Die große Weihnachtsshow 2017 – First Stage

Es ist nie zu früh, an Weihnachten zu denken!

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Premiere am 22.11.2017

Das graue Hamburger Schmuddelwetter taugt zu Vielem, nicht jedoch dazu, Weihnachtsgedanken in den Passanten auszulösen. Es sind ja auch noch einige Wochen Zeit, noch hat nicht einmal die Adventszeit begonnen. Dennoch steht am Mittwoch, dem 22.11.2017 die Premiere der großen Weihnachtsshow der Stage School an. Im der Schule gehörenden Theater, mitten in einem Altonaer Wohngebiet, wird zu ebendieser geladen. Von außen weist nichts auf den Zauber hin, der die Zuschauer drinnen jeden Moment um fangen wird.

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Dies beginnt schon mit dem Betreten des Hauses, wo heimelige Wärme und angenehmes Licht einen umgibt. Mit jedem Schritt durch das volle Foyer, in welchem sich die Gäste sammeln, ehe es in den Theatersaal geht, wird die Weihnachtsstimmung deutlicher spürbar. War man im vergangenen Jahr, als all die kleinen Dinge angeschafft wurden, selbst noch skeptisch, so zeigt sich heute, dass das Konzept tadellos funktioniert und keinesfalls kitschig oder überladen wirkt. Thematisch angeordnet und überaus liebevoll und gemütlich, empfängt die Besucher eine bunte Wunderwelt, beginnend auf der linken Seite mit Santas noch, oder bereits schon, leerem Sessel, der zum gemütlichen Verweilen einlädt, einer Glühweinbude und vorwiegend gold/roten Farben. Nebenan lädt ein in Silber/weiß und blau gehaltener Raum zum Verweilen an dutzenden Stehtischen ein und erinnert an eine Eislandschaft. Die Stimmung könnte kaum besser sein und als auch der letzte Besucher von diesem Weihnachtsgefühl ergriffen ist, öffnen sich die Türen zu dem kleinen Theatersaal und „Engel“ links und rechts wünschen den Gästen einen angenehmen Abend. Während jeder noch auf seinen Platz zustrebt, stehen die gut 40 Aktiven des Abends an einer Seite des Saales aufgereiht und begrüßen ihre Besucher auf ihre Weise. Statt Musik aus der Konserve singen sie bereits jetzt Weihnachtslieder, bis jeder seinen Platz gefunden hat, ehe sie sich zu einem Song auf der Bühne versammeln und schließlich Thomas Gehle, dem Leiter der Schule und Intendanten des Theaters, das Feld räumen.

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Überaus sympathisch startet er seine Begrüßungsrede und zieht mit seiner charmant-witzigen Art die Zuschauer sofort in seinen Bann. Unter zahlreichen Lachern gibt er das Motto, „Es ist nie zu früh, um an Weihnachten zu denken“, bekannt und nach der Begrüßung einiger Ehrengäste, auch die Information, dass es bereits Karten für die Weihnachtsshow im kommenden Jahr zu kaufen gibt. Er tut seine Hochachtung vor den Schülern kund, lobt deren Fleiß und spricht vor allen auch jenen seinen Dank aus, die zwar für die Show gearbeitet haben, aber leider nicht teilnehmen konnten.

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Unter großem Jubel des Publikums gibt er die Bühne schließlich für die Aktiven wieder frei. Vor einigen Wochen hat es ein Casting für die zauberhafteste Oma und den liebenswertesten Opa Hamburgs gegeben, die als Mitwirkende ein Teil der Show sein sollten. Deren Geschichte zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend, zunächst eröffnen die älteren Herrschaften mit ihrer Geschichte des Kennenlernens die Show. Unter stimmungsvollem Tanz und Gesang werden sie von den Studenten abgelöst, die die Geschichte ihrer Jugend szenisch darstellen. Facettenreich treffen Tanz, Gesang und Schauspiel aufeinander. Wenige klassische Weihnachtslieder mischen sich unaufdringlich unter unbekannte und einige selbst entwickelte Stücke. Die Schüler der Stage School zeigen im Wechsel komödiantisches Talent, große Gefühle und viel Herz. Mit Sinn für Details beleben sie die Bühne und reißen das Publikum mit.

Zum Lachen regen 13 Rentiere und der Weihnachtsmann mit ihrer Steppnummer „They don’t care about us“, an. Doch alsbald wird wieder etwas Fahrt herausgenommen, da der nächste Titel wesentlich besinnlicher daher kommt, und die zwei Solisten vom Rest des Ensembles vokal unterstützt werden. Mit der kleinen Geste, des Kerzen Entzündens treiben sie einem nicht nur inhaltlich, sondern auch mit der Symbolträchtigkeit eine Gänsehaut auf die Arme.

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Noch im ersten Akt erfährt man weiterhin, wie sich ein Schokoweihnachtsmann darauf freut, endlich gekauft und gegessen zu werden, und was geschieht, wenn dieser Traum sich nicht erfüllt. Besonders im Ohr bleiben jedoch Klassiker wie „Maria“, wenngleich jede einzelne Nummer eine besondere Würdigung erfahren muss, wie zum Beispiel auch die „Stagettes“, eine Tanznummer. Als Bühnendekoration dienen sechs große Weihnachtsbäume, die zeitweise beleuchtet werden, und einige grüne Kisten, mit Symbolen und Buchstaben, die zum Abschluss des ersten Aktes zu „Frohe Weihnachten & A Happy New Year“ angeordnet werden.

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Witzig ist die Anmoderation des zweiten Aktes, Weihnachten ist das Fest, das jeder liebt und dementsprechend kann man es am besten in nicht ganz nüchternem Zustand ertragen. Mit einem Augenzwinkern wird auf die Klischees des Festes hingewiesen und die Stimmung kocht sofort wieder hoch. Nachdem auch das Publikum aus der Pause gedanklich wieder in der Show angekommen ist, geht es mit zwei sehr gut bekannten Liedern weiter. „All I Want for Christmas“, wird als beeindruckendes Solo vorgetragen und von nicht weniger als sechs atemberaubenden Tanzpaaren begleitet. Beinahe durchweg ist das Publikum mitgerissen und begleitet die Darbietung seinerseits mit Applaus, ehe es mit „You raise me up“ weiter geht. Dieses wirkt allein durch den Gesang des Solisten und ohne weitere Aktion oder Kostüm, ehrlich und Pur, ein weiterer Gänsehautmoment an diesem kurzweiligen Abend.

Das Motto wurde bereits am Anfang verkündet, doch nichts desto Trotz könnte man auch eine Zeile aus der folgenden, sehr stimmungsvollen Ensemblenummer entnehmen, „Wir werden diese Nacht niemals vergessen, der Weihnachtsball bleibt in deinem Kopf!“, denn selten erlebt man so viel Engagement, Abwechslung, Enthusiasmus und vor allen Dingen Herzblut auf einer Theaterbühne. Die angehenden Darsteller gehen in ihren Rollen auf und werden tatkräftig von den Kollegen aus dem Publikum unterstützt und angefeuert, was dem Ganzen das Gefühl verleiht, als Gast in einer großen Familie willkommen zu sein. Die Herzlichkeit und Freude mit der alle bei der Sache sind, ist regelrecht greifbar und macht diesen Premierenabend tatsächlich zu etwas Besonderem.

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Auch im zweiten Akt werden alle Register gezogen, von Sologesang, über Stepptanz, Sprechchöre die selbst geschrieben und auf die gerade herrschende Situation angepasst wurden, bis hin zu Puppenspiel. Ob kostümiert oder in Abendgarderobe, die Schüler der Stage School geben immer eine gute Figur ab.

Mit ihrem Stück „Letzte Weihnachten“ zum Beispiel, hat der Abschlussjahrgang etwas geschrieben und einstudiert, wo sie sich symbolisch voneinander verabschieden, ein letztes Mal werden sie gemeinsam bei einer Weihnachtsshow in diesem Theater auf der Bühne stehen. Doch wer weiß das schon so genau? Auf jeden Fall zeigt es deutlich, dass sie sich Gedanken darum gemacht haben und es zumindest inhaltlich auch um einander tun, denn welches Wichtelgeschenk ist wohl für wen angemessen?

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Bei Winter Wonderland verwandelt sich die Bühne allein durch Scheinwerferlicht in eine Eisbahn und es macht den Eindruck, als würden die Darsteller darüber gleiten.

Das große Finale der Show lädt noch einmal alle Beteiligten Darsteller auf die Bühne ein und ein unaufhörlicher Lamettaregen rieselt auf sie herab. Die Großeltern, die immer wieder einmal auf den Plan treten, haben sich nach Kennenlernen, zwischenzeitlicher Trennung und viel Herzschmerz wieder gefunden und treffen am Ende als Weihnachtsmann und Oma wieder aufeinander, Arm in Arm verlassen sie die Bühne, ehe sie herzlich in der Mitte der jungen Darsteller empfangen werden. Die stehenden Ovationen haben sich alle mehr als redlich verdient. Nach nur zwei Wochen Endproben, einem Wochenende, zwei Previews und einem Tag vorher, an dem vieles noch einmal geändert wurde, kann man nur den Hut ziehen und sagen, Chapeau! Stage School, Oma und Opa (Beate und Peter Benkhofer), und allen anderen Beteiligten, die so hart daran gearbeitet haben, diesen Abend und alle folgenden zu etwas Besonderem zu machen. Der Auftakt ist in jedem Fall gelungen, wie auch die Stimmen aus dem Publikum beweisen. Annett Bär, Pressebeauftragte des Theaters sagt, „Ich bin begeistert“, Luis Duarte, Leitung ON STAGE, „Ich fand es super, absolut aufregend die Schüler so zu sehen und es war eine fantastische Show!“

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Natürlich durfte auch Thomas Gehle nicht fehlen, der sich in seiner Eröffnungsrede noch gespielt skeptisch zeigte. Die Erleichterung und der Enthusiasmus sind ihm ins Gesicht geschrieben. „Ich bin jetzt total erleichtert, es geht mir richtig gut und ich bin sehr glücklich. Vor zwei Tagen sah das alles noch ein bisschen anders aus, weil wir noch einiges ändern mussten, aber es ist unfassbar, was in diesen letzten Tagen geleistet wurde. Die Reaktion des Publikums ist für mich immer sehr wichtig und ich bin jetzt einfach total happy.“

Auch Anne Schepers, die Chefredakteurin von Hamburg im Blick erklärt, sie sei Begeistert, dieses Gefühl fasst sie wie folgt zusammen: „Ich bin selten neidisch, aber in diesem Fall darf ich es einmal sein. Ich bin neidisch und ein wenig sauer auf den lieben Gott, dass er mir nicht solch eine tolle Stimme gegeben hat. Es sind unglaubliche Talente darunter, wo ich erstaunt bin, was da nach vier Monaten, einem halben, ganzen, zwei oder drei Jahren raus kommt, ich finde das unglaublich.“

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Günter Engel, Bundesverband Mittelstand, beantwortet unsere Frage, wie es ihm gefallen habe gern. „Ich kann nur sagen, dass ich begeistert bin. Ich habe ein großes Netzwerk in dem ich das auch so verkünden werde. Die Inspirationen, die Ideen die man hier immer wieder hat, die begeistern eben. Schauen Sie zum Beispiel nur diese wunderschöne Dekoration hier, das ist faszinierend!“

Auch einige Schülerinnen und Schüler, sowie andere Gäste haben wir befragt. Die Resonanz war durchweg positiv, die Stimmung gelöst und weihnachtlich.

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Petra meint „Es war großartig, sehr stimmungsvoll und abwechslungsreich, es waren großartige Tanznummern dabei, aber auch sehr besinnliche Stücke und man bekommt wirklich Lust auf Weihnachten!“

Juan zeigt sich begeistert, „Es war auf jeden Fall sehr schön, kreativ, schöne Tänzer, ein paar schöne Stimmen vor allem von zwei Damen, die mir gut gefallen haben, es war auf jeden Fall ein sehr netter Abend!“

Marianne Engel schwärmt als wir sie nach ihrer Meinung fragen: „Das war wirklich eine tolle Show! Wie dieser Bariton gesungen hat, da war ich fertig… so schön! Vor allen Dingen die Bühne, der ganze Glitzer, diese Farben…es war eine wunderbare Welt, einfach nur unglaublich schön!“

Die Schülerin Lara Seibert erklärt strahlend, „Es war eine schöne Show, sehr sehenswert, das haben unsere Leute gut gemacht, große Emotionen wurden transportiert!“

Ihr Kollege Sven Geiger pflichtet ihr begeistert bei, „Es lohnt sehr sich die Show anzuschauen, alles coole Nummern. Es war sehr schön und berührend und dann noch um einiges berührender, gerade die eigenen Leute auf der Bühne zu sehen!“

Lohnenswert ist ein Besuch der großen Weihnachtsshow 2017 definitiv. Das kleine Theater mit seinen gerade knapp 300 Plätzen ist ein sehr gemütlicher, intimer und familiärer Ort und für derart große Emotionen wie geschaffen. Bis zum 22. Dezember läuft die Show beinahe täglich und Karten sind noch immer unter www.firststagehamburg.de oder an der Abendkasse erhältlich. Auch als Geschenk oder Familienausflug eignet sich ein Besuch im First Stage Theater. Wem das noch nicht genug ist, der kann sich für 3€ eine Tasse der Weihnachtsshow als Andenken mit nach Hause nehmen, das Programmheft mit der kompletten Setlist, sowie einer Auflistung aller Darsteller gibt es kostenlos.


Artikel von Astrid & Andrea

Bilder von Astrid, Andrea und Dennis Mundkowski