Altar Boyz – Pressemesse

Pressekonferenz zu „Altar Boyz“

in der Bar Jeder Vernunft in Berlin

am 5. November 2018

 

(c) Alex Bach
(c) Alex Bach

Am 05.11.2018 lud der Mitte vergangenen Jahres gegründete Verein OffStage Germany zu seiner zweiten Pressekonferenz und damit Castbekanntgabe in die Bar Jeder Vernunft nach Berlin ein. Der Verein, der es sich zum Ziel gemacht hat, Off-Musical in Deutschland zu etablieren, wie es etwa am Broadway oder Westend Gang und Gäbe ist, inszeniert nach „Thrill Me“, welches in diesem Jahr herausragende Erfolge verzeichnen konnte, ab dem kommenden Januar die deutschsprachigen Erstaufführung von „Altar Boz“.

Premiere feiert das Stück am 15. Januar in der Bar Jeder Vernunft in Berlin und wird im April im Hamburger First Stage Theater gastieren.

Lennart Götzen, der als Produktionsleiter an diesem Montag den Verein vertritt, zeigt sich begeistert über die Themenvielfalt und auch Tiefe, die Off-Musical zu bieten hat. Damit sei klar, dass Oberflächlichkeit kein Thema für den Verein darstelle.

Thomas Neuwerth fügt über die Lizenzverhandlungen hinzu, dass es nicht einfach sei, deutschsprachige Erstaufführungen auf die Bühne zu bringen. Sein besonderer Dank gilt dementsprechend dem Verlag Rodgers & Hammerstein und der hervorragenden Übersetzerin, Laura Friedrich Tejero, deren Bekanntschaft er bereits in Wien machen durfte.

(c) Andrea Ney
(c) Andrea Ney

Worum es eigentlich geht, fasst Regisseur Michael Heller schließlich in knappen Worten zusammen. Es handele sich um ein „Konzert im Stück“. Eine fiktive katholische Boyband, bestehend aus fünf Freunden, die nicht einmal alle derselben Konfession angehören, gibt ihr Dernierenkonzert der „Sensation Christ Tour“. Namentlich passen sie sich den Evangelisten an, so sind Luke, Mark, Juan, Matthew und Abraham die Protagonisten des Stückes. Ziel der Boyband ist es, ihr Publikum vom Guten zu überzeugen, wobei ihnen ihre Texte, ihr ausgeprägter Charme und ihre Anekdoten ebenso zur Hilfe kommen, wie eine ausgeklügelte Maschine, die unreine Seelen aufspüren kann. Heller beschreibt es als „Comedyshow mit sehr intelligenten Texten, sehr viel Doppeldeutigkeit sowie sehr viel Humor und Ironie“ – es nähme das Boyband-Klischee ebenso auf die Schippe, wie es eine Hommage an die Bands der 90er sei.

(c) Andrea Ney
(c) Andrea Ney

Genau wie Heller, der im ersten Stück des Vereins bereits für die Regie verantwortlich zeichnete, ist Lidia Kalendareva keine Unbekannte. Sie wird auch „Altar Boyz“ musikalisch begleiten, diesmal jedoch unterstützt von einer Liveband, mit der sie viele Soundeffekte ausprobieren wird, wie sie selbst betont, so dass ein Hörgenuss für jeden Anwesenden zu erwarten ist. Neu im Kreativteam ist Christopher Bolam, der für die Choreographie Verantwortung übernehmen wird.

Wichtig bei der Besetzung der fünf Rollen war, dass es sich gleichsam um fantastische Sänger, Schauspieler und Tänzer handeln musste. Genau diese Talente vereinen Boybandmitglieder in sich und die Wahl ist nach langer Suche auf den Schweizer Tobias Bieri gefallen, der den Bandleader Matthew verkörpern wird. Den süßen, unschuldigen Marc wird der Niederländer Martin Mulders spielen und die Rolle des heißen Lationos Juan, wurde mit dem Mexikaner Daniel Tejede besetzt. Die Rolle des coolen Luke, mit seinem Faible für den Messwein, wird vom Briten Christopher Bolam übernommen und Tom Schimon schlüpft in die Rolle des jüdischen Freundes der vier Katholiken, der fantastische Songs schreibt und dabei unglaublich gut singt – Abraham.

(c) Andrea Ney
(c) Andrea Ney

Mit zwei Songs aus dem Musical geben zunächst Tobias Bieri und Christopher Bolam, sowie im Anschluss Martin Mulders einen ersten Vorgeschmack auf das, was den Zuschauer ab Januar erwarten wird. Stimmgewaltig sind die Herren allemal und die Übersetzung hat zweifelsohne ihren Charme. Seien wir gespannt auf das, was in knapp zwei Monaten auf der Bühne geschieht.

Bis dahin läuft ab dem 11.11.2018 eine Crowdfundingaktion über startnext.com mit dem Ziel Kostüme, Requisite und Lizenzkosten decken zu können. Wer das Projekt unterstützen möchte ist herzlich eingeladen, sich über verschiedene zur Verfügung stehende „Dankeschöns“ zu beteiligen.


Text: Andrea