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Our House

Erfolgreiche Wiederaufnahme am Hessischen Staatstheater Wiesbaden: „Our House“

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Bereits am 18. April 2015 feierte das Junge Staatsmusical Wiesbaden (JUST) mit der deutsch-sprachigen Erstaufführung von „Our House“ Premiere in der Wiesbadener Außenspielstätte Wartburg. Nun wurde mit der Wiederaufnahme des Stücks und ein paar neuen Gesichtern im Ensemble im kleinen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden nachgelegt.
Das Musical vom Tim Firth basiert auf der Musik der britischen Band „Madness“ und wurde ins Deutsche von Thomas Huber übersetzt.

Zur Story: der 16-jährige Joe, gespielt von Tim Speckhardt, verliebt sich in die süße Sarah (Anna Heldmaier). Um sie zu beeindrucken, klettert er mit ihr über einen Bauzaun, um ihr einen perfekten Blick über die Stadt bieten zu können. Wenig später taucht die Polizei auf…
Joe’s Vater (Peter Emig), der selbst in seiner Vergangenheit oft genug mit der Polizei zu tun hatte und im Gefängnis saß, gilt als verschollen. Doch trotzdem ist er immer bei Joe, um ihn davor zu bewahren, die selben Dummheiten zu machen.

Joe beschließt, sich in „Good Joe“ und „Bad Joe“ zu spalten: als „Good Joe“ legt er bei der Polizei ein Geständnis ab und kommt in die Strafanstalt für Jugendliche. Nach seiner Entlassung muss er feststellen, dass er kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat und kämpft mit billigen Aushilfsjobs ums Überleben. Zu Sarah verliert er den Kontakt. Sie lebt ihr Leben, studiert an der Uni und hat einen neuen Freund. Als Joe Jahre später sein Elternhaus in der Casey Street vor dem fiesen Immobilienmakler Mr. Pressman (Benjamin Geipel), retten will, treffen Sarah und Joe wieder aufeinander…
Das Leben des „Bad Joe“ hingegen sieht anders aus: er flieht vor der Polizei und gerät in Betrügereien. Nachdem er sich einen Job bei Mr. Pressman ergattert hat, lebt er ein Leben in Saus und Braus mit viel Geld und teuren Autos. Er heiratet Sarah und ermöglicht ihr eine Traumhochzeit, doch am Ende sind ihm der Profit und das Geld wichtiger, er verrät sein Elternhaus und verliert Sarah für immer…

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Gute 2,5 Stunden kann das Wiesbadener Publikum die Geschichte und das Leben des „Good Joe“ und auch das des „Bad Joe“, miterleben. Die Musik der britischen Ska-Band „Madness“ sorgt für gute Laune und die rasanten Choreografien runden das Gesamtbild noch zusätzlich ab, was man am lauten Zwischenapplaus merkt.
Auch wenn es vielleicht dem ein oder anderen Zuschauer schwer fällt, sich in das Stück einzufinden und den schnellen Wechseln von „Good Joe“ in „Bad Joe“ zu folgen, holt das Ensemble sein Publikum immer wieder ab und nimmt es mit in ein sehr interessantes Stück.

Das Ensemble ist, trotz des zum Teil jungen Alters, sehr professionell und sehr gut aufeinander eingespielt.

Tim Speckhardt, er spielt die Hauptrolle des Joe, überzeugt in seiner Rolle auf ganzer Linie. Egal, ob im weißen Jogginganzug und mit Kappe als „Good Joe“ oder im schwarzen Bussines-Anzug als „Bad Joe“, man nimmt ihm den einsichtigen und braven Joe bzw. den „profitgeilen“ Draufgänger jede Sekunde ab.
Anna Heldmaier wirkt in Ihrer Rolle als Sarah manchmal etwas unsicher. Im Zusammenspiel mit Ihrem Bühnenpartner Tim Speckhardt legt sich diese Unsicherheit aber sehr schnell.

Eine sehr beeindruckende Rolle hat Peter Emig, als Joes Vater: der verschollene Mann, der sich eher immer im Hintergrund hält und dennoch sehr präsent ist.
Ebenso Felicitas Geipel, die Kath Casey (Joe’s Mutter) spielt: mit ihr möchte man direkt mitleiden, wenn sie sich um ihren Jungen sorgt.

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Informationen zum Hessischen Staatstheater Wiesbaden und den Aufführungen finden Sie unter: www.staatstheater-wiesbaden.de

Spieltermine 2016:
Samstag, 29.11.2016
Montag, 14.11.2016
Sonntag, 27.11.2016
Montag, 05.12.2016
Dienstag, 13.12.2016

Ticketpreis: 12,10 € – 41,80 €
Beginn: 19:30 Uhr im kleinen Haus
Aufführungsdauer: 2,5 Stunden, eine Pause

Darsteller:

  • Joe Casey – Tim Speckhardt
  • Joes Dad – PEter Emig
  • Lewis/ Massey – Johannes Kastl
  • Emmo/ Bezirksstaatsanwalt – David Rothe
  • Reecey/ Mr. Pressman – Benjamin Geipel
  • Pfarrer/ Magistrat/ Richter/ Hundemann/ Ensemble – Jan Diener
  • Kath Casey – Felicitas Geipel
  • Sarah – Anna Heldmaier
  • Billie/ Julie/ Harper – Ilka Ludwig
  • Angie/ Heather – Lisa Krämer
  • Callum/ Dave/ Ray/ Bootsmann/ Polizist – Johannes Atzinger
  • Nonne/ Joes Anwalt/ Polizist/ Angestellte – Josefine Deusch
  • Mrs. Pressman/ Schmalspuranwalt/ Ensemble – Fanni Hamar
  • Joes Double/ Ensemble – Sebastian Wieland
  • Elvis/ Clown/ Ensemble – Mike Burs
  • Ensemble – Maja Dickmann, Viktoria Reese & Anna Stecking

Die Band:

  • Keyboards – Frank Bangert, Ulrich Bareiss
  • Schlagzeug – Holger Dietz
  • Bass – Hansi Malolepssy
  • Gitarre – Patrick Hoss
  • Trompete – Joachim Braun
  • Reeds – Stephan Völker

 

Text von Natascha

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