Bodyguard – Das Musical

Buch & Regie – Alexander Dinelaris

Musikalische Leitung – Jeff Frohner

Deutsch von Tobias Rohe

Premiere am 21.11.2015

Besuchte Vorstellung: 24.01.2016

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Am 24.01.2016 durfte ich Bodyguard besuchen. Ich bin mit gemischten Gefühlen und doch ziemlich großen Erwartungen hin, da der Film zu meinen absoluten Favoriten gehört. Ehrlich darf ich sagen: ich war restlos begeistert! Vom ersten bis zum letzten Augenblick fand ich das Stück absolut fesselnd.

Es begann mit einem lauten Pistolenschuss, bei dem ich fast vom Stuhl gefallen wäre. Die Geschichte nahm seinen Lauf. Frank Farmer wird als Bodyguard für Soul-Diva Rachel engagiert, die von einem Unbekannten Drohbriefe erhält. Rachel die nur auf die Oskar Verleihung hinarbeitet, für den sie nominiert ist, sieht das allerdings anders. Erst nachdem Frank von Manager Bill Devaney alias Dennis Kozeluh erfährt, dass sie einen Sohn hat, nimmt er den Job an. Von Anfang an kommt er mit Fletcher (Rachels Sohn) sehr gut klar, was Rachel gar nicht gefällt. Alles ordnet sich dem angestrebten Oscar-Erfolg der exzentrischen Diva unter, die glaubt, keinen Bodyguard zu brauchen und Frank am liebsten wieder loswerden würde. Von nun an beginnt Frank, Rachels Leben komplett umzukrempeln, was ihr natürlich gar nicht passt. Nicki hingegen verliebt sich in Frank und ist überzeugt, dass auch er mehr für sie empfindet, spätesten nach seinem Besuch bei ihrem Auftritt in einer schäbigen Bar. Rachel hingegen begreift erst, als Frank sie während eines Konzerts aus höchster Gefahr rettet, dass sie sich bedingungslos in die Hände ihres Bodyguards begeben muss, um ihre Familie zu schützen. Außerdem muss sie sich eingestehen, dass sie mehr für diesen Mann empfindet, als sie bisher glaubte. Nach einem gemeinsamen Besuch mit Rachel in einer Karaoke Bar spürt auch Frank, dass er mehr für sie empfindet. Als es dem Stalker eines Nachts gelingt, in das Haus von Nicki einzudringen, während Fletcher bei ihr ist, erkennt Frank, dass es keine Zeit mehr zu verlieren gilt. In seiner Berghütte glaubt er Rachel, Fletcher und Nicki in Sicherheit – doch das Schicksal hat seine eigenen Pläne. Während der Stalker bei der Oscarverleihung, unter den Augen der Zuschauer sein Ende findet, kommt es zur Stunde der Wahrheit für Rachels und Franks Liebe.

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Die Story wurde fantastisch auf der Bühne umgesetzt. Die bekannte Musik von Whitney Houston und aus dem gleichnamigen Film war unter der Begleitung des Live-Orchesters grandios. Eingespielte Viedeosequenzen rundeten das Geschehen ab. Die Rollen waren wirklich grandios besetzt und man konnte spüren, dass jeder einzelne Darsteller seine Freude am Stück hatte und wirklich sein Bestes gab.

Als Patricia Meeden in ihrer Rolle als Rachel Marron die ersten Töne sang, hatte ich komplett Gänsehautfeeling. Obwohl ich sehr skeptisch war, da es wahnsinnig schwer ist, stimmlich an Whitney Houston ran zu kommen. Aber Patricia Meeden ist eine unglaubliche Sängerin und Schauspielerin mit einer klasse Stimmgewalt. Mein größtes Highlight war, als sie in der letzten Szene dann „I will always love you“ sang. Da war auch der letzte Zweifel restlos verflogen.
Auch die Rolle des Frank Farmer wurde durch Jürgen Fischer hervorragend umgesetzt. Wenn er auch nicht der geborene Sänger ist, so hat er doch durch sein schauspielerisches Können absolut überzeugt.
Nicki wurde an diesem Abend von Nyassa Alberta gespielt. Auch sie ist eine absolut tolle Darstellerin mit einer wundervollen Stimme. Sie brachte die Schwester, die immer im Schatten steht, sehr überzeugend rüber.
Tom Viehöfer in der Rolle des Stalkers spielte unglaublich und gefiel mir sehr gut. Auch der Rest des Cast war grandios.

Fazit: Es war fantastisch und ist wirklich ein Besuch wert.

Bericht von Melanie