Erste Pressekonferenz 2017

(c) VBW, Herwig Prammer

(c) VBW, Herwig Prammer

Am 16. September gegen 11 Uhr vormittags luden die Vereinigten Bühnen Wien unter der Leitung von Christian Struppek endlich zur heiß ersehnten Pressekonferenz und präsentierten zum allerersten Mal die Besetzung, das Leading Team, sowie Konzept und Geschichte ihres neuen Spektakels „I am from Austria“. Nach Schikaneder (Premiere am 30. September 2016) folgt fast ein Jahr später eine weitere Uraufführung des Theaterveranstalters im Raimund Theater (Premiere 16. September 2017). Der Kern des Stückes baut auf den bekanntesten und erfolgreichsten Songs des österreichischen Ausnahmekünstlers Reinhard Fendrich auf, drumherum wurde eine nette, traditionelle und heimatverbundene österreichische Geschichte erschaffen, welche sich um einen internationalen Filmstar dreht, welcher anlässlich des alljährlichen Opernballs seinen Weg in die Heimat zurückfindet.

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Im kleinen intimen Rahmen der Probebühne des Ronacher Theaters, fand sich die heimische Presse ein, um sich einen ersten Eindruck des neuen Stückes zu machen und wurde bestens seitens des Leading Teams und der Darsteller selbst informiert. Mit rot-weiß-rot gedeckten Tischen und vielen Snacks und Getränken konnte man die Vorstellung, welche rund eine Stunde dauerte, problemlos genießen und sich von neuen künstlerischen Ideen berieseln lassen.

Nach einer kurzen offiziellen Begrüßung, stellte Intendant Christian Struppek zu allererst das internationale Leading Team vor, von welchem er selbst ein Teil ist, wirkte er doch beim Buch und bei der Entwicklung des Stückes maßgeblich mit. Diese Geschichte entwickelte er zusammen mit Titus Hoffmann („Next to normal“, „I wanna be loved by you“). Die Regie wurde in die Hände des bekannten Regisseurs Andreas Gergen gelegt, welcher von 2012 bis 2017 Operndirketor des Salzburger Landestheaters war. Er betont, dass es bei einem Stück wie „I am from Austria“ weniger um Recherchearbeiten ginge, da es ja keine historischen Bezüge gäbe, sondern es sich vielmehr um kreative Arbeit zusammen mit seinen Kollegen und den Darstellern handle.

Zu Beginn stand eine Idee von ihm und Reinhard Fendrich, die sich überlegten, dass man doch wunderbar ein Stück aus all seinen bekannten Hits machen könnte. Diese Idee wurde vom Leading Team zusammen entwickelt und ausgebaut und bereits in 2 Workshops getestet und adaptiert. Was dem Regisseur besonders am Herzen lag, war vor allem die Einbringung und die Ideen der Darsteller, unter anderem betraf dies vor allem die unterschiedlichen Dialekte, welche die Großteils österreichische Besetzung aus ganz Österreich mitbrachte.

Für die Choreographie wurde die international bekannte Kim Duddy herangezogen, welche für „Ich war noch niemals in New York“ schon mal die VBW mit rasanten und temporeichen Tanznummern ausstattete. Dabei arbeitete sie auch schon mit Orchestrator und Musical Supervisor Michael Reed zusammen, welcher die Songs von Reinhard Fendrich für ein großes Orchester neu arrangiert und die Musik so in ganz neuem Glanz erstrahlen lassen wird. Die beiden erzählten viel über ihre gemeinsame Arbeit und dass die Ideen für die spätere Umsetzung nur so zwischen ihnen hin und her fliegen.

Das Bühnenbild wird von dem Österreicher Stephan Prattes designt, welcher zuletzt auch schon bei „Evita“ für die Bühne verantwortlich war. Die Kostüme von Uta Loher und Conny Lüders werden laut eigener Angabe von Loher immer ein bisschen an genau dieses Bühnenbild angepasst, sie orientieren sich an dem bereits vorhandenen Raum und versuchen so, zusammen eine stimmige Symbiose zu erzeugen.

Leading Team (c) VBW, Herwig Prammer

Leading Team (c) VBW, Herwig Prammer

Nach den informativen und äußerst interessanten Gesprächen mit dem Leading Team, lieferte Michael Reed auf dem extra bereitgestellten Piano noch ein paar kleine instrumentale Kostproben, welche vor allem zeigten, dass sich viele Kleinigkeiten an den Songs verändern werden und so zum Beispiel zu großen mitreisenden Ensemble-Nummern adaptiert werden.

Dann war es endlich soweit und die längst erwartete und fast ausschließlich aus Österreichern bestehende Besetzung wurde endlich bekanntgegeben, auf der Pressekonferenz direkt jedoch nur die Solisten des Stückes, das Ensemble konnte man kurz darauf online oder auch in den bereitgestellten Pressemappen ablesen.

In der großen Hauptrolle des „Josi Edler“ kehrt Lukas Perman zurück auf die Musicalbühne und vor allem zurück zu den Vereinigten Bühnen Wien, wo er bereits große Erfolge mit „Romeo und Julia“ oder „Tanz der Vampire“ feierte. Es fühle sich tatsächlich wie nach Hause kommen an, erzählt Perman, sichtlich erfreut über sein neues Engagement, vor allem aber auch, weil er eine Person spielen darf, die seiner Meinung nach sehr nah an seiner eigenen Persönlichkeit dran ist, daher auch während der Proben für ihn maßgeschneidert wird…schwer für die Zweitbesetzungen, in diese Fußstapfen zu treten.

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Ihm zur Seite gestellt als Filmstar „Emma Carter“ mit österreichischen Wurzeln ist die Wienerin Iréna Flury, welche bereits international als Schauspielerin tätig war. Bei ihr zieht sich Musical, was sie auch studiert hat, wie ein roter Faden durch ihr Leben. Ohne Singen würde ihr etwas fehlen, weshalb sie immer gerne zum Musiktheater zurückkehrt. Sie verspürt eine Verbundenheit und einen direkten Zugang zu der Musik von Reinhard Fendrich und sieht wohl die ein oder andere Ähnlichkeit mit ihrer Bühnenfigur Emma.

Als Permans Eltern „Romy & Wolfgang Edler“ stehen Elisabeth Engstler und Andreas Steppan auf der Bühne. Beide haben bereits viele Erfahrungen im Bereich Film, Fernsehen aber auch Theater und auch Musical und Operette gemacht und freuen sich sehr, wieder einmal eine Rolle in einem Musical und dann noch in einer Uraufführung einer österreichischen Geschichte zu übernehmen. Schon bei der Pressekonferenz zeigten beide, dass es mit ihnen auf gar keinen Fall langweilig werden wird und, dass beide eine enorme Bereicherung für die Cast sind und auch weiterhin sein werden.

In weiteren prägenden Nebenrollen stehen unter anderem der Kärntener Martin Bermoser als Emmas Manager „Richard Rattinger“ auf der Bühne, welcher sich den amerikanischen Typus bereits während seiner Zeit in den USA aneignen konnte. Auch sonst schon vielfach international unterwegs, kann er auch auf eine Musicalausbildung am Konservatorium Wien zurückgreifen und freut sich sehr auf seine Zeit in Wien. „Elfie Schratt“, die schon immer im Hotel angestellte Concierge, wird gespielt von Dolores Schmidinger, bereits sehr bekannt durch Film und Fernsehen, aber auch durch zahlreiche Regiearbeiten oder als Autorin vieler verschiedener Bücher. Sie zeigt sich vor allem begeistert von dem Niveau der heutigen Produktionen und der Qualität der jungen und frischen Darsteller. Der junge Matthias Trattner, gerade noch im Ensembles von „Don Camillo und Peppone“, spielte schon einige Rollen so kurz nach seinem Abschluss und darf nun auch als Page „Felix Moser“ sein Können unter Beweis stellen. Als Fußballstar „Pablo García“ kehrt Fabio Diso, welcher leider persönlich nicht anwesend sein konnte, zurück nach Wien, wo der Wahlhamburger mit italienischen und spanischen Wurzeln zuletzt als Cover „Che“ in „Evita“ sein Talent auf die Bühne brachte. Last but not least kommt der Wiener Martin Berger als „Rainer Berger“ (der Nachname ist reiner Zufall) zurück auf die Bühne der VBW und freut sich sehr, ein bisschen österreichische Tradition und Wiener Schmäh auf die Musicalbühne zu bringen.

Hauptcast (c) VBW, Herwig Prammer

Hauptcast (c) VBW, Herwig Prammer

Ensemble:

  • Carin Filipĉić (Romy Edler alternierend)
  • Oliver Arno (Walk-In Cover Josi Edler)

Anna Carina Buchegger, Arthur Büscher, Barbara Castka, Paul Csitkovics, Marianne Curn, Barbara Czar, Florian Fetterle, Franz Frickel, Katharina Gorgi, Thomas Höfner, Judith Jandl, Florian Klein, Peter Knauder, Stefan Mosonyi, Martin Pasching, Marina Petkov, Jennifer Pöll, Georg Prohazka, David Rodriguez-Yanez, Rita Sereinig, Ariane Swoboda, Brgit Wanka

Anschließend an die Gespräche mit den Darstellern gab es zur Feier des Tages eine eigens kreierte „Edler Torte“ und es wurde zu Fotos vor der Pressewand und Interviews geladen, die Stars waren dabei bereits heiß begehrt.

Nun bleibt nur noch das gespannte Warten bis sich am 16. September 2017 endlich der Vorhang hebt für „I am from Austria“. Man wünscht allen eine tolle Probenzeit und gutes Gelingen!


Artikel von Rebecca

Bilder: VBW, Herwig Prammer