Die Reise nach Reims

Die Reise nach Reims

Das Ensemble (Corinna:Evmorfia Metaxaki, Marquise Melibea:Wioletta Hebrowska, Gräfin von Folleville: Emma McNairy, Madame Cortese: Andrea Stadel, Chevalier Belfiore: Marco Stefani, Graf von Libenskof: Daniel Jenz, Lord Sidney: Gerard Quinn, Don Profondo: Taras Konoshchenko, Baron von Trombonok: Steffen Kubach, Don Alvaro: Johan Hyunbong Choi, Don Prudenzio: Seokhoon Moon, Don Luigino / Zefirino: Hyungseok Lee, Delia: Caroline Nkwe, Maddalena / Modestina: Fiorella Hincapié, Antonio: Tim Stolte, Gelsonimo : Svyatoslav Martynchu), aufgenommen am 02. Februar 2017 während einer Probe zu der Oper "Die Reise nach Reims" Komische Oper von Gioacchino Rossini, Libretto von Luigi Balocchi. Die Premiere in der Regie von Pier Francesco Maestrini / Joshua Held und der musikalischen Leitung von Daniel Carlberg ist am 05.02.2107 im Theater Lübeck. © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982, Veröffentlichung nur gegen namentliche Nennung, Honorar + 1/2 USt. und Belegexemplar laut meinen AGB. ---Weitere Bilder, auch in High-Res, im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---

Das Ensemble (Corinna:Evmorfia Metaxaki, Marquise Melibea:Wioletta Hebrowska, Gräfin von Folleville: Emma McNairy, Madame Cortese: Andrea Stadel, Chevalier Belfiore: Marco Stefani, Graf von Libenskof: Daniel Jenz, Lord Sidney: Gerard Quinn, Don Profondo: Taras Konoshchenko, Baron von Trombonok: Steffen Kubach, Don Alvaro: Johan Hyunbong Choi, Don Prudenzio: Seokhoon Moon, Don Luigino / Zefirino: Hyungseok Lee, Delia: Caroline Nkwe, Maddalena / Modestina: Fiorella Hincapié, Antonio: Tim Stolte, Gelsonimo : Svyatoslav Martynchu), © Oliver Fantitsch, www.fantitsch.de

„Die Reise nach Reims“ von Gioacchino Rossini hatte am 05.02.17 im Lübecker Theater Premiere. Es ist eine selten aufgeführte Oper und um diese Seltenheit noch zu unterstreichen, agieren die Darsteller zusammen mit Comicfiguren. Diese sind auf einer Leinwand im Hintergrund projiziert. Dem Chor wurden zudem Masken auf den Kopf gesetzt, die sie zu Abbildern der Bediensteten des Hotels machten, in dem die Oper handelt.

Bereits am 28. Januar feierte die Oper, die eine Koproduktion zwischen dem Theater Lübeck, dem Theater Kiel und der Fondazione Arena di Verona ist, in Kiel Premiere. So verwundert es kaum, dass Kiels stellvertretender Generalmusikdirektor, Daniel Carlberg der Dirigent des Abends war, um das Zusammenspiel der Lübecker Philharmoniker mit den Sängern zu leiten. Carlberg dirigiert auch die Produktion in Kiel.

Das Ensemble (Corinna:Evmorfia Metaxaki, Marquise Melibea:Wioletta Hebrowska, Gräfin von Folleville: Emma McNairy, Madame Cortese: Andrea Stadel, Chevalier Belfiore: Marco Stefani, Graf von Libenskof: Daniel Jenz, Lord Sidney: Gerard Quinn, Don Profondo: Taras Konoshchenko, Baron von Trombonok: Steffen Kubach, Don Alvaro: Johan Hyunbong Choi, Don Prudenzio: Seokhoon Moon, Don Luigino / Zefirino: Hyungseok Lee, Delia: Caroline Nkwe, Maddalena / Modestina: Fiorella Hincapié, Antonio: Tim Stolte, Gelsonimo : Svyatoslav Martynchu), aufgenommen am 02. Februar 2017 während einer Probe zu der Oper "Die Reise nach Reims" Komische Oper von Gioacchino Rossini, Libretto von Luigi Balocchi. Die Premiere in der Regie von Pier Francesco Maestrini / Joshua Held und der musikalischen Leitung von Daniel Carlberg ist am 05.02.2107 im Theater Lübeck. © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982, Veröffentlichung nur gegen namentliche Nennung, Honorar + 1/2 USt. und Belegexemplar laut meinen AGB. ---Weitere Bilder, auch in High-Res, im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---

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Die Gesellschaft, die zur Krönung Karls X. zusammengekommen ist, setzt sich wie folgt zusammen.Da ist zunächst ein „Brite“, Lord Sidney, dargestellt von Gerard Quinn, der der Italienerin hinterherschmachtet. Am Ende versucht er den Brexit, doch das in dem Moment vereinte Europa kann dies noch verhindern.

Als „Italienerin“ Corinna, die später die einzig vorhandene Toilette besetzt und der Gesellschaft eine einschläfernde Arie singt, darf Evmorfia Metaxaki glänzen. Aber sie ist nicht nur die Begehrte des „Briten“, der in „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht“-Manier einer Blume auf der digitalen Leinwand die Blätter stiehlt. Der „Franzose“, Chevalier Belifore (Marco Stefani), zeigt ihr mit seiner Männlichkeit in mehreren, bizarr wirkenden Ausbrüchen auf der Leinwand seine Gefühle. Das Publikum wusste im ersten Moment nicht, wie es reagieren sollte. Je bizarrer die Trickeinspielungen wurden, desto größer wurde das Gelächter.
Der französischen „Gräfin von Folleville“ (Emma McNairy) gefiel dieses Werben nun ganz und gar nicht, war der Franzose doch mit ihr angereist.

Später setzte die „Polin“, eine Marquise (Wioletta Hebrowska), in dem Tabuthema Sexualität in ihrer Rolle noch einen drauf. Um ihren großen Verehrer, den „Russen“ Graf Libenskof (Daniel Jenz) zu reizen. Dabei hatte der sich doch zuvor in Wild-West-Manier mit dem „Spanier“ Don Alvaro (Johan Hyunbong Choi) schon im Duell geschlagen.

Der „Italiener“ Don Profondo (Taras Konoshchenko) sorgt dafür, dass auch alle ihre Sachen in den Koffer packen, bevor die Reise beginnt. Baron von Trombonok, der „Deutsche“ (Steffen Kubach), bringt wieder die stramme Ordnung in die Gruppe. Auf dem Empfang zur Krönung kommt dies besonders zum Vorschein. Delia, die „Griechin“ (Caroline Nkwe), ist meistens leider nur Kulisse, hat aber mit ihrem Wunsch, über wen Corinna am Ende eine Arie singen soll, einen Auftritt, der das Publikum zum Lachen bringt. Hotelbesitzerin „Madame Cortese“ (Andrea Stadel) kann über dies alles nur immer den Kopf schütteln.

Die Regie obliegt Pier Francesco Maestrini und Joshua Held, der für die Comics verantwortlich ist. Die Ausstattung stammt von Alfredo Troisi. Der Chor, geleitet von Jan-Michael Krüger, agiert – wie erwähnt -mit Comic-Köpfen und ist gut aufeinander abgestimmt.

Alles in allem eine komische Oper, die dem Publikum einen netten Abend bescherte und reichlich Applaus erntete. Es wird nicht jedermanns Sache sein, aber das Große Haus des Theater Lübeck war bis zum letzten Platz gefüllt und das Publikum hatte seinen Spaß und wurde von einem klasse Orchester und tollen Stimmen verwöhnt.

Das Ensemble (Corinna:Evmorfia Metaxaki, Marquise Melibea:Wioletta Hebrowska, Gräfin von Folleville: Emma McNairy, Madame Cortese: Andrea Stadel, Chevalier Belfiore: Marco Stefani, Graf von Libenskof: Daniel Jenz, Lord Sidney: Gerard Quinn, Don Profondo: Taras Konoshchenko, Baron von Trombonok: Steffen Kubach, Don Alvaro: Johan Hyunbong Choi, Don Prudenzio: Seokhoon Moon, Don Luigino / Zefirino: Hyungseok Lee, Delia: Caroline Nkwe, Maddalena / Modestina: Fiorella Hincapié, Antonio: Tim Stolte, Gelsonimo : Svyatoslav Martynchu), aufgenommen am 02. Februar 2017 während einer Probe zu der Oper "Die Reise nach Reims" Komische Oper von Gioacchino Rossini, Libretto von Luigi Balocchi. Die Premiere in der Regie von Pier Francesco Maestrini / Joshua Held und der musikalischen Leitung von Daniel Carlberg ist am 05.02.2107 im Theater Lübeck. © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982, Veröffentlichung nur gegen namentliche Nennung, Honorar + 1/2 USt. und Belegexemplar laut meinen AGB. ---Weitere Bilder, auch in High-Res, im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---

Das Ensemble (Corinna:Evmorfia Metaxaki, Marquise Melibea:Wioletta Hebrowska, Gräfin von Folleville: Emma McNairy, Madame Cortese: Andrea Stadel, Chevalier Belfiore: Marco Stefani, Graf von Libenskof: Daniel Jenz, Lord Sidney: Gerard Quinn, Don Profondo: Taras Konoshchenko, Baron von Trombonok: Steffen Kubach, Don Alvaro: Johan Hyunbong Choi, Don Prudenzio: Seokhoon Moon, Don Luigino / Zefirino: Hyungseok Lee, Delia: Caroline Nkwe, Maddalena / Modestina: Fiorella Hincapié, Antonio: Tim Stolte, Gelsonimo : Svyatoslav Martynchu), © Oliver Fantitsch www.fantitsch.de

Text: Nathalie
Fotos: Oliver Fantitsch


Die Reise nach Reims

Komische Oper von Gioacchino Rossini
Libretto von Luigi Balocchi

Eine Kooperation des Theater Lübeck mit dem Theater Kiel und der Fondazione Arena di Verona

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Lübecker Erstaufführung

»Nie gab’s ein schöneres Schauspiel! Wer nicht mit nach Reims gehen kann, wird hier recht gut sich trösten.«

Frankreich 1825. Im Kurhotel »Goldene Lilie« ist eine Gesellschaft eigenwilliger Charaktere aus ganz Europa abgestiegen: eine kapriziöse Gräfin aus Paris, ein deutscher Baron, ein spanischer Admiral, der zusammen mit einer polnischen Marquise reist, ein eifersüchtiger russischer General, der Schürzenjäger Belfiore, sowie ein Sammler von Altertümern, ein vom Spleen geprägter englischer Lord und die berühmte römische Dichterin Corinna. Sie alle wollen zur Krönung Karls X. nach Reims fahren, doch der Wirbel um die Abreise, ein nur mit Mühe vereiteltes Duell und weitere Spannungen halten alle in Atem.

Rossini schrieb die Oper tatsächlich für die Krönungsfeierlichkeiten 1825, weshalb er über alle bedeutenden Sänger seines Theaters verfügte. So gibt es alleine zehn anspruchsvolle Hauptpartien – eine Herausforderung für jedes Opernhaus. Zudem bereitete Rossini sich (und dem Publikum) einen köstlichen Spaß, indem er mit der Krönung als Aufhänger das damalige Zeitgeschehen auf die Bühne brachte. Dieses vergnügliche Spiel mit der Realität findet seine Entsprechung in der multimedialen Inszenierung von Pier Francesco Maestrini und Joshua Held: Auf in Deutschland so noch nie dagewesene Art singen und spielen die realen Sänger mit animierten Comic-Figuren zusammen. Um diese Produktion der Superlative zu ermöglichen, erhält die Kooperation zwischen Lübeck und Kiel eine neue, internationale Dimension mit Verona als Drittem im Bunde.

Musikalische Leitung Daniel Carlberg
Inszenierung und Comicfilm Pier Francesco Maestrini und Joshua Held
Ausstattung Alfredo Troisi
Chor Jan-Michael Krüger
Dramaturgie Dr. Fedora Wesseler / Cordula Engelbert

Quelle: Theater Lübeck