Sarich, Drew

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Als “Jesus” in “Jesus Christ Superstar” im First Stage Theater in Hamburg,, März 2017

Gebürtig aus St. Louis in Missouri/USA stammend, kam er schon früh mit Musik in Berührung, leitete seine Mutter doch den Chor der Gemeinde, in der er aufwuchs. So kam es, dass er im Vorschulalter seine erste Rolle als Frosch in einer Aufführung der 10 Gebote spielte. Mit elf entdeckte er die Gitarre und als er mit seinen Eltern eine Aufführung von „Les Misérables“ sah, war ihm klar: DAS möchte ich auch! Sehr viele unterschiedliche Menschen in einem Saal zur gleichen Zeit mit einer Darbietung faszinieren und dafür Applaus bekommen. So war es kein Wunder, dass er in die Theatergruppe seiner High School eintrat.

Drew konnte gar nichts anderes werden als Schauspieler – das war der Weg, den er gehen wollte, egal wie steinig dieser werden könnte. 1993 begann er seine Ausbildung an dem renommierten Boston Conservatory. Zu dieser gehörten Gesang, Schauspiel (viel klassisches Theater wie Shakespeare) und auch Tanz – die komplette Rundumausbildung, wie man es von den US-Amerikanern gewohnt ist (obwohl Drew heute lieber auf das Tanzen verzichtet). Nach dem Abschluss spielte er mehrere Stücke in New York, off Broadway. 1997 wurde er Mitglied des Cortes Alexander Trios – dieses begleitete Liza Minelli auf einer internationalen Tournee.

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Als “Graf von Krolock” bei der Pressekonferenz von “Tanz der Vampire” im Wiener Ronacher, September 2017

1999 eröffnete sich die Chance für eine große, neue Produktion die Hauptrolle zu kreieren: „Quasimodo“ in Disneys „Der Glöckner von Notre Dame“ nach dem Roman von Viktor Hugo und mit den preisgekrönten Songs aus dem Zeichentrickfilm. So kam Drew nach Europa und erfuhr ein erstes, größeres Aufsehen. Das bedeutete aber auch Deutsch lernen. Heute mag man kaum glauben, dass seine Muttersprache eine andere ist. Nur manchmal, bei kleinen Satzkonstellationen merkt man die nicht-deutsche Herkunft.

Seither war er in vielen Titelrollen auf deutschsprachigen Bühnen zu sehen. Ob als “Rocky” in “Rocky – das Musical”, in “Jekyll & Hyde”, “Jesus Christ Superstar”, als “Che” in “Evita”, “Graf von Krolock” in “Tanz der Vampire”, “Phantom” in “Liebe stirbt nie” – Drew drückt jeder Rolle seinen ganz eigenen Stempel auf. Diese Liste kann man unendlich weit fortführen. Zuletzt stand er als “Vivaldi” in “Vivaldi – die fünfte Jahreszeit” an der Wiener Volksoper auf der Bühne. Dieses Stück wurde 2017 eigens um sein stimmliches Können herum kreiert.

Nebenbei nutzt Drew jede freie Minute, um zu malen – und wenn er nicht malt, schreibt er an seinen eigenen Songs. Diese kann man aktuell auf den Alben “Silent Symphony” und “Let him go” hören. Wenn es sein Terminplan zulässt, gibt er, meist in Wien und dem Umland, Konzerte, auf denen er sich und seine Songs präsentiert. Warum Österreich mit dem Schwerpunkt Wien? Dort ist mit seiner Frau Ann Mandrella, die ebenfalls Schauspielerin ist und den Zwillingen Amelie & Noah seine Familie zuhause.

Text und Bilder: Nathalie

Drew Sarich auf Bühnenlichter.de:

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