“Ich versuche das bestmögliche herauszuholen und immer Neues zu entdecken”

Interview mit Dennis Hupka

© Nico Stank

© Nico Stank

Dennis Hupka schloss sein Studium an der Universität der Künste 2016 mit Diplom und Auszeichnung ab. Schon während der Ausbildung zum Musicaldarsteller stand er am Hans-Otto-Theater Potsdam als Hanna im Ensemble von „La Cage aux Folles“ und in der Neuköllner Oper sowie im Admiralspalast Berlin als Schweinchen Didi in „Grimm!“ auf der Bühne. 2015 erhielt er mit seiner Rolle des Gabe Goodman in „Next to Normal“ am Renaissance-Theater Berlin seine erste Hauptrolle. Ein Jahr später spielte er erneut als Gabe am Deutschen Theater München. Zuletzt sah man Dennis etwa als Mungojerrie in „Cats“ bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel und im Ensemble und als Robertson Ay bei „Mary Poppins“ im Stuttgarter Stage Apollo Theater. Derzeit kann man ihn als Gustav mit der Hupe in „Emil und die Detektive“ an der Oper Chemnitz und als Will in „American Idiot“ in Frankfurt am Main sehen.
Für Bühnenlichter.de nahm Dennis Hupka sich Zeit für dieses interessante Interview:

Bitte stelle dich und deinen Job kurz vor. In welchen Stücken konntest du vor deinem Engagement bei „American Idiot“ schon Erfahrungen sammeln?

Mein Name ist Dennis Hupka, ich Musicaldarsteller – also Schauspieler, Sänger und Tänzer. Zu meinen bisherigen Engagements neben der Rolle des Will in “American Idiot” zählen etwa Gustav mit der Hupe in “Emil und die Detektive” (Oper Chemnitz), Ensemble und Cover Robertson Ay in “Mary Poppins” (Apollo Theater Stuttgart), Gabe in “Next to Normal” (Renaissance-Theater Berlin, Deutsches Theater München), Mungojerrie in “Cats” (Luisenburg Festspiele Wunsiedel), Didi in “GRIMM!” (Neuköllner Oper & Admiralspalast Berlin) sowie Hanna aus Hamburg in “La Cage aux Folles” (Hans-Otto-Theater Potsdam).

Mit „American Idiot“ habt ihr am 17. Januar 2018 deutschsprachige Erstaufführung in Frankfurt am Main gefeiert. Was ist das Besondere an dem Stück und warum sollte man es sich unbedingt ansehen?

Das Stück ist eigentlich eine Rock-Oper. Also ursprünglich als Konzeptalbum von Green Day geschrieben, dann mit ein paar Texten versehen und außergewöhnlichen Arrangements auf die Bühne gebracht. Ich habe wirklich noch nie etwas Ähnliches auf deutschen Bühnen gesehen und es ist etwas ganz Besonderes, vor allem wegen der Batschkapp in Frankfurt. Die authentische Location ist meiner Meinung nach absolut perfekt für den Abend und das Konzert-Flair passt sehr gut zur Musik und der Stimmung des Musicals.

Wenn du deine Rolle mit drei Worten beschreiben müsstest, welche fallen dir spontan ein?

hilflos / allein / Couch

Fiel es dir schwer dich auf deine neue Rolle und die Musik von „Green Day“ einzulassen?

Nein, ganz im Gegenteil. Das Album lief in meiner Schulzeit rauf und runter 🙂 Will ist vom Typ her eigentlich das krasse Gegenteil von mir auch wenn sein Schicksal, in „Spießerstadt“ zurückbleiben zu müssen, für mich das Schlimmste wäre.

Was war beruflich gesehen die bisher größte Herausforderung für dich?

Es gibt tatsächlich nicht „die bisher größte“ Herausforderung. Ich sehe jede Rolle und Produktion als neue Herausforderung und versuche das bestmögliche herauszuholen und immer Neues zu entdecken. Das klingt jetzt schon ein bisschen kitschig aber jede Rolle, jede Energie im Cast, jeder Regisseur, jedes Theater ist verschieden und da muss man immer offen und flexibel arbeiten und sich auf Dinge einlassen und versuchen, durchlässig zu sein.

Vielen Dank, für die Zeit für unser Interview. Wir wünschen dir für deine berufliche und private Zukunft alles Gute und viel Erfolg!

Danke! euch auch 🙂


04/2018
Interview von Natascha