Foto- und Medienprobe „Tanz der Vampire“ – 2017 Wien

So lief sie ab, die Foto- und Medienprobe im Ronacher zum 20igsten Jubiläum

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Nun war es soweit. Pressekonferenz – oder wie es in der Einladung hieß: Foto- und Medienprobe. Vier Tage vor der Premiere am 30.09.17 wurden der Presse drei Szenen aus „Tanz der Vampire“ präsentiert. Die Vorführung sollte um 11 Uhr beginnen, der Aufbau für die Kameras war ab 10:45 Uhr geplant. Bereits kurz nach 10 Uhr waren die ersten Pressevertreter vor Ort. Anmelden bei den freundlichen Damen der Pressestelle, den Foto- und Medienzettel unterschreiben und Platz suchen. Diesmal war es Reihe 7 in der Mitte vor der Bühne. Wunderbare Plätze.

Begrüßt wurden wir von Christian Struppeck, dem Intendanten der VBW. Er freute sich über das zahlreiche Erscheinen zur „Sneak Preview“, wie er diese Medienprobe nannte. Dabei war es nicht mehr so ein großes Geheimnis, welche Szenen gezeigt werden würden, denn es gab am Eingang zur offiziellen Pressemappe einen Tagesablauf. Dieselben Szenen wurden zudem 2016 bei der Pressekonferenz in Berlin im Theater des Westens gezeigt, als Mark Seibert zum ersten Mal als Graf auf der Bühne stand. Doch zu dieser Verbindung später mehr.

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Raphael Groß als Alfred und Diana Schnierer als Sarah

„8,5 Millionen Menschen hat das Stück mittlerweile weltweit in seinen Bann gezogen. In 14 verschiedenen Ländern wird es gezeigt und wurde in 12 Sprachen übersetzt. 1997 war die Premiere, die Altmeister Polanski selbst inszeniert hat. 20 Jahre später bietet sich nun eine ganz tolle Gelegenheit, das Stück auf die Bühne zurückzuholen!“ so Struppeck.

Um eine großartige Cast präsentieren zu wollen, gab es neue Casting-Aufrufe. 1400 Bewerbungen waren so für die Produktion eingegangen. „Selbst für VBW ist das ein Rekord.“ erwähnte Struppeck weiter. „Das zeigt, was für eine Faszination das Stück noch immer ausübt.“

In unzähligen Auditions, über mehrere Monate Dauer, wurden die Darsteller ausgesucht. Sozusagen handverlesen.  40 Personen aus 14 verschiedenen Nationen stünden nun auf der Bühne. Es ist eine Mischung aus bekannten Stars und aus „frischem Blut“.

Nun gab der Intendant das Wort an die Dramaturgin Elisabeth Gruber weiter, die durch die Medienprobe führen sollte. Auch Frau Gruber freute sich nun ein Teil dieser Jubiläumsproduktion zu sein, die auch ihr sehr am Herzen liegen würde. Gezeigt wurden die Szenen „Draußen ist Freiheit/Rote Stiefel“, „Totale Finsternis“ und „Ewigkeit“.

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Dramaturgin Simone Gruber im Gespräch mit Regisseur Cornelius Baltus

Jede Szene kam zweimal zur Aufführung. Dazwischen gab es immer wieder Umbauzeit, die überbrückt werden musste, auch zwischen den Wiederholungen selbst. In dieser Zeit gab es kleine Geschichten und Gespräche. Frau Gruber erzählte ein paar Erinnerungen aus dem Jahr 1997. In jeder Talkshow wurde über das Stück diskutiert und auch den Hype den es auslöste. „Vor dem Raimundtheater sah es seinerzeit aus wie am Wiener Flughafen!“ Mehrere Absperrbänder waren nötig gewesen um den Andrang der Leute zu bändigen. Einmal wurde beim Ansturm auf die begehrten Stehplatzkarten sogar die Tür ausgehängt, woraufhin ein Security-Aufgebot wie am Flughafen zu sehen war.

Regisseur Cornelius Baltus war der erste Gesprächspartner. Er begleitet „Tanz der Vampire“ seit 1999 und ist die rechte Hand von Roman Polanski. Dieser sei, bei allem Respekt, nun einmal ein Filmregisseur und hatte das Stück mehr wie einen Film inszeniert, aber am Theater gelten andere Gesetze. So setzten die beiden Regisseure sich zusammen und es für Deutschland einige Änderungen. Seither hat Cornelius Baltus für einige Innovationen gesorgt, wie zum Beispiel den Einsatz der Drehbühne im Stück.

Choreograph Dennis Callahan hat für die VBW Hits wie Elisabeth, Mozart! und zuletzt Don Camillo & Peppone choreografiert. Er war schon vor 20 Jahren bei der Uraufführung von „Tanz der Vampire“ dabei. Da das Stück so viele Tanzstile enthält, ist es für ihn immer wieder schön, dieses zu inszenieren. „Die Arbeit wird nie lanweilig und es ist ein Vergnügen, die Choreographien immer mit neuen Tänzern auszuprobieren!“

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Nachdem Ende von der zweiten Performance von „Ewigkeit“ wurde die Presse in das Foyer gebeten. Dort würden kurz darauf die Solisten für Gruppenfotos, Einzelbilder und auch Interviews zur Verfügung stehen. Nach gut eineinhalb Stunden war die Pressekonferenz beendet, die Proben gingen weiter und die Journalisten begannen ihre Berichte zu schreiben und ihre Bilder zu bearbeiten.

Bilder und Text: Nathalie und Daniela

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