Abschlussjahrgang 2018 der Stage School präsentiert “Fame”

Premiere: 18. Juni 2018

Es ist die mit Abstand genialste Produktion, die wir jemals gemacht haben. Das ist was wie fürs große Theater, wir sind mit diesem Stück den Kinderschuhen entwachsen. Es ist ein Quantensprung und wirklich unglaublich. Man muss es einfach erlebt haben.“
(Thomas Gehle, geschäftsführender Gesellschafter der Stage School Hamburg)

(c) Dennis Mundkowski
(c) Dennis Mundkowski

Ein Theater irgendwo in Deutschland: Ein langer Flur zieht sich vom Bühneneingang durchs Gebäude, an dessen Ende beidseitig mehrere Türen abgehend. Hinter diesen Türen herrscht rege Betriebsamkeit, Darsteller werden geschminkt, bekommen ihre Bühnenfrisur oder es wird ihnen in die Outfits geholfen. Immer wieder klopft es an unterschiedlichen dieser Türen und der Caller ruft die Künstler zum Einsingen, letztem Soundcheck oder kündigt die letzten Minuten vor dem nahenden Auftritt an. Das Publikum im ausverkauften Haus sammelt sich auf den Sitzplätzen. Es wird still im Theatersaal, die Lichter verlöschen und die Musik beginnt. Gebannt blicken hunderte Augenpaare auf die Bühne, wo sich nun der Vorhang hebt…

So, oder so ähnlich findet der Arbeitsalltag eines Musicaldarstellers Abend für Abend seinen Beginn. Die Protagonisten, die man dann auf der Bühne im Scheinwerferlicht stehen sieht, sind zumeist fertig ausgebildet, haben eine drei- oder vierjährige Studienzeit durchlaufen und haben es geschafft – sie leben ihren Traum und können im besten Fall davon ihren Lebensunterhalt bestreiten. Doch der Weg bis zu diesem Punkt, der Weg auf die Bretter, die für viele die Welt bedeuten, ist oft nicht leicht und häufig mit Stolpersteinen gepflastert. Trotzdem lehrt dieser nicht nur lapidar einen Beruf, sondern erzieht die Studenten zu offenen, zielorientierten, eigenständigen und selbstbewussten Menschen.

Genau diesem Werdegang haben sich die gerade frisch gebackenen Absolventen des Abschlussjahrgangs 2018 der Stage School Hamburg, der ältesten privaten Bühnenfachschule für Tanz, Gesang und Schauspiel, gestellt und stehen am heutigen Abend in ihrer ersten Premiere nach ihrem Studienende auf der Bühne. Bezeichnend ist das Stück, in welchem sie nun das lang Erlernte präsentieren und sich dem gespannten Publikum empfehlen dürfen:

Fame – Das Musical“

(c) Dennis Mundkowski
(c) Dennis Mundkowski

Wer kennt ihn nicht, den US-amerikanischen Spielfilm über Jugendliche an einer New Yorker Schule für darstellende Künste aus dem Jahr 1980, der unter der Regie von Alan Parker gedreht wurde. Das darauf basierende gleichnamige Musical feierte seine Premiere 1988 im Coconut Grove Playhouse in Miami und wurde bereits von mehreren Millionen Menschen auf der ganzen Welt gefeiert. In Deutschland war es der Beginn der Musicalwelle und läuft seit 2006 immer wieder an verschiedenen Standorten, so nun auch im Hamburger First Stage Theater, der seit 2016 bestehenden eigenen Spielstätte der Stage School, mit den Schülern eben dieses Ausbildungsortes.

Das Musical spielt 1980 an der New Yorker High School of Performing Arts und handelt ab dem ersten Schultag von den vier harten Ausbildungsjahren. Alle Schüler träumen von einer Bühnenkarriere in den Bereichen Tanz, Schauspiel und Musik und unterstehen dabei einem strengen Lehrer-Regiment. Ruhm ist das Zauberwort, das sie alle antreibt und all die Strapazen aushalten lässt. Der anstrengende Schulalltag wird zudem von privaten Problemen und ersten Liebeserfahrungen durchzogen, wodurch das Erwachsenwerden nicht gerade leichter wird.“
(Zitat aus dem Programmheft der Stage School)

Thomas Gehle, der geschäftsführende Gesellschafter der Schule, hier ebenfalls als Produzent verantwortlich, zeigt sich in seiner Eröffnungsrede unglaublich dankbar und erfreut darüber, dass es ihnen gelungen sei, die Rechte für die Aufführung dieses Stückes zu erhalten und gibt nach kurzer Zeit die Bühne für die Darsteller frei.

(c) Dennis Mundkowski
(c) Dennis Mundkowski

Auch in diesem Theater hängen die Augen des Premierenpublikums, im bis auf den letzten Platz besetzten Saal, wie gebannt am Vorhang, der sich zu beiden Seiten der Bühne wegschiebt und den Blick auf zunächst sechs junge Leute frei gibt, die sich in symmetrischer Anordnung auf der Bühne befinden. Michaela Thurner, Niklas Heinrichs und Inga Clauß eröffnen in erster, Antonia Wortberg und Marius Bingel versetzt dahinter in zweiter Reihe sowie Fynn Duer-Koch erhöht auf der Bühnendekoration stehend, das Musical mit der bezeichnenden Textzeile „Gott, ich fleh, dass ich den Test besteh‘!“ Sie nehmen die Zuschauer mit auf eine gut zweistündige Reise durch eigentlich ihre eigenen letzten drei Jahre, beginnend ab dem allem vorgeschalteten Aufnahmetest. Bereits zu diesem Zeitpunkt wird klar, mit welchem Talent die jungen Frauen und Männer gesegnet sind, die heute Abend agieren. Man kann sicher sein, einige von ihnen nicht nur unter den „Best of 2018“, der Show der besten zehn Absolventen, sondern ganz bestimmt auch in kürzester Zeit auf einer der vielen deutschen oder vielleicht sogar ausländischen Bühnen wieder zu finden.

Die 25 Künstler umfassende Cast wird komplettiert durch Robin Apostel, Melanie Hügner, Helen Hefti, Max Herlitzius, Tim Knieps, Sophie Alter, Simon Dubach, Anna Vogt und Felicitas Bauer in weiteren Hauptrollen, sowie die im Ensemble agierenden Tina Rosensprung, Sarah Merten, Romina Czaja, Melanie Haberlander, Lilith Myska, Lara Kilian, Juri Menke, Giulia Haas, Antonia Rinkel und Victoria Dias Santos.

(c) Dennis Mundkowski
(c) Dennis Mundkowski

Mit viel Charme, zuweilen auch Witz und großen Emotionen führen alle Darsteller die anwesenden Beobachter durch „ihre“ vierjährige Ausbildungszeit, durch Höhen und Tiefen, durch Erfolge und Rückschläge. Bis zum Schluss verfolgt man mit Spannung und Neugierde die Wandlung der zunächst teils schüchternen, teils großmäuligen, von Beginn an strebsamen oder uneinsichtigen jungen Leute, die ihren Lebenstraum zu erfüllen versuchen und später einmal auf den großen Brettern dieser Welt ihr Geld verdienen möchten.

Begleitet werden die unter der Regie von Felix Löwy, dem ebenfalls die musikalische Leitung obliegt, stehenden Künstler, von einer vierköpfigen Liveband mit James Mironchik (Dirigent und Keyboard), Sebastian Rieß (Schlagzeug), Philipp Steen (Bass) und Leonard Kunstmann (Gitarre). Für die Choreographie zeichnet Phil Kempster verantwortlich und Lauren Slater-Klein übernimmt die Regieassistenz.

Bei der anschließenden Premierenfeier schwärmt Anja Launhardt (Dozentin Abteilung Gesang an der Stage School): „Es ist so toll, so super. Ich bin wahnsinnig glücklich darüber, wie sich unsere Schüler auf der Bühne entwickelt haben, wie diszipliniert sie dabei sind und wie mühelos sie diese Herausforderung meistern.“, und Dennis Schulze (Social Media Manager/Künstlerischer Leiter Theaterproduktionen/Produktionsleitung „Fame“) resümiert: „Ich bin erleichtert und vor allen Dingen stolz, was in diesem Projekt alle Abteilungen und vor allem unsere jungen Darsteller geleistet haben. Ich bin wirklich happy, dass dies unter meiner Leitung so gut funktioniert und bin einfach nur glücklich über diese Produktion.“

(c) Dennis Mundkowski
(c) Dennis Mundkowski

Wer sich auf das Erlebnis „Fame“ einlassen und den mühsamen Weg, den Schüler einer Bühnenfachschule gehen müssen, einmal nachvollziehen und sich in eine andere Welt entführen lassen möchte, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen. Diese Inszenierung wartet neben überaus authentischen und stimmgewaltigen Darstellern, mit einem großen, wohldurchdachten Bühnenbild, perfekt abgestimmtem Sound und unterstützender Lichttechnik auf und garantiert einen Abend der Extraklasse.

Sehen können Sie „Fame“ zunächst noch bis zum 14. Juli 2018 nahezu täglich, sowie ein weiteres Mal in der zweiten Spielzeit ab dem 20. August bis zum 20. September 2018. Karten erhalten Sie über die Homepage des Theaters unter www.firststagehamburg.de


Artikel: Astrid
Bilder: Dennis Mundkowski