Corinna

Schon in den späten 80er Jahren nahmen mich meine Eltern je zu ihrem Hochzeitstag mit in „die großen“ Musicals – so wurde „Cats“ in Hamburg meine erste Erinnerung (…Memory…) später das „Phantom der Oper“ oder „Starlight Express“ in Bochum.

Während meiner Schulzeit sammelte ich eigene Bühnenerfahrungen in verschiedenen Chören (nach wie vor singe ich in mehreren), einem Gitarren-Quartett und in der Schultheatergruppe. Über diese kamen wir damals an Tickets für eine Tournee der „West Side Story“, deren Darstellende vom Westend wir backstage, also im Untergeschoss unserer Schulaula, betreuen durften – diese Geschichte und diese Musik hat mich sehr beeindruckt!

Später, während meines Studiums in Köln, entdeckte ich die Theater des Rheinlands und des Ruhrgebietes. Durch meine folgende und jetzige Lehrtätigkeit an einer Förderschule verband ich von Anfang an Leidenschaft mit Beruf und nahm meine jeweiligen Schulklassen der Mittelstufe mit in Shows – natürlich in STEX, aber auch „Tabaluga“, „Joseph“, „Wahnsinn“ oder „TdV“ haben wir u.a. zusammen gesehen.

Im Musicadome in Köln verbrachten mein Mann und ich mit Familie und einigen Freunden den Abend unserer standesamtlichen Hochzeit bei „Saturday Night Fever“. Naheliegend, dass wir früh begannen, auch unsere beiden Kinder mit ins Musical zu nehmen, sodass sie mit „Die Schöne und das Biest“ oder „Wicked“ quasi aufwuchsen. Meine Tochter singt ebenfalls mit viel Freude in Chören, mein Sohn ist mit 9Jahren durch seine Kinderrolle als kleiner Rudi in „Elisabeth“ mit dem Theatervirus infiziert worden und der hat ihn seither nicht mehr losgelassen. So habe ich ihn fast 10J. lang quer durchs Ruhrgebiet chauffiert, damit er auch den kleinen Tarzan in Oberhausen, diverse Konzertprogramme oder später einige tolle Stücke im TiC in Wuppertal spielen konnte. Inzwischen steckt er mitten in der Ausbildung zum Musicaldarsteller…

Sozusagen als „Ausbildungsförderung“ haben wir über die Jahre gemeinsam viele verschiedene Stücke und Konzerte in ganz Deutschland und Amsterdam besucht. Inzwischen bleibt beiden Kindern deutlich weniger Zeit, sodass ich jetzt eher mit Freundinnen oder auch allein (wobei, man bleibt ja Dank unserer Musical-Bubble nie lange wirklich allein🫶) unterwegs bin.

Über die Jahre habe ich Vieles gesehen, einige Darstellende und viele sehr nette Menschen im Publikum oder anderen Theaterberufen etwas näher kennengelernt und einige Einblicke hinter oder neben die Bühnen gewinnen können. Das „Drumrum“, die jeweilige Regieführung, die Umsetzung von Stoffen z.B. auf Freilichtbühnen oder als Tournee uvm. ist ja mindestens so spannend, wie das jeweilige Stück selbst… 🙃

Tätigkeitsfelder: Berichte, Fotografie, Interviews

Region: NRW (Schwerpunkt Ruhrgebiet mit nördlichen Rheinland)


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Stand 01/2026