Schweizer Erstaufführung: Catch me if you can 2025 in Olten

Premiere & rezensierte Vorstellung: 11. Oktober 2025

Die Schweizer Erstaufführung von CATCH ME IF YOU CAN führte mich ins Stadttheater Olten. Es basiert auf dem gleichnamigen Film mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks in den Hauptrollen und feierte im Jahr 2011 in New York Premiere. Die deutsche Erstaufführung fand 2015 in Dresden statt. Unter der Regie von Florian Hinxlage ist dieses Musical nun auch in der Schweiz angekommen.

Die Produktion, die ich in Olten sehen durfte, ist ein Vereinsprojekt der Creative Stage Company (CSC). Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, Nachwuchskünstler:innen, angehende Profis und talentierte Laien auf der Bühne zu fördern.

Bereits im Foyer des Theaters wird man in die Geschichte des Musicals involviert. Die Zuschauer:innen befinden sich am Flughafen kurz vor dem Check-in. Die Agenten fahnden im Foyer mit Fotos von Frank Abagnale Junior, dem Protagonisten des Stücks.

© Susanne Korb

Im Foyer hängen Utensilien der verschiedenen Aufenthaltsorte des Protagonisten (Flughafen, Krankenhaus, Gericht). Auch sein Juradiplom ist ausgestellt. Die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert, spielt in den 1960er-Jahren.

Die Anfangsszene des Musicals ist eigentlich das Ende der Geschichte. Sie spielt auf einem Flughafen. Dort wird Frank Abagnale (Raphael Binde) vom FBI-Agenten Carl Hanratty (Christian Menzi) festgenommen. Frank bittet den Agenten, ihm zu erlauben, seine ganze Geschichte zu erzählen, bevor er sich ihm stellt und seine Taten gesteht.

Rückblick

Der junge Frank Abagnale Jr. läuft nach der Scheidung seiner Eltern (Stephen Quinn und Marfa Gadacz) von zu Hause weg.  Er beginnt seine Karriere als Hochstapler. Mit seiner charmanten Art und einigen von seinem Vater erlernten gaunerischen Grundkenntnissen fliegt er als Pan-Am-Pilot um die Welt.

Als er anschließend eigentlich von seinen durch Scheckbetrug ergaunerten Ersparnissen leben will, flunkert er einem Nachbarn gegenüber, er sei Kinderarzt. Dieser legt bei seinem Arbeitgeber ein gutes Wort für ihn ein. Mit anschließend gefälschtem Diplom und Empfehlungsschreiben wird er als Arzt in der Notaufnahme eingestellt – und das, obwohl er kein Blut sehen kann. 

Im Krankenhaus lernt er die Krankenschwester Brenda (Alessia Veras) kennen, in die er sich verliebt. Um Brendas Vater (Tom Muster) zu gefallen und um Brendas Hand anzuhalten, gibt Frank sich als Anwalt aus.

Doch das FBI, mit dem Frank Abagnale ein Katz-und-Maus-Spiel inszeniert, ist ihm auf den Fersen. Frank wird von Polizisten auf der ganzen Welt gejagt, doch die Polizei kommt immer ein kleines bisschen zu spät. Selbst als Agent Hanratty den Gejagten in seinem Hotelzimmer antrifft, gibt dieser sich als Mitarbeiter des CIA aus und entkommt erneut.

Es entwickelt sich eine Art Beziehung zwischen Jäger und Gejagtem. Frank ruft Carl gelegentlich an, beispielsweise an Weihnachten und in ihren Gesprächen kommen einige Gemeinsamkeiten zutage. Es scheint, als würden die beiden einander respektieren und sympathisieren.

Am Tag seiner Verlobung mit Brenda muss Frank vor den Agenten flüchten und bittet Brenda, ihm per Taxi zu folgen, um gemeinsam per Flugzeug zu fliehen. Da Agent Hanratty und die FBI-Agenten Mirjam Oesch, Lukas Temperli und Roman Staubli dem Taxi folgen, führt Brenda sie zu Frank, wo er schließlich am Flughafen festgenommen wird.

Mit CATCH ME IF YOU CAN hat Florian Hinxlage es geschafft, den Nachwuchs der künftigen Musicallandschaft professionell zu coachen. Die Creative Stage Company ist ein gemeinnütziger Bühnenverein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Nachwuchstalente in den Bereichen Schauspiel, Gesang und Tanz nachhaltig zu fördern (siehe Creative Stage Company – Vorhang auf!) und das ist ihnen gemeinsam mit Hinxlage mehr als gelungen.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie beispielsweise der minimal durchschimmernde schweizerische Dialekt einer Darstellerin, war der Unterschied zu Produktionen auf den großen Bühnen minimal. Auffallend war, dass die meisten Darsteller:innen mehrere Rollen vor und hinter der Bühne besetzten. Um die schnellen Ortswechsel und die Geschwindigkeit der Verfolgungsjagden darzustellen, musste das Ensemble die einzelnen Bühnenelemente verschieben und drehen. Bei einem Cast von nur 19 Personen hat jeder Einzelne Höchstleistungen vollbracht.

Das Musical verbindet eine spannende Handlung mit dem Swing und Glamour der 60er Jahre. Die aus elf Musikern bestehende Band unter der Leitung von Mauro Ursprung performte von Jazz bis 60er-Jahre-Blues und unterstützte damit die Dynamik dieses rasanten Musicals. CATCH ME IF YOU CAN ist eine Geschichte, die das Publikum berührt. Themen wie Familie, Identität und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt werden angesprochen, die jeder im Leben auf die eine oder andere Art und Weise durchlebt.

Raphael Binde brilliert in seiner Rolle als Frank Abagnale Jr. Er verkörpert den Hochstapler Abagnale mit Charisma und viel Charme. Ehrlich gesagt finde ich ihn mit seiner Bühnenpräsenz überzeugender als Leonardo DiCaprio im Film. Auch Christian Menzi verkörperte Carl Hanratty, den FBI-Agenten, als pflichtbewussten und ehrlichen Menschen.

Es gab sowohl darstellerisch als auch gesanglich einige Höhepunkte in der Show. Die Baritonstimme von Stephen Quinn (als Vater von Frank) und die von Marfa Cadacz (als Mutter von Frank) brachten mir Gänsehautmomente. Als besonders berührend empfand ich den Moment, als Alessia Veras (Brenda Strong) den Song „Flieg, flieg ins Glück” performte.

Ich habe mir heute zum Vergleich direkt den Song auf der Dresdner CD angehört und ich muss sagen, Alessias Stimme übertrifft alles. Ich möchte anmerken, dass Alessia Vera sich noch in der Ausbildung zur Musicaldarstellerin befindet. Ich hoffe, sie bald wieder in einer anderen Produktion zu sehen und zu hören.

Abschließend kann ich euch nur empfehlen, das Musical in Olten anzuschauen. Leider wird es nur sehr kurz aufgeführt. Also beeilt euch! Aber wer weiß, vielleicht überlegt sich die Creative Stage Company noch einen zweiten Spielzyklus? Auf jeden Fall ist der Weg für dieses rasante Musical in der Schweiz geebnet und wird vielleicht auch einmal Open Air irgendwo zu erleben sein.

Cast

  • Raphael Binde als Frank Abagnale Junior
  • Christian Menzi als Agent Hanratty
  • Alessia Veras als Brenda Strong und Ensemble
  • Stephen Quinn als Frank Abagnale Senior, Mitch Miller und Ensemble
  • Marfa   Gadacz als Paula Abagnale, Mitch Assistentin und Ensemble
  • Leila Scharwath als Carol Strong und Ensemble
  • Tom Muster als Roger Strong, Jack Barnes, Hotel Manager, Party Doktor und Ensemble
  • Lukas Temperli als Agent Dollar, Richter und Ensemble
  • Roman Staubli als Agent Branton, Bahnhofsbediensteter und Ensemble
  • Mirjam Oesch als Agentin Cod und Ensemble
  • Linda Gisler als Cheryl Ann und Ensemble
  • Leonie Tausch als Ensemble und Dance Captain
  • Jennifer Fähndrich als Direktorin, Kassiererin, Stewardess und Ensemble
  • Julia Schöni als Ensemble
  • Meret Helbling als Betty und Ensemble
  • Vera Studer als Ensemble
  • Alex Wenger als Sportler, Pan Am Chef, Doktor Hardy und Ensemble
  • Barón Dalmau als Schneider, Assistenz Arzt, Barkeeper und Ensemble
  • Gawril Frauchiger, als Streber, Doktor Wanamaker und Ensemble

Wir bedanken uns für die Einladung bei der Creative Stage Company!


Bericht von Susanne

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Catch me if you can – DomplatzOpenAir Magdeburg 2023

Auf der Flucht auf dem Domplatz Magdeburg

Premiere: 16. Juni 2023 – besuchte Vorstellung: 18. Juni 2023

Zwei Tage nach der Premiere war es auch für uns soweit und die Reise ging nach Magdeburg. Für alle die dort einen Besuch planen, rundum finden sich genug Parkmöglichkeiten und für das leibliche Wohl wurde ebenso gesorgt.

Im Schatten des Doms ist die Bühne aufgebaut und da es bei Open Air Produktionen keinen Vorhang gibt, hinter dem sich das Bühnenbild verstecken kann, schweifte der erste Blick natürlich auf die Bühne. Ein detailverliebtes Bühnenbild wartet dort auf das Publikum und es verrät zugleich viele verschiedene Spielorte, die im Verlauf der Geschichte wichtig sind. Bis es losging, versuchte ich, sie meinen Erinnerungen an den Film mit Leonardo Di Caprio zuzuordnen.

Die Geschichte handelt von Frank Abagnale Jr., welcher als Betrüger weltweit auf der Flucht vor dem FBI ist. Dabei schlüpft er immer wieder in verschiedene Berufe und so wird Frank zum Piloten, zum Kinderarzt oder zum Anwalt. Mit gefälschten Schecks und Zeugnissen bestreitet er seinen Lebensunterhalt und ein paar Mal ist das FBI ihm sehr dicht auf den Fersen. Dann kommt der Moment, als er die richtige Frau kennenlernt und der Gedanke sich festigt, ein sesshaftes ehrliches Leben zu führen. Am Ende wird er von FBI verhaftet und kommt ins Gefängnis.

© www.AndreasLander.de

Das Musical beleuchtet insbesondere die Situationen in denen Frank in dieses Leben hineinrutscht. Aufgewachsen in einem vermeintlich heilen Elternhaus, bricht seine Welt als 16jähriger plötzlich zusammen, als seine Eltern sich trennen. Die Scheidung und die Trennung ist ein wahres Trauma für Frank. Immer wieder im Stück ist ein Thema für ihn, seine Familie wieder zurückzubekommen bzw. das seine Eltern sich wieder vertragen. Von seinem Vater geprägt, rutscht er in die ersten kleinen Betrügereien / Schwindeleien noch zu Zeiten des Schulbesuches. Dabei wird Unrecht entschuldigt und klein geredet. Als er nach der Trennung seiner Eltern sein zu Hause verlässt, geben ihm seine Erlebnisse immer wieder die Möglichkeit zum Betrug und er verfeinert sein Vorgehen. Am Ende sind es über 2 Mio. US Dollar an ergaunertem Geld.

Als roter Faden der Geschichte gibt es immer wieder die Momente, in denen er sich nach seiner Familie und deren Zuwendung und Zusammenhalt sehnt. Er wirkt verletzlich und kann schließlich bei Krankenschwester Brenda Strong kurzzeitig zur Ruhe kommen.

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Das Stück erzählt die Story in Rückblicken. Zu Beginn wird Frank am Flughafen durch das FBI gestellt und bittet den FBI Agenten Carl Hanratty seine Geschichte erzählen zu dürfen. Am Ende schließt sich der Kreis genau wieder in dieser Szene. Diese Rückblenden werden als Shownummern inszeniert und es tauchen dort immer wieder Symbole des Glückspieles auf. So finden sich Würfel, Dominosteine, Schachfiguren, Spielsteine und Roulettechips im Bühnenbild und auf der Bühne wieder. Das Bühnenbild ermöglicht viele Spielorte und so haben wir Einblick in Franks zu Hause, diverse Hotelzimmer, das FBI Büro, der Flughafen, ein Krankenhaus, eine Bar und das Haus der Familie der Krankenschwester. Hier geht ein großes Kompliment an den Verantwortlichen Darko Petrovic. Die Wechsel laufen super schnell und wurden ohne Störungen des Ablaufes in das Stück integriert.

Hervorzuheben sind insbesondere der tolle Sound des Orchesters (vom Publikum aus nicht zusehen ist), welches von Kai Tietje dirigiert wurde und die Lichttechnik. Beide zusammen zaubern einen Augen-und Ohrenschmaus vor einer tollen Kulisse. Der Regisseur Felix Seiler verbindet all diese Elemente zu einer großartigen und unterhaltsamen Show, die einfach Spaß macht und einen Abend voll guter Laune verspricht.

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Die Kostüme der Darsteller sind aus der Zeit um 1960 und sind sehr bunt, was aber zum Gesamtkonzept passt. Unter der Leitung von Danny Costello wird jede Rückblende choreografisch zu einer tollen Shownummer. Diese Art der Umsetzung nimmt dem eigentlichen „Verbrechen“ die Schwere und begleitet den Betrug charmant.

Philipp Büttner ist Frank Abagnale Jr. und ihm gelingt es mühelos den Weg aufzuzeigen vom behüteten Kind der Familie, zum enttäuschten trotzigen Jungen und letztendlich zum smarten Betrüger, dem alle Welt alles glaubt. In einer Szene noch wortgewandt und smart, ist er im nächsten Moment wieder verletzlich und in sich gekehrt–hoffend auf ein Happy End seiner Familie. Gesanglich und schauspielerisch überzeugt er dabei auf ganzer Linie und es macht einfach Spaß, ihn auf seinem Beutezug und der Flucht zu begleiten. Büttner gelingt es, dass man, als er verhaftet wird, Mitleid hat und die Hoffnung hegt, er möge doch noch entkommen.

Die wichtigsten Personen in Franks Leben sind seine Eltern. Dargestellt von Karin Seyfried und Nigel Casey. Sind sie zunächst das Traumpaar und die heile Welt für Frank Jr., ändert sich dies im Verlauf des Stückes. Besonders prägend ist die Vaterrolle. Hier gelingt Nigel Casey die Entwicklung vom erfolgreichen Geschäftsmann zum alkoholabhängigen Verlierer, dabei prägt er seinen Sohn, in dem Unrecht / Betrug als Mittel zum Zweck dient. Karin Seyfried als Mutter sorgt für eine große Enttäuschung im Leben von Frank. Ihre Figur betrügt den Ehemann und schlussendlich beendet sie die Hoffnung auf eine heile Familie, in dem sie erneut heiratet.

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Eine wichtige Rolle im Stück spielt der FBI Agent Carl Hanratty gespielt von David Arnsperger. Als Agent alter Schule sieht er es als persönliche Herausforderung Frank zur Strecke zu bringen. Arnsperger spielt mit viel Witz und einem Hauch Colombo, um Frank auf die Spur zu kommen. Erwirkt fast väterlich bei den Telefonaten mit Frank und schafft glaubhaft den Spagat zwischen Gesetzeshüter und Bewunderung/Sympathie für einen Betrüger.

Und dann ist da noch Brenda Strong, gespielt von Jeannine Michele Wacker – sie ist die Frau, die Frank so nachhaltig beeindruckt, dass er mit ihr eine Familie gründen möchte. Wacker spielt diese Krankenschwester mit einer Mischung aus zuckersüßer und starker Frau. Ihr Solo „Flieg, flieg ins Glück“ ist ein Gänsehautmoment der Show. 

Jeder einzelne des großartigen Ensembles trägt zu einem absolut gelungenen Abend bei und dass honoriert ein sehr Beifall freudiges Publikum mit kräftigem Zwischenapplaus und viel Jubel am Ende.

Das Theater Magdeburg hat mit dem Domplatz Open Air wieder einen Volltreffer gelandet und bietet im Schatten des Doms tolle Inszenierungen. Ein Besuch lohnt sich. Der Besuch 2024 ist fest eingeplant, denn dann spielt das Theater das viel zu selten gespielte Stück LIEBE STIRBT NIE von Andrew Lloyd Webber. Tickets sind bereits über das Theater erhältlich!

Cast & Crew

  • Musikalische Leitung Kai Tietje
  • Regie Felix Seiler
  • Bühne Darko Petrovic
  • Kostüme Linda Schnabel
  • Choreografie Danny Costello
  • Dramaturgie Ulrike Schröder
  • Frank Abagnale Jr. Philipp Büttner
  • Carl Hanratty David Arnsperger
  • Brenda Strong Jeannine Michèle Wacker
  • Frank Abagnale Sr. Nigel Casey
  • Paula Abagnale Karin Seyfried
  • Ensemble: Veronica Appeddu, Clara Maria Determann, Karina Kettenis, Luisa Meloni, Clara Mills-Karzel, Jessica Rühle, Robert Johansson, Leopold Lachnit, Manuel Lopez, Richard Patrocinio, Tobias Stemmer, Alexander Wilbert

Impressionen vom Schlussapplaus

Wir bedanken uns beim Theater Magdeburg für die Einladung und den tollen Abend mit der wunderbaren Sicht auf die Bühne!


Artikel von Claudia K. 

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DomplatzOpenAir Magdeburg – Catch me if you can

Die Jagd beginnt!

© Andreas Lander

Mit dem DomplatzOpenAir „Catch Me If You Can“ bringt das Theater Magdeburg eine Musical-Adaption des erfolgreichen Steven-Spielberg-Films mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks auf die Freiluftbühne. Unter der Regie von Felix Seiler sind Musicalstars wie Philipp Büttner, David Arnsperger, Jeannine Michèle Wacker und Karin Seyfried in der rasanten Gaunerkomödie zu erleben. Premiere ist am Freitag, 16.6., um 21.00 Uhr auf dem Magdeburger Domplatz. Es folgen 17 Vorstellungen.

Felix Seiler feierte bereits Erfolge am Sydney Opera House und am Royal Opera House Covent Garden London. Mit der unglaublichen Lebensgeschichte um den Betrüger Abagnale führt er erstmals in Magdeburg Regie. Bühnenbildner Darko Petrovic macht die Bühne zum Spielfeld des American Dreams mit zahlreichen Effekten, Licht- und Pyrotechnik. 350 Kostüme entwarf Kostümbildnerin Linda Schnabel und erweckt so die 60er und 70er Jahre zum Leben. Zahlreiche Tanznummern choreografiert Danny Costello, der bisher am Broadway, Theater des Westens und im Friedrichstadtpalast tätig war.

Komponist Marc Shaiman wurde u. a. mit Filmmusiken zu „Harry und Sally“ und „Sister Act“ bekannt. Mit Liedtexter Scott Wittman entwickelte er nach Terrence McNallys Textbuch – einem der bedeutendsten Dramatiker der USA – eine witzige, temporeiche Show, musikalisch unterlegt mit einer Liebeserklärung an den Sound der 60er Jahre. Dirigieren wird das Musical Kai Tietje.

Wie toll wäre es, einmal jemand anderes zu sein – aufregend, reich und beliebt, als Pilot, Arzt oder Anwalt umschwärmt zu werden, Geld im Überfluss zu haben und dem eigenen engen Leben zu entfliehen? Frank Abagnale hat es gewagt und Ende der 1960er Jahre das FBI mit Bluffs und virtuosen Identitätswechseln so lange auf Trab gehalten, bis er zum Medienliebling avancierte. Das Katz-und-Maus-Spiel führt im Sommer über den Magdeburger Domplatz.

Tickets an allen bekannten VVK-Stellen oder direkt über das Theater Magdeburg!


Pressemitteilung Theater Magdeburg vom 10. Mai 2023

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„Catch me if you can“ punktet mit gelungener Inszenierung am Staatstheater Darmstadt

Am 21. September 2019 feierte „Catch me if you can“ als Musical Premiere im nahezu ausverkauften großen Haus des Staatstheaters Darmstadt und begeisterte das Publikum mit einer fast dreistündigen charmant-witzigen Inszenierung. Das Musical, welches als Kinoerfolg mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks in den Hauptrollen bekannt wurde und auf dem Buch von Terrence McNally, der Musik von Marc Shaiman und den Songtexten von Scott Wittmann und Marc Shaiman basiert, ist eine Übernahme vom Staatstheater Nürnberg. Vorerst spielt das Stück bis zum 13. Juni 2020 in Darmstadt.

© Nils Heck
© Nils Heck

Ein kleiner Einblick in die Handlung:
Der erst 16-jährige Frank Abagnale Jr. kommt ganz nach seinem Vater Frank Abagnale Sr. und hat sich dessen kriminelles Leben zu eigen gemacht. Als Betrüger zieht er durch die Welt und ergaunert sich als Scheckbetrüger Millionen. Er lebt ein Leben in Saus und Braus. Um dem FBI nicht ins Netz zu gehen, tingelt er unter immer wieder wechselnden Namen umher und gibt sich u.a. als Pilot, Anwalt, Arzt und FBI-Beamter aus. Nachdem die Ehe seiner Eltern Frank Sr. und Paula zerbricht, lernt Frank Jr. Brenda kennen. Die beiden verlieben sich ineinander, verloben sich und wollen ihre eigene kleine Familie gründen. Doch dann fliegt Franks falsches Leben auf und die gemeinsame Zukunft der beiden ist in Gefahr…

Absolut erwähnenswert ist Riccardo Greco in der Hauptrolle des Frank W. Abagnale Jr., denn nicht nur stimmlich legt der in Hachenburg geborene Musicaldarsteller die Messlatte sehr hoch. Seine schauspielerische Darbietung ist absolut überzeugend und beweist, dass Greco die Rolle nicht nur spielt, sondern lebt. Zusammen mit Alen Hodzovic, der als FBI-Agent Carl Hanratty die Verfolgung des erst 16-jährigen Frank W. Abagnale Jr. aufgenommen hat, wird das „Katz und Maus-Spiel“ durch die Welt perfekt. Franks Flucht von Stadt zu Stadt, gedeckt als Pilot, Anwalt, Arzt und Agent hält das Publikum in Atem, beinhaltet aber jederzeit die richtige Portion Witz, Humor und Charme.

Ebenfalls wichtiger Bestandteil der Geschichte sind Dirk Weiler und Anais Lueken, die als Franks Eltern Frank Sr. und Paula Abagnale auf der Bühne stehen. Während Frank Sr. seinen Sohn ermutigt, seine Betrugsmaschen weiter durchzuziehen, ist Mutter Paula eher in Sorge um ihren jungen Sohn. Letztendlich kann sie ihn nicht von seinen kriminellen Machenschaften abhalten und steht trotz allem hinter ihm. Als Brenda, in die Frank Jr. sich verliebt, tritt im 2. Akt Inga Krischke in Erscheinung. Die junge Blondine verliebt sich ebenfalls in Frank Jr. und stellt ihn ihren Eltern Carol und Roger Strong (Tanja Schön und Markus Schneider) vor. Doch die Luft wird eng für Frank Jr. und sein Spiel fliegt auf…
Das üppige Damen- und Herrenensemble im Hintergrund rundet zudem das Gesamtbild ab.

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Unterstützt werden die Darsteller*innen von dem Frank Abagnale Jr. Orchestra unter der Leitung von Michael Nündel. Die Band ist im hinteren Teil der Bühne platziert. Das Bühnenbild, welches aus seitlichen Treppen und einer Brüstung besteht, stellt, zum Teil durch die Unterstützung von Videoeinspielungen im Hintergrund, das elterliche Wohnzimmer der Familie Abagnale, aber ebenso auch den Flughafen, die Anwaltskanzlei, ein Krankenzimmer oder die Wohnung von Brendas Familie dar. Die Umbauten sind gut in das Stück integriert und fallen im Zuschauerraum kaum auf.

Um der Handlung folgen zu können, muss man die Verfilmung aus dem Jahre 2002 nicht unbedingt gesehen haben und auch die Zuschauerstimmen in der Pause und nach der Aufführung waren durchweg positiv, was allerdings auch der tobende Applaus und die Standing Ovations verraten haben. Daher können wir einen Besuch im Staatstheater Darmstadt jedem sehr empfehlen.

Weitere Infos zu „Catch me if you can“ und dem Staatstheater Darmstadt findet ihr unter: www.staatstheater-darmstadt.de

© Nils Heck
© Nils Heck

Die Besetzung:
Frank W. Abagnale Jr.: Riccardo Greco
Carl Hanratty: Alen Hodzovic
Frank Abagnale Sr. / Agent Brenton / Pilot / Arzt / Schneider: Dirk Weiler
Paula Abagnale / Stewardess / Showgirl / Krankenschwester: Anais Lueken
Brenda Strong / Stewardess: Inga Krischke
Roger Strong / Agent Dollar / Richter / Pilot / Arzt: Markus Schneider
Carol Strong / Showgirl / Diane / Stewardess / Krankenschwester: Tanja Schön
Agent Cod / Jack Barnes / Pan Am Chef / Arzt / Barkeeper: Tim Hüning
Cheryl Ann / Showgirl / Stewardess / Krankenschwester: Yara Hassan
Direktorin / Showgirl / Stewardess / Krankenschwester: Shari Lynn Stewen
Betty / Stewardess / Krankenschwester: Ulrike Ahrens
Schalterbeamter / Kellner / Manager / Pilot / Assistensarzt / Showtänzer / Mitch: Robert Johansson
Streber / Pilot / Assistenzarzt / Showtänzer: Giuliano Mercoli

Das Frank Abagnale Jr. Orchestra unter der Leitung von Michael Nündel

(Fotos: © Nils Heck)


Artikel von Natascha

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Catch me if you can – Staatsoperette Dresden

Am letzten Abend stand nun das Musical „Catch me if you can“ auf dem Programm, nachdem „La Cage aux Folles“ und „Die Fete endet nie….“ eigentlich mehr spontan und ungeplant waren.

Ich wollte „Catch me if you can“ eigentlich schon länger sehen, leider hatte es aber immer irgendwie nicht geklappt. Am 04. April war es aber endlich soweit.

Inhalt

 

Jannik Harneit in der Rolle von Frank William Abagnale Jr., der in La Cage aux Folles „nur“ eine Nebenrolle spielte ist in „Catch me if you can“ der Star. Man merkt ihm von der ersten Sekunde seine Begeisterung an. Er ist auf der Bühne ein wahrer Wirbelwind. Sein „Live und ganz in Farbe“ lässt einen unweigerlich mit dem Fuß mit wippen.

Den Gegenspieler von Frank Carl Hanratty spielt Nicolas Gerdell. Die Rolle des Carl Hanratty hat man im Musical in meinen Augen leider etwas zu dümmlich dargestellt. War sie im Film, Frank, immer einen Schritt hinterher, hat man die Figur im Musical meiner Meinung nach versucht, zu lustig darzustellen. Nicolas Gerdell passt aber trotzdem hervorragend in diese Rolle.

Olivia Delauré als Brenda Strong glänzt in „Catch me if you can“ vor allem mit dem Lied „Flieg, Flieg ins Glück“. Damit hat sie bei mir wirklich Gänsehaut verursacht. Auch ihr Duett „Sieben Wunder“ mit Jannik Harneit ist eines meiner Lieblingslieder aus dem Musical.

 

Christian Grygas spielt die Figur Frank Abagnale Sr. anfangs noch sehr taff und selbstbewusst. Mit Fortschritt der Geschichte merkt man ihm durch die ganzen Rückschläge, die er erleiden musste, Gebrochenheit und teilweise auch Resignation an. Sein Duett „Kleiner Bub, sei ein Mann“ mit Carl Hanratty lässt ihn vielleicht auch erkennen, was er bei der Erziehung von Frank Jr. hätte vielleicht noch anders (besser) machen können.

Elisabeth Markstein als Frank Juniors Mutter hätte in meinen Augen einen größeren Auftritt verdient. So bleibt sie leider nur eine Randfigur. Das ist leider sehr schade.

Das gleiche Schicksal ereilt leider auch Bryan Rothfuss und Cornelia Drese als Roger und Carol Strong, die Eltern von Brenda Strong.

Für einige Lacher sorgten Patrick Stauf, Thomas Zigon und Christopher Busse als, passenderweise, etwas schusselige Handlanger von Carl Hanratty.

Leider hatte das Musical am 07.05.2017 nach 3 Spielzeiten in der Staatsoperette seine Derniere.

Ich würde mir wünsche, dass dieses Stück in Deutschland nicht komplett von der Bildfläche verschwindet und man es irgendwann mal wieder auf einer deutschen Bühne erleben kann.


Artikel von Hagen

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Catch me if you can

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Einige werden vielleicht den Film aus dem Jahre 2002 mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks in der Rolle von Frank Abagnale, jr. und Carl Hanratty kennen. Das Musical hatte 2011 in New York seine Uraufführung. 2013 fand die europäische Erstaufführung in Wien statt.

Sowohl der Film als auch das Musical beruhen auf den wahren Memoiren von Frank Abagnale.

CATCH ME IF YOU CAN auf Bühnenlichter.de

INHALT

Das Musical spielt in den 1960er Jahren. Frank W. Abagnale Jr., ein junger Trickbetrüger, wird am Miami International Airport von FBI-Agent Carl Hanratty und seinem Team gestellt. Vor seiner Verhaftung bittet Frank Hanratty, den Menschen am Flughafen erklären zu dürfen, wer er ist und was er gemacht hat und verspricht dem FBI-Agenten, dass er ihm ein vollkommenes Geständnis geben wird.

Frank lebt mit seinen Eltern, Frank Abagnale Sr. und Paula Abagnale in einem Haus in New Rochelle, New York. Seine Eltern lernten sich in Frankreich während des Zweiten Weltkrieges kennen. Paula tanzte während einer Show, bemerkte Frank Sr. unter den Soldaten und die beiden heirateten kurze Zeit später.

Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten, können sich Franks Eltern die Privatschule nicht mehr leisten und schicken ihn auf eine öffentliche Schule. Frank trägt allerdings auch hier die Jacke seiner Schuluniform, da er es ja so gewohnt ist und wird von den Schülern prompt für einen Austauschlehrer gehalten. Dies bringt ihn auf eine Idee und ein paar Tage später werden Frank Sr. und Paula von der Rektorin der Schule vorgeladen, die ihnen erklärt, dass Frank während der Abwesenheit des eigentlichen Französischlehrers die Klasse unterrichtet, Hausaufgaben erteilt, zu einem Elternabend eingeladen sowie einen Ausflug in eine Pommes-frites-Fabrik geplant hat.

Eines Tages trifft Frank seine Mutter zu Hause tanzend mit einem Freund seines Vaters an. Paula bittet Frank, seinem Vater nichts davon zu sagen und steckt ihm ein wenig Geld zu.

Allerdings findet Frank sich bald darauf im Gerichtssaal wieder, wo seine Eltern um das Sorgerecht für ihn streiten. Frank soll sich entscheiden, bei wem er lieber leben möchte. Er beschließt, stattdessen aber lieber davonzulaufen. Er lernt daraufhin schnell wie man Schecks fälscht, sie auf Banken im ganzen Land verteilt und so schnell zu Millionen von Dollars kommt.

Als er an einem New Yorker Hotel vorbeikommt, begegnet Frank einigen attraktiven Stewardessen und entschließt sich kurzerhand, Pilot zu werden. Nachdem er sich einen Pilotenausweis gefälscht hat, findet er eine Anstellung als Copilot bei Pan American Airways. Hanratty findet derweil unzählige gefälschte Schecks in seinem Büro in Washington, D.C. Er und seine Agenten Brandon, Cod und Dollar versuchen angestrengt, den Fälscher zu finden.

Frank genießt unterdessen seinen Job als Pilot und erinnert sich daran, was sein Vater ihm immer sagte: „Frauen lieben Männer in Uniform“, also „Die Uniform ist das, was zählt“.

Aufgrund von Heimweh entscheidet er sich, seinen Vater Frank Sr. zu besuchen. Dabei findet Frank heraus, dass sein Vater den Laden schließen musste, um Geld zu sparen.

Frank versucht seinem Vater zu helfen, indem er ihm anbietet, ihm alles zu zahlen. Frank Sr. lehnt dies jedoch ab, da er der Meinung ist, dass sein Sohn lieber seinen eigenen Erfolg genießen sollte, statt sich um ihn zu kümmern.

Währenddessen wühlt Hanratty sich durch die Überbleibsel in einem von Franks Hotelzimmern. So findet er heraus, dass Frank sich in Los Angeles aufhält und verfolgt ihn bis in sein dortiges Hotelzimmer. Frank kann ihn jedoch täuschen und entkommen, indem er vorgibt, ein Agent vom Secret Service namens Clark Kent zu sein.

Zu Weihnachten feiert Frank mit ein paar Crew-Mitgliedern von Pan American Airways eine Weihnachtsfeier, allerdings fühlt er sich einsam und ruft Hanratty an, um mit jemandem reden zu können. Hanratty realisiert erst bei diesem Telefonat, dass es sich bei seinem gesuchten Trick-Betrüger noch um ein Kind handelt und Frank niemanden hat, bei dem er Weihnachten verbringen. Somit endet der 1. Akt.

Zu Beginn des 2. Aktes befindet sich Frank wieder auf einer Party, diesmal auf jener einer Krankenhausbelegschaft. Als ihn einer der Ärzte nach seinem Job fragt, lügt Frank und sagt, er wäre Kinderarzt am Death Valley Kinderkrankenhaus und nennt sich „Dr. Connors“. Aus Mitleid erhält Frank so einen Job als Oberarzt in der Notaufnahme am Atlanta General Hospital.

Hanratty sucht derweil immer noch nach Frank, durchforstet sämtliche Vermisstenanzeigen junger Teenager. So stößt er auf Franks Mutter Paula und deren neuen Ehemann.

Hanratty befragt Paula zu Franks Aufenthaltsort, erhält von ihr aber lediglich die Auskunft, dass er sich an Frank Sr. wenden solle. Während er dann Franks Vater vernimmt, wird beiden Männern klar, dass sie beide schlechte Väter hatten und Hanratty versucht. Frank Sr. dazu zu bringen, seinen Sohn wieder auf den rechten Weg zu führen.

Währenddessen hat sich Frank in eine der Krankenschwestern, Brenda Strong, verliebt. Er erzählt ihr, dass er schon alle „Sieben Wunder“ der Welt gesehen hätte, aber nichts wäre mit ihr zu vergleichen. Frank überredet Brenda, wieder nach Hause zu gehen, da sie (wie er damals) auch von zu Hause fortgelaufen ist. Er möchte sich mit ihr verloben. Beim Essen mit Brendas Eltern lügt Frank dann abermals und behauptet, er wäre Anwalt, Arzt und Lutheraner, um Brendas Vater zu beeindrucken. Dieser glaubt ihm zunächst nicht, erlaubt dann aber die Verlobung, nachdem Frank beteuert hat, wie sehr er Brenda liebt. Nun kommt es zum gemeinsamen Familienabend vor dem Fernseher, nachdem Frank Brenda einen Antrag gemacht hat, den sie annahm.

Während der Verlobungsfeier bekommt Frank mit, dass Hanratty ihn aufgespürt hat. Er beichtet Brenda die Wahrheit und nennt ihr seinen wahren Namen: Frank William Abagnale Jr.

Er nimmt ihr das Versprechen ab, dass sie ihm folgen soll. Sie wollen sich am nächsten Morgen am Flughafen treffen, um dann gemeinsam zu fliehen und glücklich zu werden. Dafür überlässt er ihr einen ganzen Koffer voller Geld, mit welchem sie ein Taxi bezahlen soll. Frank flieht, kurz bevor Hanratty den Raum betritt und Brenda nach ihrem Verlobten fragt. Brenda jedoch weigert sich, zu antworten und schwört nur auf ihre Liebe zu Frank und dass sie ihn niemals verraten würde.

Frank wird nun, wie zu Beginn des Stücks, am Flughafen gestellt. Während die Agenten die Passagiere aus der Halle begleiten, gibt Frank gegenüber Hanratty vor, fliehen zu wollen. Hanratty jedoch sieht es gelassen und sagt ihm, dass er nicht davon ausgehe, dass er fliehen würde, da Frank es ja schließlich leid sei, immer vor allem wegzulaufen. Dann informiert Hanratty Frank, dass sein Vater gestorben sei, als er angetrunken eine Treppe in der Grand Central Station heruntergefallen sei und sich so das Genick gebrochen habe. Als Frank nun realisiert, dass er niemanden mehr hat, da die Polizisten ihn ja erst durch Brendas Verfolgung zum Flughafen stellen konnten, ergibt er sich Hanratty.

Frank wird zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt, nach sieben Jahren jedoch schon wieder entlassen. Er arbeitet fortan für das FBI, um Scheckbetrügern das Handwerk zu legen. Zum Ende hin gestehen sich Hanratty wie auch Frank ein, dass ihre Partnerschaft doch irgendwie seltsam, aber warmherzig und offen ist und Frank löst noch ein Versprechen ein, indem er Hanratty verrät, dass er für die Anwaltsprüfung in New Orleans wirklich gelernt und nicht betrogen hat.


Zusammengestellt von Hagen

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Musicalwinter Hameln 2023: Robin Hood feiert erneut Premiere

Hochkarätige Besetzung der überarbeiteten Version

© Spotlight Musicals

Premiere & rezensierte Vorstellung: 09. Dezember 2023

Der Musicalwinter in Hameln ist wieder gestartet. Was im Januar mit ROBIN HOOD in der Version 1.0 endete, geht nun im Dezember bis Silvester mit der Version 2.0 weiter. Unter das Premierenpublikum hatte sich, neben zahlreichen Sponsoren und Unterstützern, erneut Chris de Burgh gemischt sowie Dennis Martin und Peter Scholz. Dennis Andres (Stadtmanager) und Harald Wanger (Geschäftsführer HMT) begrüßten das Publikum und dankten diesem, denn jeder Einzelne der da wäre, würde nicht zu Hause auf dem Sofa sitzen und somit diese langjährige Kooperation unterstützen und weiter voran tragen. 

Auch Peter Scholz (Produzent Spotlight Musicals) begrüßte an der Seite von Oberbürgermeister Claudio Griese das Premierenpublikum. Dabei betonte Scholz, dass er mit seinem Team immer wieder gerne nach Hameln käme, weil die Menschen vor Ort mit ganz viel Herzblut dabei wären. Somit reiht sich Hameln zurecht in die Tourliste neben Berlin, München, Linz, Zürich und Frankfurt/Main ein.

© Spotlight Musicals, Michael Wethmüller

Wer das Musical bereits in der vorangegangenen Spielzeit gesehen hat, den erwartet nun ein komplett überarbeitetes Musical. Jede einzelne Szene wurde geputzt, d.h. überarbeitet, verfeinert oder ergänzt. So wurden Liedzeilen ergänzt oder gestrichen oder Dialoge zusätzlich eingefügt. Aber auch die Kinderdarsteller haben einen zusätzlichen Auftritt, wenn Guy an seine Kindertage erinnert wird. Besonders gelungen ist das neue Schlussbild, welches so erstmals in München gezeigt wurde. Wie das genau aussieht, möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten.

Aber nicht nur das ist neu fürs Hamelner Publikum. Auch die Besetzung ist fast komplett neu, bis auf einige Ensemblepositionen und Bruder Tuck alias André Haedicke schlüpfen zahlreiche neue namenhafte Darsteller*innen in die verschiedenen Rollen.

© Spotlight Musicals

So stehen Sabrina Weckerlin als Marian und Philipp Büttner als Robin auf der Bühne. Weckerlin sprang am Premierenwochenende für die erkrankte Kollegin Johanna Zett ein und hatte eine Mammutwoche hinter sich. Mittwoch Generalprobe für eine TV-Show und Konzert mit Tom Gaebel, Donnerstag die Live-Show von Carmen Nebel und Freitag schließlich die Preview, sowie eigener Single Release (Single: Glück). Was für eine Woche voller Glücksmomente für Weckerlin. Über ihr künstlerisches Können braucht man eigentlich keine großen Worte mehr verlieren. Sie verzaubert in jeder Rolle ihr Publikum und so kann sie ihrer Marian eigene Akzente schenken. Das Zusammenspiel mit Philipp Büttner ist innig und die Duette wie „Ich weiß nicht wer du bist“ harmonieren perfekt.

Philipp Büttner sollte bereits bei der Weltpremiere in die Rolle von Robin schlüpfen, doch verschobene Produktionen verhinderten dies. Nun mimt Büttner seit dem Musicalsommer in Fulda die Rolle des anfangs rebellischen jungen Mannes, der durch die Kreuzzüge traumatisiert zurück kehrt und schließlich für Freiheit und Gerechtigkeit kämpft. Eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Büttner kann mit seinem Gesang und seinem Spiel berühren. Vor allem bei „Woran kann ich noch glauben“ berührt Büttner. 

Sein Spotlight-Debüt gibt kurzfristig Alexander di Capri in der Rolle des Will Scarlett. Noch im Sommer konnte man in als Colloredo in Mozart! erleben (wir berichteten: Mozart! in Tecklenburg). Als Will Scarlett wird er entrechtet und findet dank Bruder Tuck Anschluss im Sherwood Forrest. Di Capris Verzweiflung bei „Entrechtet, geächtet“ ist authentisch. Stimmlich kann di Capri zu jedem Zeitpunkt überzeugen. Zudem lernte di Capri innerhalb kürzester Zeit die anspruchsvollen Choreographien von Kim Duddy, so dass man nun auch einmal das tänzerische Talent di Capris entdecken kann. 

Stets an der Seite von Will Scarlett ist Bruder Tuck. Dieser wird erneut von André Haedicke verkörpert. Haedicke spielt Bruder Tuck in Hameln zum letzten Mal, denn im neuen Jahr spielt er in der Weltpremiere von Disneys HERCULES. Haedickes Bruder Tuck ist immer wieder ein Genuss.

Als Guy von Gisbourne brillierte in der Premiere Philipp Hägeli (Erstbesetzung King John). Hägeli übernahm für Dennis Henschel und konnte einen starken Rivalen zeichnen. Bei „Ich oder Du“ möchte man mit Robin nicht tauschen. 

Kristian Lucas mimte am Premierenabend King John. Sein mimisches Spiel als narzisstischer und skrupelloser König ist grandios. Stimmlich kann Lucas vor allem bei „Eine neue Zeit“ brillieren.

Thorsten Tinney als Earl/John Little und Kira Primke als Äbtissin ziehen die Fäden der Handlung maßgeblich mit. Primkes „Manche Wunden heilen nie“ geht unter die Haut und Tinney spielt seine beiden gegensätzlichen Charaktere authentisch. Beide überzeugen auf ganzer Linie. 

ROBIN HOOD ist in Hameln eine „recht intime Produktion aufgrund der kleinen Bühne“, wie uns André Haedicke in einem Gespräch verriet. Diese Intimität ist es, die ROBIN HOOD so besonders im Hamelner Theater macht. Die Energie des Ensembles schwappt direkt ins Publikum und von da wieder zurück. Egal, ob man ROBIN HOOD bereits gesehen hat oder nicht, es lohnt sich immer wieder! Nicht zu Letzt, da diese Adaption der Legende um Robin Hood aktueller nicht sein könnte. Zurecht wurde das Ensemble an der Premiere mit stehenden Ovationen und nicht enden wollenden Applaus beglückt.

© Twojport

Bei der anschließenden Premierenfeier, für geladene Gäste, im Hamelner Kunstkreis konnte sich das Ensemble von Freunden, Familie, Unterstützern und Wegbegleitern feiern lassen. Auch Chris de Burgh nahm diese Feier erneut zum Anlass, um sich bei den fantastischen Darsteller*innen zu bedanken. Es erfülle ihn mit Stolz seine Musik so lebendig auf der Bühne immer wieder erleben zu dürfen. Bei leckeren Snacks und Getränken konnte der Premierenabend in alle Ruhe ausgeklungen werden. 

Impressionen des Abends

Premierenbesetzung

  • Robin von Loxley: Philipp Büttner
  • Lady Marian: Sabrina Weckerlin
  • Guy von Gisbourne: Philipp Hägeli
  • King John: Kristian Lucas
  • Earl von Loxley/ John Little: Thorsten Tinney
  • Äbtissin von Kirklees: Kira Primke
  • Sheriff de Lacy: Tobias Korinth
  • Will Scarlett: Alexander di Capri
  • Bruder Tuck: André Haedicke
  • Alys: Raphaela Pekovsek
  • Eleonore: Jenny Schlensker
  • Isabella: Sophia Aregger
  • Polina: Lynsey Reid
  • Dienstmädchen: Michelle Tönnies
  • Geächtete: Lea-Katharina Krebs
  • Baron de Vesci: Sascha Laue
  • Baron Fitzwalter: Martin Ruppel
  • Steward: Steven Seale
  • Knut: Alessandro Ripamonti
  • Soldat: Robert Johansson
  • Herold: Torsten Paul
  • Robin als Kind: Ida Salameh
  • Guy als Kind: Marie Radloff
  • Marian als Kind: Deborah Steckel

Tickets für alle Vorstellungen bis zum 31. Dezember 2023 gibt es an allen bekannte VVK-Stellen, sowie direkt beim Veranstalter www.hameln.de. Restkarten gibt es an der Theaterkasse zu erwerben. Für die Vorstellung am 12. Dezember gibt es alle verfügbaren Plätze zum Einheitspreis von 55 € zu erwerben.

Wir bedanken uns bei der Hameln Marketing & Tourismus GmbH für die Einladung und die wunderschöne Premiere mit anschließender Feier!


Artikel von Anna-Virginia

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Musicalsommer 2023 – Robin Hood 2.0

Der Musicalsommer 2023 in Fulda hat es in sich

Am 27. März 2023 war es endlich soweit und das warten hatte ein Ende. Spotlight Musicals lud im kleinen Rahmen zur Pressekonferenz und lüftete nun endlich das Geheimnis, wer 2023 im Sommer in Fulda auf der Bühne stehen wird. Zudem gab es einen Ausblick, worauf sich die Theaterbesucher*innen noch im Sommer freuen dürfen.

Robin Hood 2.0

Über 200 Shows hat Spotlight Musicals 2022 mit dem grandiosen Weltpremieren-Ensemble in Fulda und Hameln gespielt. Bei den Bewertungen bei Eventim.de hat sich ROBIN HOOD rasend schnell an die Spitze der beliebtesten Musicals 2022 gesetzt und große Produktionen wie DIE EISKÖNIGIN, HAMILTON oder den KÖNIG DER LÖWEN hinter sich gelassen. Die Verantwortlichen haben sich, vor allem in Hameln, die Shows noch einmal ganz genau angeschaut und nun weitere Ideen entwickelt um das Stück noch packender zu gestalten. 

„Trotz des großen Erfolges und der allabendlichen Standing Ovations nach der Show geben wir uns mit dem Status Quo nicht einfach zufrieden. Es ist immer unser Anspruch, unsere Shows weiter zu verbessern. Auch am Broadway oder am Londoner Westend werden die großen Shows permanent weiterentwickelt“, erläutert Komponist Dennis Martin.

„Es wäre ja auch vermessen zu behaupten, dass das, was man gemacht hat, schon perfekt wäre. Wir hatten jetzt die Zeit, unsere eigene Arbeit mit etwas Abstand zu bewerten und den „Tunnelblick“ ein Stück weit abzulegen. Wir haben uns für die Überarbeitung sehr viel Zeit genommen und an sehr vielen Stellschrauben gedreht. Buch, Musik, Bühnenbild, Licht – alles haben wir aufwändig optimiert. Besonders können sich die Besucher auf einige neue „Special-Effects“ freuen“, ergänzt Produzent Peter Scholz.

© Karsten Weber

Die Cast beim Musicalsommer 2023

Bereits zur Welturaufführung 2020 war er fest eingeplant, die Pandemie kam dazwischen und im vergangenen Jahr durchkreuzten andere Engagements den Plan. Nun wird Philipp Büttner erstmals in der Rolle des Robin von Loxleys in Fulda auf der Bühne stehen. Allerdings mit Einschränkungen, da er parallel im Juni in Magdeburg bei CATCH ME IF YOU CAN zu sehen sein wird. Somit stehen ihm Sascha Kurth (alternierend) und Dennis Henschel (Cover) zur Seite, um für Freiheit und Gerechtigkeit im Fuldaer Sherwood Forrest zu kämpfen.

Als Marian kehrt Marle Martens nach Fulda zurück. Im vergangenen Jahr war sie im Ensemble und als Cover Marian zu erleben, nun ist sie die Erstbesetzung und wird somit demnächst Manderley in Wien verlassen. Als alternierende Marian steht erneut Kristine Emde auf der Bühne des Schlosstheaters. 

Im weiteren Ensemble finden sich altbekannte Namen, sowie einige Neue. So sind erstmals bei Spotlight Musicals Philipp Hägeli (King John), Kira Primke (Äbtissin von Kirklees) und Thorsten Tinney (Earl/John Little) zu erleben.

Musicals in Concert

2023 ist in Fulda viel los, denn am 27. April öffnet die Landesgartenschau ihre Pforten und verwandelt die Barockstadt in ein blühendes und inspirierendes Gartenparadies. Vier Aktionsflächen sollen dazu einladen die Zeit im Grünen zu genießen, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen, Gartentipps zu sammeln und sich zahlreichen kulturellen Veranstaltungen hinzugeben.

Grund genug, nach dem Erfolg des vergangenen Jahres, das Konzert MUSICALS IN CONCERT von und mit Dennis Martin am Klavier in eine zweite Runde zu schicken. Am 27. Juni wird Dennis Martin Highlights aus den letzten 20 Jahren der Spotlight Musicals präsentieren. Unterstützt wird Martin von einer Band und namenhaften Musicalstars, welche zu diesem Zeitpunkt noch eine Überraschung sind. 

Nicht vergessen!

ROBIN HOOD gibt es 2023 nicht nur in Fulda zu erleben. Vom 09. bis 25. November gastiert das Ensemble im Deutschen Theater München. Nach einer kurzen Verschnaufspause geht es am 09. Dezember im Theater Hameln bis einschließlich Silvester weiter. 


Artikel von Anna-Virginia auf Grundlage der zur Verfügung gestellten Pressemappe vom 28. März 2023.

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CARRIE – Musical Company Pinneberg 2025

© Musical Company Pinneberg
 
Premiere & rezensierte Vorstellung: 15. Oktober 2025

Die Musical Company Pinneberg zeigt diesen Herbst an ausgewählten Tagen das Musical CARRIE nach dem Roman von Stephen King. Die Musik stammt von Michael Gore mit einer deutschen Textfassung von Martin Wessels-Behrens und Judith Behrens. Die Musical Company Pinneberg ist ein Verein mit rund 100 Mitgliedern im Alter von 8 bis 80 Jahren. Regie, musikalische Leitung und Choreografie dies alles wird mit kreativen Köpfen aus den eigenen Reihen der Vereinsmitglieder besetzt. Die Darstellenden auf der Bühne haben unterschiedliche Vorerfahrungen. Manche haben eine professionelle Ausbildung in Gesang, Tanz und Schauspiel, andere jedoch auch nicht. Alle gemeinsam erschaffen sie ein Musicalerlebnis, welches sich sehen und hören lassen kann.

Das Musical CARRIE erzählt die tragische Geschichte der schüchternen Teenagerin Carrie White. In der Schule wird sie von ihren Mitschülern gemobbt und ausgegrenzt. Zu Hause leidet sie unter der tief religiösen Mutter Margaret, deren Ausübung der Religion fanatische Züge einnimmt. Margaret ist so tief religiös, dass sich alles in ihrem Leben nur um den Glauben dreht und auch vor ihrer eigenen Tochter macht sie mit ihrer wahnhaften Art nicht Halt. Als Carrie entdeckt, dass sie über telekinetische Kräfte verfügt, beginnt sich ihr Leben zu verändern. Eine scheinbar freundliche Geste ihrer Mitschülerin Sue und deren Freund Tommy führt dazu, dass Carrie zum Abschlussball eingeladen wird. Doch was als Wendepunkt gedacht war, endet in einer Katastrophe, als ein grausamer Streich ihre Kräfte entfesselt – mit verheerenden Folgen.

Die Musical Company bringt mit vereinten Kräften das Musical CARRIE auf die Bühne. Sicherlich kein leichtes Unterfangen. Doch man merkt von Beginn an: Es steckt viel Liebe und Herzblut (und bei jeder Aufführung auch zwei Liter selbstgemachtes Kunstblut) in der Aufführung.

© Musical Company Pinneberg

Das Bühnenbild ist schlicht, doch man hat sich eindeutig Gedanken gemacht. So wurde alles auf das Wesentliche reduziert. Auf der Bühne befanden sich drei große Treppen, die je nachdem welche Szene gerade gespielt wurde mal als Klassenraum, dann wieder als Carries Zimmer oder aber auch als Ballsaal dienten. Ergänzt wurde das Bühnenbild durch einen Tisch mit zwei Stühlen beziehungsweise einem Stuhl im Scheinwerferlicht, der den Verhörsaal darstellen sollte. Natürlich kamen auch kleinere Requisiten zum Einsatz wie etwa Gläser, Flaschen oder Ähnliches. Statt sich in vielen verschiedenen Hintergrundbühnenbildern zu verlieren (Schule, Turnhalle, Umkleide, Carries Wohnung, etc.), wurde stattdessen der Fokus auf das Schauspiel und den Gesang gelegt. Dies ist hervorragend gelungen.

Alle Darsteller und Darstellerinnen haben erstklassig gespielt und gesungen. Besonders Svea Bigge als Carrie White, Nikola Frehsee als ihre Mutter Margaret und Felicitas Noe als Sue Snell haben uns im Besonderen beeindruckt. Svea Bigge überzeugte mit einer facettenreichen Darstellung der Titelrolle. Mit großer Ausdruckskraft ließ sie Carrie von der schüchternen, verunsicherten Schülerin zur selbstbewussten jungen Frau heranwachsen, die sich mutig gegen ihre übermächtige Mutter auflehnt. Besonders in ihren Solonummern zeigte sie eindrucksvoll ihr gesangliches Können und fesselte das Publikum mit einer starken Bühnenpräsenz und emotionaler Tiefe.

© Musical Company Pinneberg

Nikola Frehsee beeindruckt als Margaret White mit einer außergewöhnlich intensiven und zugleich nuancierten Darstellung. Ihre schauspielerische Leistung verleiht der streng religiösen Mutter eine beklemmende Dimension, die zwischen fanatischer Strenge und verletzlicher Menschlichkeit pendelt. Besonders hervorzuheben ist ihre stimmliche Präsenz: Mit kraftvollem, emotional aufgeladenem Gesang füllt sie jede Szene und vermittelt die innere Zerrissenheit ihrer Figur auf eindrucksvolle Weise. Ihre Performance zählt zu den großen Höhepunkten des Abends und bleibt nachhaltig im Gedächtnis.

Felicitas Noe überzeugte mit einer herausragenden schauspielerischen Leistung. Besonders bemerkenswert war, wie mühelos es ihr gelang, zwischen der verängstigten, im Gerichtssaal sitzenden Figur und den Rückblenden in die bewegte Vergangenheit zu wechseln. Mit fein nuanciertem Spiel und präziser Körpersprache ließ sie beide Ebenen glaubhaft und berührend lebendig werden. Ihre Darbietung zog das Publikum in den Bann und machte die inneren Konflikte der Figur auf eindrucksvolle Weise spürbar. Auch gesanglich konnte sie auf ganzer Linie überzeugen. Ihr Duett mit ihrem Freund Tommy Ross (gespielt von Paul Partholl) war sehr gefühlvoll und authentisch.

Paul Partholl in der Rolle des Tommy Ross begeisterte mit einer sympathischen und glaubwürdigen Darstellung. Mit natürlicher Ausstrahlung, spürbarer Wärme und Ehrlichkeit verkörperte er den beliebten, aber sensiblen Schüler, der Carries Vertrauen gewinnt. Besonders in den gemeinsamen Szenen mit Carrie zeigte er feines Gespür für emotionale Zwischentöne und sorgte für berührende Momente. Auch gesanglich überzeugte er mit klarer Stimme, sicherer Intonation und viel Ausdruck. Seine Performance machte Tommy Ross zu einer der zentralen, positivsten Figuren des Abends und trug entscheidend zur emotionalen Wirkung der Inszenierung bei.

© Musical Company Pinneberg

Das Ensemble des Musicals CARRIE überzeugte mit beeindruckender Geschlossenheit und intensivem Spiel. Besonders in den Mobbing-Szenen zeigten die Mitwirkenden großes schauspielerisches Können – jede Emotion, jede Reaktion wirkte authentisch und sorgte dafür, dass die beklemmende Atmosphäre dieser Momente spürbar wurde. Allen voran Sophia Hinrichsen und Jamie Lindemann als Chris Hargensen und Billy Nolan. Die zwei spielten Carries Peiniger mit großer Überzeugung und Leidenschaft. Durch präzises Zusammenspiel und starke Präsenz auf der Bühne gelang es dem Ensemble, die Dynamik einer Schulklasse zwischen Oberflächlichkeit, Gruppenzwang und Schuldgefühl eindrucksvoll darzustellen. Auch gesanglich präsentierte sich die Gruppe auf hohem Niveau.

Wir finden es großartig, was die Musical Company Pinneberg gemeinsam auf die Beine stellt und würden wir nicht so weit weg wohnen, würden wir bestimmt in den Verein eintreten.

Wer das Stück gerne live erleben möchte hat vom 30.10. bis 02.11. noch im Sprechwerk Hamburg die Gelegenheit dazu. Gleichzeitig möchten wir an dieser Stelle schon einmal Werbung für die kommenden Stücke der Musical Company machen: Im März 2026 zeigen die Mitglieder des Vereins das Stück CATCH ME IF YOU CAN und im nächsten Herbst ALICE BY HEART.

Mitwirkende am 15.10.2025
  • Svea Bigge
  • Nikola Frehsee
  • Felicitas Noe
  • Paul Partholl
  • Alena Bruhin
  • Sophia Hinrichsen
  • Jamie Lindemann
  • Stefan thor Straten Wolf
  • Julia Naemi Heigener
  • Sandra Hofmann
  • Lina Döpelheuer
  • Kristin Witte
  • Lennard Wenck
  • Adriano Schulze
  • Jonas Bigge
  • Band: Ananta Effendie, Alexandra Karmann, Peer Eggers, Thies Albrecht, Marlon Sdun, Manfred Domidian, Silvio Höhns
Kreativteam
  • Felicitas Noe
  • Julia Lienert
  • Sophia Hinrichsen
  • Lennard Wenck
  • Marlon Sdun

Wir bedanken uns bei der Musical Company Pinneberg für die Einladung!


Artikel von Mareike & Heidi 
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9 Jahre First Stage Theater – Jubiläumsgala 2025

Mit dem Besten aus Tanz, Gesang und Schauspiel

Vom 26.02.2025 bis 16.03.2025 läuft die große Jubiläumsgala im First Stage Theater in Hamburg. Wer ein buntes Potpourri an Musicalsongs und stimmungsvollen Tänzen mag, kommt bei der diesjährigen Gala wieder voll auf seine Kosten.

Am 1. März durften wir die große Jubiläumsgala im First Stage Theater in Hamburg besuchen. Das Besondere hieran ist, dass sie komplett von den Schülerinnen und Schülern der Stage School geplant und durchgeführt wird. Dafür durchlaufen die Schülerinnen und Schüler für die Gesangs- oder Tanzdarbietungen ein Auswahlverfahren. Beiträge, die dieses Auswahlverfahren erfolgreich meistern konnten, werden anschließend in die Show aufgenommen.

Auch in diesem Jahr ist so wieder ein abwechslungsreiches Programm zu Stande gekommen, welches die Zuschauerinnen und Zuschauer in die Welt des Musicals, aber auch in die Welt des Tanzes entführt und verzaubert. 19 Stücke umfasst der erste Akt, im zweiten Akt finden sich 16 verschiedene Titel. Unterstützung erhalten die Schülerinnen und Schüler von ihren Dozenten der Stage School. So hat Giovanni De Domenico zwei Dozentenprojekte umgesetzt (Circus, Cinema Italiano). Ebenso haben Dennis Schulze (Kantate für ein erstes Date), Marina Komissartchik und Adam M. Cooper (gemeinsam: Milch, Beide griffen zum Colt, Kantate für ein erstes Date, Schöne Grüße aus der Hölle) Stücke für die Jubiläumsgala entwickelt.

Neu in diesem Jahr war ein großer LED Bildschirm im Hintergrund der Bühne. Dieser begleitete die Songs und auch die Tänze mit eindrucksvollen Projektionen. Gleich zu Beginn beeindruckte das Eröffnungsstück aus dem Musical CATCH ME IF YOU CAN bei dem alle 48 Schülerinnen und Schüler der diesjährigen Jubiläumsgala auf der Bühne standen. Es ist schon ein toller Anblick die jungen Künstlerinnen und Künstler alle gleichzeitig auf der Bühne performen zu sehen. Besonders bemerkenswert war, dass einige der Darstellerinnen und Darsteller zum ersten Mal im Rampenlicht standen, was der Aufführung eine besondere Frische und Authentizität verlieh.

Die intensive Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler war deutlich spürbar. Bis zur letzten Sekunde wurde viel Liebe und Zeit investiert. Diese Hingabe spiegelte sich in der Qualität der Performance wider und zeigt das hohe Ausbildungsniveau der Stage School. Immer wieder hatte man als Zuschauer bei den Darbietungen Gänsehaut wie dies z.B. gleich zu Beginn bei dem Stück „Die Schatten werden länger“ aus dem Musical ELISABETH der Fall war. Die beiden Solisten Babak Malekzadeh als Kronprinz Rudolf und Tim Metzler als der Tod überzeugten durch ihre klangvollen Stimmen. Gleich im Anschluss folgte ein weiteres Stück aus dem Musical ELISABETH: Milch (ein Dozentenprojekt). Henk Nagel schaffte es ohne Probleme mit seiner gelungenen Darbietung als Luigi Lucheni die Zeitgenossen von Sissi gegen sie aufzubringen. Diese taten ihren Unmut unüberhörbar mit lautem Krachen von Milchkannen kund (eine sehr kraftvolle und fesselnde Szene).

Es ist sehr schwer, hier besondere Talente hervorzuheben, denn die angehenden Darstellerinnen und Darsteller sind alle sehr, sehr gut und arbeiten auf einem extrem hohen Niveau, unabhängig von ihrem Ausbildungsstatus, denn in diesem Jahr bestand das Ensemble aus Schülerinnen und Schüler aller drei Ausbildungsjahre. Trotzdem stechen einem natürlich einige Darstellerinnen und Darsteller besonders ins Auge. Da wäre zum Einen Philip Rakoczy, der an diesem Abend viele Soli übernommen hat und somit seine gesangliche Bandbreite unter Beweis stellen konnte. Besonders gelang ihm dies bei „Ich bin Musik“ aus dem Musical MOZART!. Zum Anderen wären da Munja Meier, Lorin Goltermann, Mercedes Felling und Ilka Kottkamp. Ilka Kottkamp konnte mit einem sehr gefühlvollen Stück („Vielleicht mag ich es so“) aus dem Musical THE WILD PARTY überzeugen und erhielt dafür viel Applaus vom Publikum. Munja Meier entführte uns gekonnt in das Berlin der 1956er Jahre und verriet uns mit dem Lied „Das kann nur die Rumba“ worauf man bei einem Mann wirklich achten sollte. Mercedes Felling und Lorin Goltermann (sehr charismatisch) verschafften uns Gänsehaut mit ihrer Interpretation von „My Green light“ aus dem Musical THE GREAT GATSBY. Auch die Tänzerinnen und Tänzer erhielten für ihre herausragenden Leistungen lang anhaltenden und verdienten Applaus. 

Wir hatten an diesem Tag zum ersten Mal kritische Unterstützung durch unsere Achtjährige, die die Show einmal aus Kinderaugen unter die Lupe genommen hat. Hier ist ihre Meinung zur Jubiläumsgala:

„Mir haben am besten die Lieder gefallen, die ich mitsingen konnte (Die Schatten werden länger, Milch, Das kann nur die Rumba). Die englischen Lieder konnte ich nicht so gut verstehen, das fand ich manchmal etwas langweilig. Toll fand ich, wie die Tänzer getanzt haben, das war spannend. Am Ende fand ich das Lied richtig cool, wo dann nochmal alle auf der Bühne gesungen und getanzt haben. Die Darsteller waren richtig toll und viel besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich komme gerne nochmal wieder.“

Das First Stage Theater selbst überzeugt mit dieser Gala einmal mehr als Off-Broadway-Bühne in Hamburg-Altona. Die moderne technische Ausstattung und die gemütliche Atmosphäre des Hauses trugen dazu bei, dass sich das Publikum rundum wohlfühlte. 

Insgesamt war die Jubiläumsgala ein voller Erfolg und unterstrich die Bedeutung des First Stage Theaters als Plattform für junge Talente. Die Leidenschaft und das Engagement der Nachwuchskünstlerinnen und -Künstler versprechen eine großartige Zukunft für die Hamburger Theater- und Musicalszene.

Mitwirkende der Gala

  • Nurya Bascio
  • Isabell Ertizman
  • Paula Macheil
  • Tobias Remmel
  • Luisa Bernert
  • Luisa Dieterle
  • Philipe Ehrich
  • Mercedes Felling
  • Anne Josephine Förster
  • Tobias Graiger
  • Annabelle Hoogvliet
  • Samira Janssen
  • Philip Kretschmann
  • Elena Krieft
  • Rasmus Meyer-Loos
  • Fanny Mae Mischuretz
  • Henk Nagel
  • Antonia Opp
  • Johan Quartier
  • Olivia Reichert
  • Zoe Zabrina Schumacher
  • Rebecca Schuster
  • Jessica Schwarz
  • Nicole Torres Barker
  • Charlotte Beba
  • Sophia Brommund
  • Naomi Diebel
  • Anna Fix
  • Henry Gabriel Gerteis
  • Pascal Giebel
  • Lorin Goltermann
  • Pia Hartwig
  • Helena Jooss
  • Ilka Kottkamp
  • Selina Kullmann
  • Babak Malekzadeh
  • Munja Meier
  • Tim Metzler
  • Nadine Moßbrugger
  • Aminata Ndaw
  • Svea Pöhner
  • Philip Rakoczy
  • Lina Sbaita
  • Jessica Schaffler
  • Ruby Smeets
  • Timo Stark
  • Gina Tuveri
  • Fatima Xavier

Wir bedanken uns beim First Stage Theater für die Einladung!


Artikel von Mareike & Heidi

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