Disneys TARZAN: Abenteuertag mit Philipp Büttner 2026

Neuer TARZAN überzeugt mit ausdrucksstarker Stimme, Wärme und viel Herz!

© Sandra Großhausmann

Wie fühlt es sich an, die Show erneut zu sehen, nachdem ich selbst einen Tag damit verbracht habe, die typischen Gorilla-Bewegungen zu lernen und sogar durch den Saal der „Neuen Flora” zu fliegen?

Am 15. Januar durften wir uns, gemeinsam mit anderen Medienvertretern und Musicalfans, wortwörtlich zum Affen machen. Es ist vermutlich nicht übertrieben, zu behaupten, dass wir diesen Tag niemals vergessen werden.

Wie lief der Tag ab?

Nach einer kurzen Besichtigung des Theatersaals, ging es auch schon los. Schnell wurde klar, weshalb in der Einladung explizit eine sportliche Kleidung erwähnt wurde. Anders als üblich waren wir keine passiven Gäste, sondern den gesamten Tag über selbst aktiv. 

Unser erster Programmpunkt befasste sich mit dem sogenannten „Ape-Movement“. Dance Captain Emilia Viglianesi zeigte uns ein paar Grundbewegungen der Gorillas. Nachdem wir lediglich ein paar Minuten in Gorilla-Haltung über die Probebühne gekrochen waren, kamen wir ordentlich ins Schwitzen. Obwohl mir bereits zuvor klar war, dass diese Show eine enorme körperliche Herausforderung darstellt, fühlte es sich noch einmal ganz anders an, das Ganze am Eigenexperiment zu erleben. Chapeau an alle Darstellenden, die ihre Bewegungen im Gegensatz zu uns auch noch ganz leicht aussehen lassen und dabei singen. 

© Sandra Großhausmann

Natürlich durfte auch Philipp Büttner, der aktuell die Titeltrolle verkörpert, nicht fehlen. Mit seinen natürlich wirkenden und gleichzeitig anmutig sowie kraftvollen Bewegungen ließ er uns schlichtweg sprachlos zurück. Auch akrobatische Elemente meisterte er grandios. Er erklärte uns auch, welch immense körperliche Belastungen die Affenbewegungen darstellen. Nachdem er zuvor bereits als Herkules auf der Bühne gestanden hat, bereitete auch er seinen Körper zwei Monate lang intensiv auf die Rolle des Tarzan vor. Damit ist es aber natürlich nicht getan: Das tägliche Training gehört bis heute zu seiner Routine.

Nach der anstrengenden Session führte der nächste Programmpunkt uns zum Orchester – das tatsächlich gerade einmal acht Musiker und Musikerinnen umfasst. Sie bilden, unter der Leitung von Hannes Schauz, einen wesentlichen Bestandteil der Show, der für das Publikum leider verborgen bleibt, denn bei Tarzan gibt es keinen Orchestergraben. Schauz gab zu, dass es natürlich schade sei, nicht im Theatersaal spielen zu können und der direkte Kontakt zum Publikum ihm fehle. Andererseits müsse Tarzan ja irgendwo landen, sodass es sich bei einer Flugshow nicht anders lösen lasse. Wusstet ihr eigentlich, dass Marie Marshall allein vierzehn verschiedene Flöten in der Show spielt? Eine wurde eigens für sie angefertigt. Eine weitere wird lediglich ein einziges Mal innerhalb eines Songs verwendet.

Auch hier hatten wir erneut die besondere Ehre, Philipp Büttner zusammen mit dem großartigen Orchester live zu erleben. Mit seiner unverkennbar warmen Stimme sorgte er – nicht nur bei mir – für Gänsehaut pur und die eine oder andere Träne der Rührung. Auch Bathoni Buenorkour, die an diesem Abend Kala verkörperte, verzauberte uns mit ihrer Stimme. 

© Sandra Großhausmann

Anschließend durften wir „abhängen“ – wenn auch auf eine ganz neue Art. Zunächst demonstrierte Philipp Büttner eine Flugsequenz, dann durften wir selbst abheben. Nach einer kurzen Einführung durch Stuart Gannon (Arial Captain und Cross Swing) durften wir uns selbst in die Lianen hängen. Seitlich in der Höhe zu hängen ist das eine, den Schwerpunkt aber zu verlagern und kopfüber herunterzuhängen eine völlig andere Hausnummer. Zum Abschluss durften wir dann sogar noch höher hinausfliegen: Wir durften die Showflüge von Tarzan und Jane selbst ausprobieren – und waren anschließend alle geflashed. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, von der Bühne hinauf in den Oberrang zu fliegen – und umgekehrt. Wir durften dabei wenigstens noch kreischen, was während der Show für die Darstellenden natürlich nicht möglich ist.

Insgesamt war es ein Tag, den ich nie vergessen werde! Einmal vom „Dance Captain“ zu lernen, das Orchester hautnah zu erleben, selbst zu fliegen und den Tag mit Philipp Büttner zu verbringen, war unbeschreiblich – auf die allerbeste Weise. Vielen Dank an Stage Entertainment für dieses einmalige Erlebnis.

Wie war die Show – und vor allem: Philipp Büttner?

Wer „Tarzan – Das Musical” bereits gesehen hat, weiß, dass diese Show insbesondere durch ihre Akrobatik und atemberaubenden Flugszenen begeistert. Philipp Büttner überzeugte das Publikum durchweg mit seinem Schauspiel und stimmlicher Brillanz. Er verlieh seiner Rolle auf besondere Weise eine warme Note, die durch seine warmen Vocals noch unterstrichen wurde. Durch meine Erfahrungen des Aktionstags habe ich sowohl die beeindruckende Akrobatik als auch seine Bewegungen auf der Bühne noch einmal ganz anders wahrgenommen. Selbst zu erleben, wie extrem anstrengend das „Ape-Movement“ ist und parallel dazu die Leichtigkeit zu bewundern, mit der Büttner diese Bewegungen auf die Bühne bringt, verdient größte Hochachtung. Er verstand es, sowohl Tarzans fragile als auch fürsorgliche Seite zu verkörpern. Im Zusammenspiel mit Abla Aaloui (Jane) konnte er ebenfalls überzeugen. Ihre Stimmen harmonierten hervorragend miteinander und es war eine wahre Freude, sie gemeinsam auf der Bühne zu erleben. 

Eines meiner persönlichen Highlights der Show: das Lied „Wer ich wirklich bin“. Nachdem wir das Lied tagsüber bereits mit dem Orchester hören durften, dachte ich, emotionaler könne es nicht werden – Philipp Büttner belehrte mich jedoch eines Besseren. In seiner Rolle transportierte er eine unglaubliche Emotionalität, schien jeden einzelnen Ton zu genießen und jedes gesungene Wort wirklich zu fühlen – einfach wow!

Fazit

Das Musical Tarzan gehörte schon während früherer Spielzeiten zu einem meiner Lieblingsmusicals. Der gesamte Cast spielt grandios und versprüht durchweg gute Laune. Die schillernden und aufwändigen Kostüme verbreiten Dschungel-Feeling pur. 

Für alle, die sowohl die spektakulären Flugszenen als auch die zahlreichen Spezialeffekte als Gesamtbild erleben möchten, empfehlen wir, nicht eine der ersten Sitzreihen zu wählen. Mit etwas Abstand zur Bühne erhalten Besucher eine bessere Übersicht und verpassen keinen der Flüge.

Aktueller könnte die Message des Abends nicht sein:

Wir sind verschieden, doch unsere Herzen sind nicht verschieden, sondern eins.

Oder, um es mit den Worten von Tarzans Mutter Kala zu sagen: Wir haben beide zwei Hände, wir haben ein Herz – wir sind gleich. Unsere äußeren Merkmale sollten uns nicht trennen oder gar zu Außenseitern machen – denn tief in unseren Herzen sind wir alle eins.

© Sandra Großhausmann

Abendbesetzung Donnerstag, 15. Januar 2026 19:30 Uhr

  • Tarzan – Philipp Büttner
  • Jane – Abla Alaoui
  • Kala – Bathoni Buenorkuor
  • Kerchak – John Vooijs
  • Terk – Lorenzo Di Girolamo
  • Clayton – Luciano Mercoli
  • Young Tarzan – Jannik
  • Ensemble: Noor Avastia, Leonie Hammel, Ali Sinclair, Valeria Jones, Stuart Gannon, Rahién Testa, Leonardo Lusardi, George Brito, Bradley Parsons, Xavier Lott, Aaron Hunt
  • Das Orchester des Theater Neue Flora: Flöten – Marie Marshall, Gitarre – Jochen Bens, Bass – Derek Marshall, Keyboard – Tino Horat, Percussion – Tobias Hertlein, Mareike Eidemüller, Drums – Mark Wetjen
  • Dirigent – Hannes Schauz

 

Danke an Stage Entertainment und Disneys Musical Tarzan für die Einladung und diesen besonderen Tag.


Artikel von Sandra