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„Die Päpstin“ begeistert im ausverkauften Schlosstheater in Fulda!

Das Musical „Die Päpstin“ basiert auf dem Weltbestseller von Donna W. Cross und war im Jahre 2011 der Beginn Fuldas als Musicalstadt. In den letzten Jahren begeisterte das dramatische Stück des Veranstalters Spotlight Musicals immer wieder die Zuschauer und wird in Musical- und Fankreisen oft als eines der besten Musicals in Deutschland bewertet. Eine Woche nach der Premiere waren wir im ausverkauften Schlosstheater Fulda und erlebten in allen Bereichen eine Aufführung auf höchstem Niveau.

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© Spotlight Musicals

„Die Päpstin“ erzählt die Geschichte der jungen Johanna, die als Tochter der sächsischen Heidin Gudrun und eines Dorfpfarrers geboren wurde. Das junge Mädchen ist sehr engagiert und lernt gegen den Willen ihres Vaters lesen und schreiben. Dieses Talent wird durch Aeskulapius erkannt, der eigentlich angereist ist, um Johannas Bruder Johannes abzuholen. Aeskulapius ändert seine Pläne und verhilft Johanna dazu die Klosterschule in Dorstadt besuchen zu dürfen. Das Mädchen hat es nicht leicht in der Schule und kämpft gegen schlimme Anfeindungen. Später überlebt sie wie durch ein Wunder ein Massaker. Diese Erlebnisse prägen Johanna so sehr, dass sie beschließt ein neues Leben zu beginnen. Ein neues Leben als Mann. Sie schneidet sich ihre schönen langen Haare ab, nennt sich ab sofort Johannes Anglicus und verlässt Dorstadt, um ins Kloster Fulda einzutreten. Doch auch die Zeit in Fulda ist nicht einfach. Johanna lebt ein einziges Versteckspiel und wird plötzlich selbst zur Gejagten. Anastasius, der Sohn von Arsenius, ist überzeugt davon, dass Frauen zu nichts Nutze sind und an der Klosterschule nichts zu suchen haben. Auf Anregung des Markgrafen Gerold übernimmt er die Befragung Johannas und erhält den Beweis, dass das Mädchen sehr intelligent ist. Zur Unfreude seiner Frau Richild beschließt Gerold Johanna bei sich aufzunehmen. In der Zwischenzeit wird in Rom Anastasius in die brutalen und blutigen Praktiken des Adelstandes eingewiesen. Arsenius trichtert seinem Sohn ein, dass es völlig legitim ist für die politischen Ansichten auch zu töten.

Johanna erhofft sich Sicherheit in Rom, muss dann aber erkennen, dass Rom noch gefährlicher als Fulda ist. Trotzdem bleibt Johanna in Rom und wird schließlich sogar zum Leibarzt des Papstes. Völlig unerwartet trifft sie dann auch wieder auf Gerold, in den sie sich unsterblich verliebt hat und muss sich schließlich zwischen der großen Liebe und ihrer Unabhängigkeit entscheiden. Überfordert mit dieser Entscheidung kommt auch schon die nächste Herausforderung auf sie zu: nach dem Tode des Papstes wähl das römische Volk Johanna als dessen Nachfolger. Doch Johanna muss ihr Geheimnis wahren und unerkannt bleiben. Als Papst Johannes wird sie unter großer Zufriedenheit ihrem Volk vorgestellt. Sie nimmt das Amt an und beginnt die Lebensbedingungen des römischen Volkes zu verbessern. Anastasius beäugt Johannas Treiben misstrauisch und kann seine Wut kaum verbergen, möchte er doch um jeden Preis Papst von Rom werden. Er beschließt bei der Osterprozession mit Gewalt gegen Johanna vorzugehen. Kurz vor der Prozession erfährt Johanna, dass sie von Gerold schwanger ist. Die beiden Verliebten beschließen Rom zu verlassen, doch dann lässt Anastasius Gerold von seinen Schergen ermorden. Unter Schock erleidet Johanna auf der Treppe des Petersdoms in Rom eine Fehlgeburt und stirbt an den Folgen. Doch auch nach ihrem Tod hat die junge Frau die Zuneigung und Bewunderung ihres Volkes nicht verloren…

© Spotlight Musicals

© Spotlight Musicals

Die Macher ziehen bei dieser Inszenierung alle Register und greifen nicht nur auf eine hochkarätige Cast, sondern auch auf ein aufwendiges Bühnenbild, detailgetreue Kostüme und erstklassige Technik zurück. Isabel Trinkaus spielt die Hauptrolle der Johanna authentisch und voller Leidenschaft und liegt sowohl schauspielerisch als auch gesanglich auf einer Wellenlänge mit Mark Seibert in der Rolle des Gerold. Beide sind wahre Musicalgrößen und weit über die deutschen Grenzen hinaus sehr erfolgreich. So konnte man die aus Karlsruhe stammende Isabel Trinkaus schon in Stücken wie „Disneys Tarzan“, We will rock you“ und „Friedrich – Mythos und Tragödie“ sehen. Mark Seibert machte sich spätestens in der Rolle des Fiyero im Musical „Wicked – Die Hexen von Oz“ einen Namen. Es folgten viele weitere Engagements in u.a. „Der Schuh des Manitu“, „We will rock you“, „Tanz der Vampire“, „Elisabeth“ in Deutschland, Österreich und Shanghai und „Mozart!“. Zudem ist er Teil diverser Musicalgalas und ist mit Solokonzerten auf Tour. Die Rollen der Johanna und des Gerold harmonieren wunderbar, was sich auch im Zusammenspiel mit Reinhard Brussmann als Aeskulapius, Christian Schöne als Anastasius und Andreas Lichtenberger als Johannas Vater und Papst zeigt. Besonders erwähnenswert sind die beiden Kinderdarsteller Alicia Hohmann (Johanna als Kind) und Bastian Huke (Johannes als Kind). Die schauspielerische Darbietung der 12- bzw. 11-jährigen Kinder ist erstaunlich und bedarf eines extra großen Lobes.

Auch wenn diese Produktion nicht auf eine Liveband zurückgreift, fehlt es dem Stück an nichts. Das Bühnenbild zeigt unter anderem das Zuhause des Dorfpfarrers und seiner Gattin Gudrun, später die Klosterschule Dorstadt, den Jahrmarkt in St. Denis, die Stadt Rom und den Petersdom. Die zum Mittelalter passenden Kostüme runden das Gesamtbild ab.

© Spotlight Musicals

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Noch bis zum 06. Juli 2019 spielt „Die Päpstin“ im Schlosstheater Fulda, ehe das Erfolgsstück ab dem 13. Juli 2019 durch „Der Medicus“ abgelöst wird.

Die Besetzung:
Johanna: Isabel Trinkaus
Gerold: Mark Seibert
Aeskulapius: Reinhard Brussmann
Anastasius: Christian Schöne
Arsenius / Rabanus: Leon van Leeuwenberg
Fulgentius / Rabanus: Lutz Standop
Richild / Marioza: Larissa Windegger
Vater / Papst: Andreas Lichtenberger
Gudrun / Ensemble: Caroline Zins
Lothar / Ensemble: Marcus G. Kulp

Rabe: Jenny Schlensker
Wahrsagerin / Ensemble: Juliane Bischoff
Hure / Ensemble: Guilia Fabris
Livia / Ensemble: Nadine Kühn
Nonne / Ensemble: Marjeta Urch
Edelfrau / Ensemble: Doreen Sommer
Edelfrau / Ensemble: Michelle Tönnies

Rabe / Ensemble: Sascha Laue
Theodorus / Ensemble: Michael Beck
Soldat / Ensemble: Andre Naujoks
Reliquienhändler / Ensemble: Chadi Yakoub
Beamter / Ensemble: Farid Halim
Hofmarschall / Ensemble: Dennys Magda
Wache / Ensemble: Jörg Alt
Quacksalber / Ensemble: Torsten Paul

Johanna als Kind: Alicia Hohmann
Johannes als Kind: Bastian Huke
Klosterschüler: Max Bost, Michel Braun, Nick Diegmann, Ben-Luca Keim, Jan-Alexander Schmidt-Marx und Noah Weil

Weitere Informationen zum Musical „Die Päpstin“ und dem Musicalsommer in Fulda findet ihr unter www.musicalsommer-fulda.de.

(Fotos: © Spotlight Musicals)

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