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CATS – Premiere im Wiener Ronacher 2019

Sie sind wieder zurück…

© Deen van Meer

© Deen van Meer

Nach einer Woche voll mit Previews, Pressevorstellung und Generalprobe war es endlich soweit: die Premiere stand an. Zuvor ging es für die geladene Prominenz wie Richard Lugner, Harald Serafin, Ramesh Nair, Peter Weck, usw. über den roten Teppich ins Theater.

Pünktlich gegen 19:30 hebte sich nun also der Vorhang. Das Bühnenbild übertraf alle Erwartungen. Eine große Müllhalde wie sie Katzen so lieben, mit vielen Versteck- und Klettermöglichkeiten. Das Ganze reichte auch noch bis in den 2. Rang hinein. Darüber befand sich ein schwarzer Himmel mit vielen LED-Lichtern und auch einigen Lichterketten.

Mitternacht, es wird still in den Straßen.

Plötzlich eine Explosion aus Musik und Licht. In der Mitte der Bühne erhebt sich ein Lichterkegel in den Himmel der Bühnendecke. Nach und nach kommen die Katzen auf die Bühne. Die Katzen erläutern den Besuchern die Namen der Katzen. Wer sie also sind und verraten, dass Katzen drei verschiedene Namen haben: „einen für Zuhause“, „einen für sich ganz allein“ und „einen heimlichen Namen“. Das Nachdenken über diese heimlichen Namen hält Katzen tief in Gedanken versunken.

Victoria (Hannah Kenna Thomas), eine junge weiße Katze, tanzt die Einladung für den „Jelllicle Ball“. Danach folgt Munkustrap (Alexander Aula), der große graue Tigerkater und erklärt, dass sich einmal im Jahr die Jellicle-Katzen zum Jubeln treffen. Sie warten auf ihr Oberhaupt Alt Deuteronimus (Rory Six), der dann auch bestimmt, welche Katze in den sphärischen Raum fahren darf und nochmal wiedergeboren wird.

Jenny Fleckenreich (Katharina Lochmann) ist die alte Gumbie-Katze. Sie schläft und faulenzt den ganzen Tag, weil das Gumbie-Katzen so tun. Hier wurde dann auch noch eine sehr tolle Steptanz-Nummer auf die Bühne gezaubert. Schließlich kommt Rum Tum Tugger (Dominik Hees) auf die Bühne. Er ist ein ausgelassener Witzbold, den alle weiblichen Katzen wahnsinnig attraktiv finden und er genießt es, im Mittelpunkt zu stehen. Dies wurde ebenfalls sehr schwungvoll in Szene gesetzt.

Grizabella (Ana Milva Gomes), der Katzenstar, hat nun ihren Auftritt, wird aber vom Rest der Sippe gemieden. Sie hat die Sippe vor Jahren verlassen und will nun wieder zurück. Bustopher Jones (Felix Martin) ist ein enormer „Zwanzig-Pfünder“, der immer seine weißen Gamaschen trägt.

Dann ein plötzlicher, donnernder Krach, gefolgt von Polizeisirenen und roten Blicklichtern, der signalisiert, dass der niederträchtige Kater Macavity (Nicholas Li) auf freiem Fuß ist. Plötzlich hört man zwei Lacher aus dem Hintergrund. Mungojerrie (Andrea Luca Cotti) und Rumpleteazere (Anna Carina Buchegger) haben Ihren großen Auftritt. Mit tollem Gesang und Akrobatik ziehen sie die Zuschauer in ihren Bann.

Jetzt warten alle Katzen auf ihr Oberhaupt, Alt Deuteronimus. Als dieser eintrifft in Begleitung einer der Katzen und auf dem großen Reifen Platz nimmt, ist es Zeit für ein kleines Jellicle Spiel. Hier wird ein Spiel zwischen zwei Hunderassen ausgetragen. Munkustrap stellt dieses Spiel vor. Es sind alle mit vollem Eifer dabei. Jedoch kommt es erneut zu einem großen Krach, der den Kater Macavity ankündigt. Alt Deuteronimus beruhigt die Katzen. Es ist Zeit für den Jellicle Ball.

Nun betritt Grizabella nochmals die Bühne, will sich ihrer Familie wieder anschließen und auch an den Feierlichkeiten teilnehmen. Doch sie wird von den anderen gemieden und so schleichen sich alle von der Bühne. Grizabella lässt die Zeit Revue passieren, stimmt „Erinnerungen“ an und hofft, auch wieder in der Sippe aufgenommen zu werden, aber dieser Wunsch erfüllt sich nicht.

In der Pause hat man nun als Besucher*in die Möglichkeit, auf der Bühne mit Alt Deuteronmius ein Foto zu machen. 

Nach dem Jellicle Ball ruhen sich die Katzen aus und sinnieren über das Glück. Nun kommt Gus (Felix Martin), der Theater-Kater zusammen mit Jellylorum (Barbara Obermeier) auf die Bühne. Sie leitet die Erzählung über Gus ein, der dann die weiteren Erzählungen über sein bewegtes Leben übernimmt. Gus erzählt über seine größten, schauspielerischen Triumph als Growltiger. Für diese Szene wurde ein Schiff aufgebaut und man stellte diesen Triumph nach. Hier kam auch noch die Katze Griddlebone (Barbara Obermeier) dazu und trällert dann mit ihr eine italienische Arie. Zurück in der Realität teilt Gus nochmals mit, dass er wieder so gerne auf der Bühne stehen würde.

© VBW, Deen van Meer

© VBW, Deen van Meer

Nun der Auftritt des Eisenbahnkaters Skimbleshansks (Gerben Grimmius). Hier wurden zum seinem Lied sämtliche Teile für eine Lok ach dem Jellicle Ball ruhen sich die Katzen aus und sinnieren über das Glück. Nun kommt Gus (Felix Martin), der Theater-Kater zusammen mit Jellylorum (Barbara Obermeier) auf die Bühne. Sie leitet die Erzählung über Gus ein, der dann die weiteren Erzählungen über sein bewegtes Leben übernimmt. Gus erzählt über seine größten, schauspielerischen Triumph als Growltiger. Für diese Szene wurde ein Schiff aufgebaut und man stellte diesen Triumph nach. Hier kam auch noch die Katze Griddlebone (Barbara Obermeier) dazu und trällert dann mit ihr eine italienische Arie. Zurück in der Realität teilt Gus nochmals mit, dass er wieder so gerne auf der Bühne stehen würde.

Nun folgt der Auftritt des Eisenbahnkaters Skimbleshansks (Gerben Grimmius). Hier wurden zu seinem Lied sämtliche Teile für eine Lok aus allen Seiten der Bühne geholt. Ein dritter Krach unterbricht die Feierlichkeiten. Dieses Mal taucht Macavity auf. Zwei seiner Schergen erscheinen und nehmen Alt Deuteronimus gefangen. Demeter (Giulia Vazzoler) und Bombalurina (Birgit Arquin) singen von ihrem Wissen über Macavity, dessen teuflischen Taten ihm den Beinamen „Der Pate der Mafia der Cats“ eingebracht haben.

Macavity kommt verkleidet als Alt Deuteronimus zurück. Zuerst merken die Katzen es nicht, aber eine der Katzen entarnt ihn schließlich doch. Es kommt zum Kampf mit Munkustrap und den anderen Katern. Müde und beinahe besiegt manipuliert Macavity die Elektrik, sodass es zu einer Explosion kommt und die Lichter komplett ausgelöscht sind. Alle müssen in der Dunkelheit ausharren, aber Alt Deuteronimus muss gefunden werden. Da kommt Rum Tum Tugger auf die Idee, doch Mr. Mistoffeles (Stephen Martin Allen), den Kater, der zaubern kann, zu holen. Er soll seine magischen Kräfte nutzen und das Oberhaupt wieder zurückholen. Es gelingt Mr. Mistoffeles das Licht wieder zum Leuchten zu bringen und durch seine magischen Kräfte zaubert er auch Alt Deuteronimus wieder hervor.

Schließlich ist es soweit, es ist Zeit die sagenumwobene Jellicle-Wahl zu treffen. Nun betritt abermals Grizabella die Bühne und schwelgt nochmals in den „Erinnerungen“. Diesmal akzeptieren aber die Katzen die Rückkehr in die Sippe und sie wird auch ausgewählt, den Weg in den sphärischen Raum anzutreten.

Der Ball neigt sich dem Ende zu, aber „wie spricht man eine Katze an?“. Alt Deuteronimus erklärt dem Publikum „wie sehr der Mensch der Katze gleicht“ trotz ihrer einzigartigen Qualitäten und Unterschiede.

Am Schluss gab es Standing Ovations für die gesamte Cast und es wurden nicht nur sämtliche Swings auf die Bühne geholt, sondern auch das komplette Leading Team. Auch Regieseur Trevor Nunn war anwesend. Eine schöne Geste war auch, dass ein Bild der Original-Choreographin Gillian Lynne auf die Bühne gebracht wurde. Ihr zu Ehren wurde auch ein Theater in London unbenannt.

Das Orchester der Vereinigten Bühnen Wiens wurde an diesem Abend geleitet von Carsten Papp.

© Deen van Meer

© Deen van Meer

Fazit des Premierenabends:

Tolles Bühnenbild, eine tolle Darstellerriege mit alten und neuen Namen, die ihren Teil zu dieser tollen Aufführung beitrugen. Sicher hört man teils auch, dass einzelne Darsteller*innen nicht aus dem deutschsprachigen Raum kommen, aber es wurde hier so gut gearbeitet, dass dies nicht störend ist. Für viele Darsteller*innen ist es auch das erste Mal, dass sie in Wien auf der Bühne stehen. Jeder einzelne hat einen tollen Part in dieser Inszenierung und auch die akrobatischen Darbietungen sind einfach toll umgesetzt worden. Den einzelnen Darsteller*innen wird in dieser Show einiges abverlangt: singen und tanzen gleichzeitig, aber sie machen es einfach toll. Jeden einzelnen der Darsteller*innen hervorzuheben, würde den gesamten Bericht sprengen. Man sollte sich dieses Stück echt selbst ansehen.

Das Stück ist für die gesamte Familie und auch die Aufführungszeiten sind sehr familienfreundlich (z. B. Sonntag bereits um 14 Uhr). Gespielt wird vorerst bis 26. Juli 2020.

Kartenverkauf unter www.musicalvienna.at oder www.wienticket.at 

Impressionen des Premierenabends


Bericht & Fotos i.d. Galerie von Marion

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