Bücherwelt: Winter Wunder – Ein Weihnachtsdate zum Verlieben von Vanessa Bartsch
Ein Weihnachtsroman, der mitten ins Herz trifft

Mit ihrem Debütroman Winter Wunder ist Vanessa Bartsch eine Geschichte gelungen, die direkt ans Herz geht. Neben ihrer Leidenschaft zum Lesen und Schreiben liebte sie es, in jeder freien Minute zu tanzen. Bereits beim Durchblättern des Buches wird die Liebe zum Detail deutlich: die zauberhaften Illustrationen zu den Kapitelüberschriften sowie die Seiten mit einem festlichen Weihnachtskranz, die den Lesenden auf einen Blick zeigen, an welchem Tag der Geschichte sie sich gerade befinden.
Doch worum geht es in der Weihnachtszeit wirklich? Um Geschenke? Wohl eher nicht. Wir haben bereits in unserem Bericht zum Musical „Der Geist der Weihnacht” das Thema aufgegriffen.
»Nicht das Geld oder der bloße Austausch von Geschenken stehen im Mittelpunkt. Wahrer Reichtum liegt vielmehr in der Liebe, die wir uns gegenseitig schenken.«
Bereits die Widmung lässt erahnen, dass die Autorin genau diese Message in sich trägt:
Für meine Eltern
Danke für all die unvergesslichen Weihnachtsfeste, die ich für immer in meinem Herzen tragen werde.
(Widmung von Vanessa Bartsch)
Wie stellt sich die Autorin ihr persönliches Winter Wunder vor? Was macht ihren Roman eigentlich so besonders? Diese und weitere Fragen haben wir Vanessa Bartsch vorab in einem Interview stellen dürfen.
Dein Roman trägt den wunderschönen Titel „Winter Wunder“. Wie sieht dein persönliches Winter Wunder aus?
Mein persönliches „Winter Wunder“ ist jedes Jahr zu Weihnachten das Glück, die Weihnachtsfeiertage mit meiner Familie verbringen zu dürfen. Es ist für mich die schönste Zeit des Jahres. Alle kommen zur Ruhe, das Handy bleibt aus und man nimmt sich bewusst Zeit füreinander. Genau das macht diese Tage so besonders.
Die Geschichte spielt in der Weihnachtszeit und zwischen den Tagen. Ist es eher ein Weihnachts- oder Winterroman?
Meine Geschichte spielt überwiegend zwischen Weihnachten und Silvester. Ja, Weihnachten ist definitiv ein Kernstück des Romans, aber ich würde sagen, dass man das Buch auch noch wunderbar im Januar lesen kann. Die Geschichte lebt vor allem von dieser besonderen Stimmung zwischen den Feiertagen und dem neuen Jahr.
Wie würdest du Ronja, deine Protagonistin beschreiben?
Ronja hat definitiv ihre Ecken und Kanten und ist hier und da auch ein bisschen naiv. Vor allem aber hat sie eines: ein riesengroßes Herz. Innerlich trägt sie Zweifel und alte Verletzungen mit sich, die sie geprägt haben. Alles in allem ist sie eine sehr menschliche und nahbare Person.
Was hebt deine Geschichte von vielen anderen ab? Was macht sie so besonders?
Es ist eine Liebesgeschichte, deren Drama nicht innerhalb des Paares entsteht. Die beiden haben ein gutes Fundament in der Kommunikation und suchen fast immer unmittelbar das Gespräch. Es sind vielmehr die äußeren Einflüsse, die ihnen das Leben erschweren. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Themen: Lügen, Heilung, Neuanfang und Vergebung.
Hast du deinen Roman in der Winterzeit geschrieben? Oder hast du dich in einer anderen Jahreszeit in Weihnachtsstimmung bringen müssen?
Teils, teils. Der Anfang ist tatsächlich in der Vorweihnachtszeit entstanden. Dann kam jedoch das Leben dazwischen, sodass der Großteil eher im Frühling/Sommer entstanden ist. Das Lektorat konnte ich dann aber wieder passend in der Winterzeit einarbeiten.
Hattest du auch schon mal ein Fake Date?
Nein – und ich bin auch absolut nicht dafür gemacht. Zum einen würde man mir sofort ansehen, dass etwas nicht stimmt, und zum anderen steht von meiner gesamten Familie keinerlei Druck aus. Daher sehe ich mich nicht gezwungen, auf ein Fake Date zurückgreifen zu müssen.
Inhalt (Klappentext)

Ronja ist gefrustet. Wieder steht sie an Weihnachten ohne Partner da; und das, obwohl ihre Eltern so darauf beharren, dass sie endlich einen festen Freund zum alljährlichen Fest mitbringt. Die Lösung: Sie braucht ein Fake-Date. Hier kommt der gutaussehende Darius ins Spiel, der Weihnachten auch nicht allein verbringen möchte. Die beiden treffen eine Vereinbarung: Während des Weihnachtsfestes wird Darius Ronjas Freund spielen. Im neuen Jahr wird es dann zu einer überraschenden Trennung kommen – so sind sich beide einig. Allerdings kommt es zwischen Heiligabend und Silvester zu einer völlig anderen Entwicklung: Es entsteht eine Geschichte aus Lügen, Familiengeheimnissen und überraschenden Gefühlen. Ein Weihnachtsroman, der mitten ins Herz trifft.
Persönlicher Leseeindruck
Mich persönlich hat es gefreut, dass der Roman genau an meinem Geburtstag – dem 10. Dezember – beginnt. Bereits im ersten Kapitel konnte ich einen guten Einblick in Ronjas Gedanken- und Gefühlswelt gewinnen. Ihre Zweifel etwa, mit ihren Erfolgen nicht an jene ihrer Geschwister heranzureichen – zumindest, wenn es nach ihrer Mutter geht. Dass Emotionen nicht nach Rationalität fragen, dürfte bekannt sein. Schließlich hat sie ein abgeschlossenes Psychologiestudium vorzuweisen und ist auf ihrem Weg zur psychologischen Psychotherapeutin engagiert. Manchmal stimmen die Erwartungen der Eltern eben nicht mit den eigenen Vorstellungen vom Leben überein.
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Ronja und Darius erzählt. Besonders gelungen sind in diesem Zusammenhang die Perspektivwechsel innerhalb der einzelnen Kapitel. Durch die klare Kennzeichnung jedes Wechsels war es mir als Leserin möglich, die Sichtweisen von Ronja und Darius nahtlos nacheinander zu lesen und mich so besser in beide Charaktere hineinzuversetzen.
Es ist schön, endlich mal wieder eine Liebesgeschichte zu lesen, in der das Paar miteinander redet! Bei manchen Geschichten denke ich andauernd: »Redet doch einfach mal miteinander!« Das macht es manchmal anstrengend, sie zu lesen. Hier war es glücklicherweise anders und das macht die Geschichte zu etwas ganz Besonderem.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sehr bildhaft. Durch die detaillierte Beschreibung von Gefühlen und Orten konnte sich in meinem Inneren ein Bild entwickeln. Gleichzeitig meistert die Autorin den Spagat, die Geschichte nicht mit ausschmückenden Details zu überladen, sodass keine Längen aufkommen. Die Geschichte ist weihnachtlich, cozy, herzlich – und vor allem emotional.
Fazit
Winter Wunder ist ein berührender Roman, der in winterlichem Ambiente spielt – perfekt für alle, die Geschichten mit Herz lieben. Zudem stehen Themen wie Vergebung und Heilung im Mittelpunkt – Themen, die ganzjährig aktuell sind. Eine große Leseempfehlung unsererseits!
Für alle, bei denen wir nun Neugier geweckt haben, haben wir noch etwas ganz Besonderes: In Kooperation mit dem WREADERS Verlag dürfen wir auf unserem Instagram-Account ein Exemplar des Romans verlosen.
Wir bedanken uns bei der Autorin für das Interview.
Artikel von Sandra