerte Sicherheit und Emotionalität, jede Bewegung war klar, lebendig und erzählerisch.
Zwei weitere Talente sollen auch nicht unerwähnt bleiben: Zum Einen Henk Nagel. Mit starker, klarer Stimme, charmantem Auftreten und lebendiger Spielfreude begeisterte er das Publikum und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Zum Anderen Hannah Homberger mit ihrer sehr starken Darbietung von „A holy Night“. Mit kraftvoller, klarer Stimme und gefühlvollem Ausdruck berührte sie das Publikum tief und ließ den Song in voller Pracht erstrahlen. Insgesamt ist die große Weihnachtsshow 2025 ein glänzendes Potpourri an unterschiedlichsten Darbietungen die zeigen, wie viel Talent, Humor und Bühnenmagie in diesen jungen Künstlerinnen und Künstlern steckt.
Karten für die Weihnachtsshow im nächsten Jahr sind online erhältlich und eignen sich hervorragend als Geschenk, schließlich naht es mit großen Schritten das Fest der Liebe.
Cast & Crew
- Choreograf & Co-Regie: Adam M. Cooper
- Musikalische Leitung: Max McMahon
- Buch & Zusätzliche Liedtexte: Robin Kulisch
- Regieassistenz: Imke Wynants
- Kostümbild: Hermine Seifert & Volker Deutschmann
- Choreografische Ass.: Lisa Hartig
- Technischer Leiter: Felix Wienbürger
- Bettina Baehr
- Luisa Bernert
- Annika Blasberg
- Johanna Brödner
- Alexa Drews
- Philipe Ehrich
- Stina Eisbrenner
- Mercedes Felling
- Victoria Flecke
- Anne Josephine Förster
- Jule Marie Gilster
- Marla Günther
- Naja Harder
- Marcel Harkawe
- Isabell Ertizman
- Leonie Näf
- Henk Nagel
- Fanny Mae Mischuretz
- Rasmus Meyer-Loos
- Paula Macheil
- Elena Krieft
- Emma Kosmanek
- Elias Niesner
- Josephine Maurer
- Samira Janssen
- Enna Haskert
- Hannah Homberger
- Lennard Ney
- Emilia Welte
- Lilli van Lochum
- Timon Strick
- Annabelle Hoogvliet
- Chase Tolbert
- Michelle Seibel
- Tobias Remmel
- Jessica Schwarz
- Johan Quartier
- Zoe Zabrina Schumacher
- Lukas Nottebrock
- Julia Schütz
- Lisa Podschun
- Dietmar Horcicka
- (Hannes Träbert, Cover)
- Band: Phil Steen, Michal Budnik, Nico Bauckholdt, Florian Kemper, Marcel Weining, Jonas Stadelmaier, Sebastian Rieß
Wir bedanken uns beim First Stage Theater/Stage School für die Einladung!
Artikel von Mareike & Heidi