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Der Ring – Premiere in Füssen 2018

13118865_1706967259545013_6760217574574406494_nAm 05. Oktober fand in Füssen die große Premiere des Musicals der Ring statt. Das Festspielhaus, am fast wieder vollen Foggernsee gelegen, erstrahlte unter den am roten Teppich, die mysteriöses Licht verbreiteten, passend zum Thema des Musicals. Denn bei “Der Ring” geht es um die Sage von Siegfried und dem Schatz der Nibelungen, es geht um Götter und darum, wer die Macht in den Händen hält.

Die Handlung findet sich hier

 

DIE BOTSCHAFT HINTER DER GESCHICHTE

Frank Nimsgern hat sich mit seinem “Ring” an der ältesten deutschen Heldensage, dem “Ring der Nibelungen”, der “Siegfried”-Sage orientiert. Um dieses Thema auch für jüngere Menschen interessant zu machen, packte Nimsgern Elemente der Sage in moderne Musik. Damit möchte er auch jüngere Menschen wieder mit der deutschen Kultur vertraut machen.

Gleichzeitig ist “Der Ring” aber auch eine versteckte politische Botschaft, denn die Geschichte zeigt, was Macht in falschen Händen bewirken kann. Da gibt es den Zwerg, der gar nicht weiß, was er damit anfangen soll. Sie Riesen, die sich bekämpfen und der eine den anderen erschlägt. Jeder, der den Ring der Macht hat, verliert die Menschlichkeit. Es ist ein Stück gegen den Krieg, das zeigt, dass es hier immer nur Verlierer geben kann. Im übertragenen Sinne symbolisiert der Ring den Startknopf zur Atombombe.

 DIE VORSTELLUNGEN

(c)Ingrid Kernbach
(c)Ingrid Kernbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Premiere verlief ohne Probleme und das Publikum honorierte die großartige Vorstellung mit Standing Ovations und minutenlangem Applaus. Auf der anschließenden Premierenfeier wurde noch ausführlich über die großartigen Darsteller und Tänzer sowie die unglaubliche Bühnentechnik diskutiert.

Doch wie anfällig diese Technik sein kann, wurde bei der Matinee am Sonntag klar. Etwa 15 Minuten nach Beginn der Show: Alberichs Unterwelt hat sich gerade herein gedreht, gibt es einen Knall, der Vorhang geht herunter. Benjamin Sahler, Intendant des Festspielhauses, bittet die Zuschauer wegen einer technischen Störung vorübergehend den Saal zu verlassen. Erstaunlich und bewundernswert ist die Reaktion des Publikums, das zum größten Teil die Unterbrechung ohne Murren hinnahm. Allen, die nicht bleiben konnten, wurden die Karten zurück erstattet bzw. für einen anderen Termin umgetauscht.

(c)Ingrid Kernbach
(c)Ingrid Kernbach

Doch die Zuschauer, die blieben, erlebten einen unvergesslichen Nachmittag. Denn das Team um Frank Nimsgern hatte beschlossen, die Show konzertant weiterzuspielen. Chris Murray als Alberich, Jan Ammann als Wotan, Christopher Brose als Siegfried sowie Anke Fiedler als Brunhild und die “Rhein-Amazonen” Kathy Savannah Krause, Kristin Backes und Stefanie Gröning gaben alles, um die Zuschauer ganz ohne visuelle Effekte mit der Geschichte vertraut zu machen. Allerdings blieb ein bisschen die Ernsthaftigkeit auf der Strecke. Besonders JA – NEIN – DOCH, ein Gag von Louis de Funes – wurde ungewollt zum running Gag. Die komödiantische Ader aller Darsteller kam somit durch. Und so hatte das Publikum viel zu lachen. Ein bisschen verzweifelt meinte zwischendurch “Siegfried” Christopher Brose nur, bitte kommen Sie auf jeden Fall noch einmal zur regulären Show. Und so entwickelte sich aus einer technischen Panne das Showhighlight des Jahres.

Nach vier Tagen Pause ging es dann am Freitag den 15. Oktober mit der nächsten Show weiter. Doch auch hier gab es nach ein paar Minuten eine Unterbrechung. Zunächst wurde das Publikum gebeten auf den Plätzen zu bleiben, doch nur um ein paar Minuten später gebeten zu werden, den Saal zu verlassen.

Während das Publikum im Foyer diskutierte, was jetzt schon wieder sein könnte und unter über den “Fluch des Zwerges Alberich” oder das “Phantom des Festspielhauses” gewitzelt wurde, war hinter dem Haus die Hölle los. Mehr als 20 Einsatzwagen von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz aus allen umliegenden Gemeinden waren zum Großeinsatz vor Ort. Auslöser des Einsatzes war eine kleine Chlortablette, wie man sie in jedem Pool verwendet. (Bericht: Der Chlorunfall)

Nach einer pannenfreien Show am Samstag folgte am Sonntag Mittag die Derniere für 2018. Es war eine sehr emotionale Show, an deren Ende es minutenlang Standing Ovations und tosenden Applaus gab. Im Rausch der Begeisterung gab es dann die Zugabe, ein Mix aus einigen Titeln, gleich noch ein zweites Mal und Frank Nimsgern verabschiedete sich mit dem Versprechen, 2019 wieder zu kommen.

TECHNIK / BÜHNENBILD

(c)Ingrid Kernbach
(c)Ingrid Kernbach

Nach der Übernahme des Festspielhauses durch Manfred Rietzler wurde das ganze Haus 2016 komplett saniert und verfügt nun über eine der größten Drehbühnen Europas und eine der modernsten Licht- und Tonanlagen. Ausserdem gehört zur Bühne ein 90.000 Liter fassender See. All diese Technik wird bei dem Musical “Der Ring” eingesetzt, so dass der Zuschauer auch visuell ein kleines Spektakel erlebt.

DARSTELLER

Mit Jan Ammann als Wotan und Chris Murray als Alberich hat Frank Nimsgern zwei der bekanntesten und beliebtesten Musicaldarsteller engagiert. Hinzu kommen Christopher Brose, der als Siegfried sowohl körperlich als auch gesanglich eine gute Figur macht.

Anke Fiedler als Brunhilde und Kathy Savanna Krause als Rheinamazone waren schon in vielen Musicalrollen zu sehen und gehören zu den etablierten Darstellerinnen, während Kristin Backes (auch Rheinamazone) mit gerade mal 20 Jahren am Anfang ihrer Karriere steht. Die dritte Rheinamazone, Stefanie Gröning, kommt eigentlich mehr aus dem Bereich Tanz. Von ihr sind u.a. die Choreographien von “Fame”, “Hair”, “Grease” u.v.m. Ein bisschen unter geht leider Vera Horn, die mit ihrer grossartigen Ringakrobatik das Gesamtbild abrundet.

(c)Ingrid Kernbach
(c)Ingrid Kernbach

Neben diesen Hauptakteuren gehören noch ca. 20 weitere Personen zum Ensemble. Besonderes Highlight ist der Drache, dessen Körperteile von den Tänzerinnen und Tänzern zu einem riesigen Fabelwesen zusammen gesetzt werden und das Rauch speiend mit Siegfried kämpft. Frank Nimsgern, Komponist des Musicals und begnadeter Gitarrist, dirigiert vom Orchestergraben aus seine dreiköpfige Band, bestehend aus Dr. Konstantinos Kalogeropoules, Stefan Engelmann und Stephan Schuchardt.

Nach 6 erfolgreichen Shows gab Frank Nimsgern den begeisterten Zuschauern das Versprechen, 2019 zurück ins Festspielhaus zu kommen.

Bericht: Ingrid Kernbach

Weitere Berichte rund um das Musical auf Bühnenlichter.de:

 

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“Die Päpstin” in Ludwigs Festspielhaus in Füssen 2018

Premiere am 30.11.2018

Produktion der Big Dimension Stuttgart

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Nach den Musicals „Ludwig2“ und „Der Ring“ feierte man in Füssen dieses Jahr mit „Die Päpstin“ bereits die dritte große Musicalpremiere. Das Stück, eine Produktion von Spotlight Musicals aus Fulda feiert dort jedes Jahr große Erfolge und gehört zu den Dauerbrennern in der Musicalszene.

Die Geschichte der „Päpstin“ ist schon oft genug beschrieben worden, weshalb wir an dieser Stelle darauf verzichten wollen (hier geht es zum Inhalt: Die Päpstin – Das Musical). Allerdings gibt es zu der Produktion in Fulda (hier geht es zu unserem Bericht: Hinter hohen Klostermauern…) einige Unterschiede in der Neuinszenierung der Produktionsfirma Big Dimension aus Stuttgart. Besonders auffällig ist das minimalistische Bühnenbild, das eigentlich nur aus einigen Kisten besteht, die vom Ensemble in den einzelnen Szenen hin- und hergeschoben werden. Dafür sorgt die Beleuchtung für teilweise mystische Stimmung. Und, genau wie in Fulda, kann man auf der Bühne viele großartige Darsteller und ein hoch motiviertes Ensemble erleben. Wer die Produktion aus Fulda kennt, wird allerdings die Szene vom „Jahrmarkt in St. Denis“ vermissen, denn diese wurde hier leider gestrichen.

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Auf der Bühne stehen als Päpstin Anna Hofbauer. Hofbauer ist ausgebildete Musicaldarstellerin, auch wenn manche mit ihrem Namen sofort auch die „Bachelorette“ verbinden. Neben der Päpstin spielt Anna Hofbauer in Füssen auch im Musical „Ludwig2“ als Kaiserin Elisabeth mit. Sie kann sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überzeugen.

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Als Gerold agiert einer der wohl beliebtesten Darsteller überhaupt: Jan Ammann. Sein schöner Bariton begeistert das Publikum. Besonders reizvoll ist aber auch sein Duett (Duell) mit Anastasius alias Dennis Henschel. Henschel konnte man bereits in Fulda als Gerold oder im Ensemble erleben. Nun darf er einen der Bösen verkörpern.

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Als Aeskulapius, Mentor der Päpstin und gleichzeitig ein bisschen Moderator der Geschichte, konnte Uwe Kröger gewonnen werden. Besonders schauspielerisch ist er überwältigend.

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Kevin Tarte als Rabanus steht ebenfalls auf der Seite der Päpstin. Auch wenn seine Zeit auf der Bühne nicht sehr lange ist, ist sein Lied „Hinter hohen Klostermauern“ doch eines der absoluten Highlights.

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Die Gegenspieler der Päpstin sind ganz klar Anastasius, gespielt von Dennis Henschel und Arsenius, gespielt von Alexander Kerbst. Beide brillieren mit großartigen Stimmen. Dabei schafft es Alexander Kerbst sogar, dass man ihm nicht den „Falco“, den er sonst sehr überzeugend spielt, ansieht.

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Einen schweren Stand hat die Mutter der Päpstin, gespielt von Stefanie Kock, die in der weiteren Geschichte dann noch die „Caesarin von Rom“ spielt – zwei sehr gegensätzliche Rollen.

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Als Vater stand zur Premiere Multitalent Markus G. Kulp auf der Bühne. Im Musical „Der Ring“ war Markus für alle Hauptrollen als Cover eingeplant und auch bei der „Päpstin“ kann man ihn gelegentlich als „Gerold“ oder „Rabanus“ sehen.

Die Kinderdarsteller sind einfach hinreißend und überzeugend. Zur Premiere spielte Kaya Sophie Bode die kleine Johanna, mal ängstlich, wenn ihr der Vater oder die anderen Klosterschüler mit Schlägen drohen, dann wieder selbstbewusst, wenn sie von Anastasius geprüft wird. Selbst die schwierigen Texte in Lateinisch spricht sie ohne jeden Versprecher.  Auch ihr “Bühnenbruder” Felix Bickele als Johannes wirkt überzeugend.

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Erwähnenswert sind in der Füssener Produktion unbedingt auch die beiden Raben, die Johanna beschützen. Die beiden großartigen Artistinnen Stefanie Gröning, die auch die Choreografie gemacht hat, als Munin und Vera Maria Horn als Hugin sind besonders mit ihrer Luftakrobatik großartig. Allerdings fehlt es hier an der richtigen Beleuchtung, um ihre Funktion ins rechte Lichte zu rücken. 

Fazit: “Die Päpstin” ist eine wunderschöne Produktion, die mit der in Fulda durchaus mithalten kann. Auch wenn das Bühnenbild nicht so aufwendig ist, hat Regisseur Benjamin Sahler ein großartiges Werk auf die Bühne gezaubert, dass durch die hervorragenden Darsteller noch sehenswerter wird. “Die Päpstin” wird auch 2019 in Füssen zu sehen sein, ebenso wie “Ludwig 2” und “Der Ring”.

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Die Zukunft von Ludwigs Festspielhaus

Nach zwei Insolvenzverfahren wurde das Festspielhaus 2017 von Manfred Rietzler übernommen und grundlegend renoviert. Frei von Schulden und mit einem neuen Konzept und noch mehr Engagement von allen Mitarbeitern, startet man dort in eine neue Zukunft.

Die ersten Schritte sind getan, es gibt endlich einen Shuttlebus vom Festspielhaus zum Füssener Bahnhof und seit kurzem sogar ein Taxi, das man anrufen kann, wenn man nachts vom Festspielhaus, das etwas außerhalb von Füssen liegt, zurück ins Hotel will. Außerdem wird mit dem Bau eines Hotels direkt neben dem Festspielhaus begonnen werden, so dass man dann seinen Musicalbesuch oder überhaupt seinen Urlaub direkt vor Ort verbringen kann.

Mit Benjamin Sahler als neuem Intendanten und Regisseur kamen 2018 auch die ersten Musicals zurück ins Festspielhaus. Besonders das Musical „Ludwig 2“, das nirgendwo besser hinpasst, wurde wieder aufgenommen und soll, ebenso wie „Die Päpstin“ und „Der Ring“, zum festen Programmteil werden.

Besonders lobenswert ist auch die Förderung des Nachwuchses in “Ludwigs Musical Akademie”, die regelmäßig für Kinder zwischen 7-17 stattfindet.

Man kann allen Beteiligten nur toi toi toi für die Zukunft wünschen. „Die Päpstin“ spielt noch bis zum 16.12.2018. Danach kehrt sie für sechs Vorstellungen in die Gebläsehalle Neunkirchen zurück, wo für sie die Reise im Süden Deutschlands 2017 begonnen hat.

Ab 26.12.2018 beginnt die dritte Staffel „Ludwig 2“. An Silvester gibt es ein „open house“ mit Silvesterbuffet und Feuerwerk.

Weitere Infos, Termine und Tickets sind buchbar unter www.das-festspielhaus.de

Weitere Impressionen der Inszenierung


Artikel von Ingrid K.

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Der Ring – Das Nibelungen-Musical

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Aus einem bekannten wagnerischen Opernstoff hat Frank Nimsgern gemeinsam mit Daniel Call ein neues Musical geschaffen. Uraufgeführt am 16. Dezember 2007 in Bonn, wurde es 2016 in Hof neu inszeniert und erfreut sich immer größerer Beliebtheit…

DIE HANDLUNG

Das Stück erzählt Geschichte von Gott Wotan, der den Schatz der Nibelungen und den Ring der Macht im Rhein versenkt. Seine drei Töchter, die Rheinamazonen sollen ihn bewachen. Doch nach über 1000 Jahren langweilen sich die Damen und so gelingt es dem Zwerg Alberich, der durch einen Hecht in die Tiefen des Rheins geführt wird, den Ring, der ihn zum gottgleichen Herrscher über die Menschheit macht, an sich zu nehmen.

Währenddessen hat sich Gott Wotan durch die Riesen Sturm und Wind Walhalla bauen lassen. Diese fordern als Bezahlung den Ring der Macht. Da sich dieser aber im Besitz des Zwerges befindet, muss Gott Wotan hinab in die Unterwelt steigen. Mit einer List gelingt es ihm, dem Zwerg den Ring zu entreißen. Doch der Zwerg Alberich hat sich aus dem Gold auch eine Tarnkappe gemacht, die Wotan ebenfalls an sich nimmt und den Riesen übergibt.

Wotan, gelangweilt, arrogant und herrschsüchtig wird von seiner Tochter Brunhild getadelt. Daraufhin nimmt er ihr die Göttlichkeit und schließt sie in einen Ring aus Feuer (hier symbolisch ein riesiger Kronleuchter), aus dem sie nur durch einen Gott wieder erweckt werden kann, ein. Die Riesen geraten indessen über den Schatz in Streit und Wind es liegt Sturm und verwandelt sich durch die Tarnkappe in einen Drachen, in dessen Magen sich der Ring befindet.

Alberich, der Zwerg, der den Ring so gerne zurück haben möchte, schmiedet einen Menschen aus Stahl (die Szene erinnert ein bisschen an Frankenstein) seinen Sohn Siegfried. Ihn schickt er los, den Drachen zu töten und ihm den Ring zurückzubringen. Siegfried gelingt es, den Drachen zu erschlagen und den Ring an sich zu nehmen.

Mit dem Ring an der Hand gelingt es ihm, Brunhild wieder zum Leben zu erwecken. Doch auch er verfällt der Gier nach Macht.

Die Menschen verlangen von ihm “sei Gott”, weil, wie Alberich schlau bemerkt, sie Führung brauchen und Wotan in seiner selbst ernannten Herrlichkeit alle anderen Götter umgebracht hat. Doch Siegfried besiegt Wotan und macht auch ihn zum Sterblichen. Um wieder göttlich zu werden, versucht Wotan Alberich zum Mord an Siegfried anzustiften. Doch als er dies auch Brunhild vorschlägt, tötet sie Wotan, ihren eigenen Vater.

Um der Jugend und der Liebe den Weg frei zu machen, bittet Brunhild Siegfried, auch seinen “Vater”, den Zwerg Alberich, zu töten, was er auch tut. Nachdem er auch den Ring an die Rheinamazonen zurück gegeben hat, können Brunhild und Siegfried ein Leben in Frieden beginnen.


Zusammengestellt von Ingrid Kernbach für Bühnenlichter.de

Weitere Berichte rund um das Musical auf Bühnenlichter.de:

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Der Ring – Das Musical – Der Chlorunfall

„Der Fluch des Rings“

oder

Wie aus einer Chlortablette ein Großeinsatz für 120 Einsatzkräfte wurde

Füssen, Freitag, der 12.10.2018, Tatort Festspielhaus Füssen. Die 800 Besucher des Musicals „Der Ring“ sind in freudiger Erwartung. Noch wird im Foyer fröhlich geplaudert, getrunken und über die gleich beginnende Vorstellung diskutiert. Man genießt den großartigen Blick auf den, inzwischen wieder fast vollen, Forggensee und das Schloss Neuschwanstein. Dann ist es endlich soweit. Der Saal füllt sich, das Opening beginnt, eine Stimme erzählt von der Geschichte des „Rings“. Hinter dem durchsichtigen Vorhang aus Gaze sieht man drei Rheinamazonen sich lässig auf ihren Inseln räkeln. Gott Wotan versenkt den Schatz der Nibelungen im Rhein.

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Die drei Rheinamazonen fangen an zu erzählen, dass sie seit 1.000 Jahren den Schatz der Nibelungen und den Ring der Macht bewachen. Nun sollte da eigentlich Zwerg Alberich kommen und ihn stehlen, doch stattdessen geht der Bühnenvorhang herunter und das Licht an. Intendant Benjamin Sahler bittet die Zuschauer zunächst sitzen zu bleiben, ein bisschen später erklärt er jedoch, dass es einen Chloralarm gab und die Zuschauer bitte den Saal verlassen sollten. Noch ahnt im Zuschauerbereich niemand, was sich hinter dem Haus abspielt.

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Was das Publikum nicht gesehen hat – ein Foto von Chris Murray vom hinteren Bereich des Theaters hinaus auf die Straße (c) Chris Murray

Denn dort herrscht Ausnahmezustand. Insgesamt mehr als 20 Einsatzwagen stehen hinter dem Festspielhaus. Feuerwehr, Polizei, Krankenwagen und sogar ein Team für einen Giftalarm sind vor Ort. Auslöser des ganzen Großeinsatzes war, wie sich später herausstellte, eine einzelne Chlortablette, die sich nicht richtig aufgelöst hatte. Diese Chlortabletten, die man auch in Schwimmbädern oder in privaten Pools einsetzt, reinigen das Wasser. Das Festspielhaus mit einer der größten Bühnen Europas besitzt einen 90.000 Liter fassenden „See“.

Doch während die über 120 Einsatzkräfte, die aus den umliegenden Gemeinden zusammengezogen wurden, im hinteren Bereich des Festspielhauses fleißig daran arbeiten, die Ursache zu finden und den Chlorgeruch aus dem Saal zu vertreiben, geht es im Vorderhaus fröhlich weiter. In einer spontanen Aktion entschlossen sich Frank Nimsgern, Komponist und Co-Produzent von „Der Ring“, und seine Künstler, das Publikum mit einem improvisierten Konzert zu unterhalten. Eilig wurde ein Klavier herbeigeschafft, auf dem Frank Nimsgern Chris Murray, der den Zwerg Alberich spielt, Kathy Savannah Krause und Kristin Backes, zwei der drei Rheinamazonen, begleitete. Unglaublich, wie diese großartigen Künstler es ohne Probe schafften, das Publikum zu unterhalten.

 

Chris Murray begann mit „Dies ist die Stunde“ aus “Jekyll und Hyde”, gefolgt von “Spieglein, Spieglein” aus dem Musical “SnoWhite”, gesungen von Kathy Savannah Krause, die damit richtig abrockte. „Kleiner Mann“ aus „Der Ring“ , gesungen von Chris Murray, stimmte die Zuschauer auf die Show ein. Zum Schluss gab es dann noch ein Duett aus “SnoWhite” “Frei wie der Wind”, das Kathy Savannah Krause und Kristin Backes gemeinsam sangen.

Im Improvisieren hatte man leider schon Erfahrung, denn am Sonntag zuvor musste wegen einer technischen Panne die Show konzertant gespielt werden. Aber auch das wurde dank allen Künstlern ein riesiger Erfolg. So ein bisschen wurde schon gewitzelt, ob es der „Fluch des Zwerges Alberich“ oder das „Phantom des Festspielhauses“ sei.

Den Zuschauern, die nicht bleiben konnten oder wollten, wurde das Geld zurückerstattet oder ein Tausch für eine andere Vorstellung angeboten. Doch alle die, die geblieben waren, hatten an dem ungeplanten Konzert ihre Freude, bekamen auch Freigetränke und konnten zwei Stunden später das Musical in voller Länge genießen. Niemand, weder die Darsteller noch die Zuschauer, hatten nach der Vorstellung gesundheitliche Probleme. Vorsorglich hatte ein Notarzt vor der Vorstellung noch die Symptome einer Chlorgasvergiftung geschildert.

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Loben muss man hier wirklich alle: die Einsatzkräfte, die umsichtig und ohne die Zuschauer zu verschrecken, agierten, die Leitung des Festspielhauses mit Intendant Benjamin Sahler und Geschäftsführerin Birgit Karle, die den Zuschauern alle Möglichkeiten der Erstattung anboten, aber vor allem auch die großartigen Darstellerinnen und Darsteller rund um Komponist Frank Nimsgern, die ohne zu zögern spontan das Konzert im Foyer und auch später die Show sangen.

Ludwigs Festspielhaus, wie es inzwischen heißt, ist wirklich eines der schönsten Theater Europas, hat neben dem großen Pool auch eine der größten Drehbühnen Europas und mit die neuesten technischen Möglichkeiten. Nach der Neueröffnung 2016 stehen nun viele unterschiedliche Events auf dem Spielplan: Exklusiv nun auch „DER RING“ DAS NIBELUNGEN MUSICAL, geplant für die nächsten 5 Jahre!

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OKAY! Die Show kann weitergehen!

Bericht und Bilder: Ingrid Kernbach

Weitere Berichte rund um das Musical auf Bühnenlichter.de:

 

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Oktober 2018

(c) Astrid Mohren
(c) Astrid Mohren

Umso attraktiver schließlich der Oktober. Nicht nur das Wetter lies einen manches Mal die Frage aufkommen “Oktober? Oder Ostern?”. So richtig Herbststimmung kam selten auf. Aber die Spielzeit 2018/2019 hat umso mehr Fahrt aufgenommen. Zahlreiche weitere Premieren wurden gefeiert und neue Pressekonferenzen abgehalten, welche einem Einblicke in baldige Premieren gewährten. Den Monatsabschluss, auf den viele Fans hingefiebert hatten, gab es schließlich mit dem Mitternachtsball (Bericht folgt im November).

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Musical Tenors – older but not wiser

Patrick Stanke
Patrick Stanke

Am Montag, den 24. September 2018 ist es endlich wieder so weit, die rund 420 Gäste des bis auf den letzten Platz ausverkauften Ebertbades kommen in den Genuss des zweiten Konzertes der diesjährigen Musical Tenors Tour. Unter dem Motto „Older but not wiser“ zeigen sich die vier charmanten Herren, Jan Ammann, Christian Alexander Müller, Mark Seibert und Patrick Stanke gewohnt eloquent, was die Moderation angeht und stimmlich absolut auf dem Höhepunkt. Lange haben ihre Fans auf diesen Moment gewartet. 2012 traten sie zuletzt in dieser Formation auf, und nun, sechs Jahre später hat das Warten ein Ende. Der Countdown begann für den ungeduldigen Zuschauer bereits im Januar, am Abend des „Inside Sound of Music Concerts“, bei dem Andreas Luketa und Tenors-Mitglied Patrick Stanke die für diesen Herbst geplante Reunion angekündigt hatten.

Der frenetische Jubel der Anwesenden und jener, die diese Ankündigung via Liveübertragung verfolgen durften, wird an diesem Abend, 238 Tage – 34 Wochen oder 7 Monate und 28 Tage später, noch einmal übertrumpft, als die Vier endlich die Bühne betreten. Dass die Vorschusslorbeeren durchaus ihre Berechtigung haben, zeigt sich bereits bei den ersten Tönen, des insgesamt 24 Lieder umfassenden Konzertes. Mit „Limelight“ präsentieren sie als Auftakt einen ihrer Klassiker, erinnern damit auch an den damaligen Einstieg und werden dabei von der gut eingespielten sechsköpfigen Band unter der Leitung von Mario Stork hervorragend unterstützt. Letzterer zeichnet auch für die Arrangements der an diesem Abend vorgetragenen Stücke verantwortlich.

Mark Seibert
Mark Seibert

Der volle Klang der vier herausragenden Stimmen erfüllt nicht nur jeden Winkel des ehemaligen Schwimmbades, sondern auch die Herzen der Zuschauer. Ob alle gemeinsam, in Duetten oder auch in ihren jeweiligen Solosongs, die Lieblinge der Musicalszene singen mit viel Gefühl und bringen jede Emotion exakt auf den Punkt. Älter geworden sind sie ohne Frage, doch den Spaß an diesem Format sieht man ihnen noch immer an. Während sich die Protagonisten des Abends, unterstützt von Kollegin Michaela Schober, stimmlich und gesanglich deutlich weiterentwickelt haben, so sind es dennoch vornehmlich die Klassiker ihrer ursprünglichen Tour, die sie auf die Bühne bringen. Neu gespickt mit einigen ihrer aktuellen oder kürzlich vergangenen Rollen sind dies Schmankerl, die das Publikum zum Jubeln bringen – besondere musikalische Juwelen sind hingegen jene Stücke, die weder der einen, noch der anderen Kategorie entstammen. Hervorzuheben sind besonders das Medley mit Songs aus den „3 Musketieren“, wie auch der „Mann von La Mancha“ – aber auch aktuelle Dauerbrenner, wie „Ein Traum ohne Anfang und Ende“ aus „Die Päpstin“, vorgetragen von Mark Seibert, der die Rolle des Gerold im Sommer in Fulda verkörperte, bringen verdienten Applaus. Besonders emotional wird es, als Patrick Stanke „Du warst mein Licht“ aus der Feder von Andreas Luketa zum Besten gibt, ein Titel, den dieser ihm bereits vor Jahren auf den Leib geschrieben hatte. Hierzu begleitet er sich selbst am Flügel und gönnt Marina Kommisartchik damit eine kurze Verschnaufpause. „Die Musik der Nacht“ von Christian Alexander Müller ist ein ebensolcher Höhepunkt des Abends, der das Publikum zunächst sprachlos zu Tränen rührt, und schließlich buchstäblich von den Sitzen holt.

Erst zum Ende des ersten Teils und damit als i-Tüpfelchen auf einem besonders vielversprechenden Konzertabend, gesellt sich Michaela Schober in die Herrenrunde. Bei „I believe in you“ komplettiert sie das Quartett mit ihrer wohlklingenden Stimme, ehe es in eine kurze Pause geht.

Nach Selbiger geht es ebenso gefühlvoll weiter, wie der erste Akt aufgehört hat, so dass das Konzert für jeden Besucher zu einem musikalischen Hochgenuss wird. Egal, ob man die Konstellation aus der ersten Tour noch in Erinnerung hat, oder als Neuling gekommen ist – jeder kommt auf seine Kosten. Dass es emotional und thematisch nicht zu sehr in eine Richtung abdriftet, dafür hat Andreas Luketa – mit viel Fingerspitzengefühl beim Erstellen des Formates und damit der Verantwortung für die Setlist – gesorgt. Es ist und bleibt rundum abwechslungsreich, kraftvoll, elegant, humorvoll, nachdenklich, gefühlslastig und auf einem musikalischen Niveau, was seinesgleichen sucht.

Christian Alexander Müller
Christian Alexander Müller

Im zweiten Akt gibt es einen kurzen Ausflug zum „Greatest Showman“, auch die „Vampire“ und „Mozart!“ dürfen nicht fehlen, und Jan Ammann überzeugt mit seiner Darbietung aus „Ludwig²“, wo er den König bis August wieder einmal höchstselbst verkörpert hat. Sein „Kalte Sterne“ nimmt die Zuschauer mit auf die Reise nach Füssen und er intoniert kraftvoll und höchst leidenschaftlich diesen Wendepunkt des Stückes. Auch in den Sommer nach Tecklenburg zu „Les Miserables“ gibt es mit „Bring ihn heim“ einen kurzen Rückblick, welcher – als Duett von Müller und Stanke vorgetragen – das Publikum an deren Lippen fesselt. Zum Abschluss des Abends verkünden die Sänger mit „Vivo per lei“ ihre ganz besondere musikalische Leidenschaft, heizen mit einem ABBA-Medley noch einmal richtig ein und vertreiben alle sentimentalen Gedanken, ehe sie mit einem berührenden „Look with your heart“ ihr Publikum in die Nacht entlassen.

Jan Ammann
Jan Ammann

Damit die Band und die Protagonisten des Abends tontechnisch auch vernünftig zur Geltung kommen, legt Markus Danne wie gewohnt professionell Hand an, und Matthias Vierjahn rückt sie dazu ins rechte Licht. Dafür, dass es zwar immer das Gleiche, aber nie dasselbe sein wird, weiß der Veranstalter zu sorgen. An den verschiedenen Aufführungsstätten wechseln sich die weiblichen Gäste ab und somit variiert das Programm immer ein klein wenig. In Berlin, wie auch beim Eröffnungskonzert in Filderstadt war und wird Stephanie Tschöppe die Herren unterstützen, bereits angekündigt sind Anna Hofbauer für München, Eve Rades für den zweiten Termin in Berlin und Marle Martens für das zweite Konzert in Oberhausen. Es lohnt sich in jedem Fall die Augen offen zu halten, ob sich für das ein oder andere der zumeist ausverkauften Konzerte noch eine Karte ergattern lässt. Oberhausen war nach einem fulminanten Auftakt in Filderstadt das zweite von zehn Konzerten, die binnen vier Monaten in sechs verschiedenen Städten stattfinden. Der nächste Termin ist bereits am 29. September im Studio des Berliner Admiralspalastes, wo es dann wieder heißen wird: „Musical Tenors – older but not wiser“.

 


Text und Fotos: Andrea

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Ammann, Jan

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2019

2018

2017

2016


Stand 12/2018

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 Wunder geschehen am 11.06.2018 im Ebertbad

„…Ich wünschte mir, ich würde wissen, wie man Zeit in eine Flasche füllt.“

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Der zweite Junimontag steht ganz im Zeichen von „Wunder geschehen“, auf dessen letztmalige Aufführung viele Fans hinfiebern, aber gleichsam auch wehmütig warten. Das im vergangenen Jahr von Sound of Music Concerts ins Leben gerufene Soloprogramm von Jan Ammann lockt unzählige Menschen in die schon legendäre Spielstätte. Hektische Betriebsamkeit herrscht dort schon vorab, um ein anderes – neues – Projekt, welches noch in den Kinderschuhen steckt zu realisieren, und ihm auf die Beine zu helfen. Mit Hochdruck arbeiten die Verantwortlichen daran, ehe es pünktlich heißt „Bühne frei und herzlich willkommen zu Wunder geschehen“. Nach dem Konzert ist eben tatsächlich vor dem Konzert, wie in unserem letzten Bericht bereits erwähnt, auch wenn es manchmal ein wenig länger dauert, bis sich die Protagonisten einer solchen gemeinsamen „Reise“ erneut auf der gleichen Bühne versammeln.

Ein Dreivierteljahr ist es her, dass der letzte Ton im September an genau dieser Stelle verklungen ist und man sich verzweifelt gewünscht hat, den Moment des nach Hause Gehens noch ein klein wenig länger hinauszögern zu können, wie das Bukett eines guten Weines, welches noch in der Luft liegt, auch wenn das Glas bereits geleert wurde. Erinnerungen blieben eine Weile lebendig und über Gespräche, Bilder und Berichte im Gedächtnis. Heute nun soll diesem wieder auf die Sprünge geholfen und die magische Pforte zu einer Traumwelt auf Zeit erneut aufgestoßen werden.

IMG_5680_bearbeitet-2-c-Andrea-Ney-Wunder-geschehen-Jan-Ammann-2018Schon vom ersten Moment an wird klar, dass dieser Abend voller Energie und Gefühl für alle Beteiligten vor und auf der Bühne werden wird. Ein gut gelaunter Gastgeber begrüßt sein Publikum, direkt emotional in die Vollen gehend, mit „Lieben trotzdem“, was musikalisch ein echter Ohrenschmaus ist, und für die ersten Gänsehautmomente sorgt. Mit dem Vorstellen seiner Gäste,  die das Programm teilweise vom ersten Konzert an begleitet haben, sorgt er für frenetischen Applaus. Dennis Henschel und Eve Rades, die beide auch auf dem Soloalbum „Wunder geschehen“ zu hören sind, dürfen selbstverständlich nicht fehlen, und das Trio wird an jenem Tag noch durch Stefanie Tschöppe ergänzt. Unterstützt durch die – wie immer – hervorragend harmonierende Liveband, bestehend aus Marina Kommisartchik am Flügel, Hannes Kühn an der Gitarre, Mathias Plewka an den Drums, Vasile Darnea an der Geige und Christian Niehues am Bass wirkt die Bühne nicht nur gut gefüllt, sondern es werden auch die Sänger überaus gekonnt durch den Auftritt getragen. Ungezwungen moderiert Ammann seine Blöcke an, plaudert hier und da aus dem Nähkästchen und lässt damit die Zeit beinahe wie im Fluge vergehen.

Die Stimmung vor der Bühne scheint mit jedem der Moderationsblöcke ein klein wenig höher zu kochen – beginnend mit „Beziehungsweise“, Liedern, die sich mehr oder weniger intensiv mit dem Thema der Beziehung auseinandersetzen, und diese von ganz verschiedenen Aspekten aus gesehen beleuchten. Besonders ist, dass jeder Gast in das Programm voll mit integriert wird, und damit eine bunte Mischung entsteht, bei der die Zuhörer definitiv auf ihre Kosten, selten aber zum Atem holen kommen. Ein Ausflug in das Musical „Next to Normal“, in welchem sich Eve Rades mit Dennis Henschel und Stefanie Tschöppe einen emotionalen Schlagabtausch liefert, muss an dieser Stelle einfach Erwähnung finden.

IMG_5692-c-Andrea-Ney-Wunder-geschehen-Jan-Ammann-2018Etwas ruhiger, aber nicht weniger emotional geht es mit „LA LA LAND und L.A.“ weiter. Ein Rückblick auf das vorletzte Fantreffen und ein überaus gelungenes, selbstironisches Zwiegespräch mit sich auf der Bühne, lockert die Stimmung merklich auf, bevor es beinahe viel zu schnell in einen Liederblock mit Songs aus der „Päpstin“ über geht. In diesem Stück hat Ammann kürzlich für wenige Shows in Stuttgart auf der Bühne gestanden, und erklärt begeistert, wie sehr er sich während der Probenzeit bereits auf die Rolle des Gerold gefreut habe. Nun hat er den Staffelstab an seinen Bühnenkollegen Dennis Henschel weiter gegeben, der alternierend in der gleichen Rolle, allerdings in Fulda, auf den Brettern die die Welt bedeuten steht. Die umjubelte Premiere hat am Freitag stattgefunden, Henschels erste Show ist für den 20.06.2018 geplant. Dass sie es durchaus beide beherrschen und ihre „Johanna“ zu bezirzen vermögen, stellen sie beeindruckend unter Beweis, als sie kurzerhand „Wehrlos“ in ein Terzett umwandeln, und somit für Extraapplaus sorgen. Doch auch die Damen kommen keineswegs zu kurz und geben einen eindrucksvollen Überblick über die Highlights aus dem Musical. Den letzten Liederblock vor der Pause teilen sich Dennis Henschel und Jan Ammann gänzlich allein auf, handelt es sich hierbei doch um kein geringeres Stück, als das Erfolgsmusical „Ludwig²“, welches zur Zeit in Füssen aufgeführt wird. Vorab erfährt das Publikum, dass der Foggernsee vor dem Festspielhaus in diesem Jahr durch Bauarbeiten am Staudamm bedauerlicherweise kein Wasser führt, aber man diesen so zweckentfremden könne, um zum Beispiel mit dem Mountainbike hindurch zu fahren. Der Tenor lautet, man müsse ja jede Verrücktheit mal gemacht haben, wenn sich denn die Gelegenheit dazu bietet. So charmant Dennis Henschel als Gerold gewirkt hat, so kalt und berechnend gibt er die Schattenarie zum Besten, dass es den Zuschauern eine Gänsehaut über den Körper treibt. Mit „Kalte Sterne“ beschließt Jan Ammann den ersten Teil des Abends und lässt ein von Gefühlen überwältigtes, und noch lange Zeit stehend applaudierendes Publikum zurück.

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Eve Rades (C) Andrea Ney

Allseits beliebt ist das Duett zwischen Sarah und ihrem Grafen aus dem „Tanz der Vampire“, mit welchem Eve und Jan den zweiten Teil des Programmes eröffnen und sofort wieder alle Aufmerksamkeit auf das Bühnengeschehen lenken. Am Ende von selbigem versinken sie in einem neckischen Kuss, denn die spitzen Zähne sind an solchen Abenden eher selten im Einsatz. Doch auch nachdenkliche und moralische Töne werden mit den nächsten beiden Titeln angeschlagen. Aus dem „Lächeln einer Sommernacht“ stammt „Wo sind die Clowns“, in welchem Stefanie an der Seite von Jan leise die symbolischen Gedanken über das Sein anstimmt. Sound of Music Concerts steht für Abwechslung in den Programmen und für eine sehr sorgfältige Titelauswahl. Ein Block mit Liedern von Udo Jürgens folgt und schlägt leisere, nachdenklichere Töne an, lässt die Gemüter ein wenig abkühlen, wenngleich auch die Aufmerksamkeit mit keiner Sekunde nachlässt. Sehr berührend ist das von Jan vorgetragene „Vater und Sohn“, welches von der Beziehung zwischen ebendiesen berichtet, und den Schwierigkeiten, die es oftmals in der Kommunikation zu geben vermag. Dennis und Eve folgen darauf mit „Immer wieder geht die Sonne auf“, einer Hymne daran, nie aufzugeben, und stets einen neuen Anfang zu sehen – ewige Dunkelheit ist niemandem vorherbestimmt und die Suche nach den schönen Dingen des Lebens macht es stets spannend. „Der gekaufte Drache“, über den Wert der Dinge lässt viele Zuschauer verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel wischen. Dass Zeit das kostbarste aller Güter ist, und von materiellen Dingen nicht aufgewertet werden kann, erzählt dieses Lied sehr eindrucksvoll. Es kommt einem in den Kopf, dass man in diesem Moment ein kleines Stück dieses wertvollsten Geschenkes der Welt erhält, denn gemeinsame Erinnerungen kann einem niemand nehmen, wo doch Besitztümer sehr vergänglich sind.

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Dennis Henschel (C) Andrea Ney

Noch gar nicht ganz erholt setzt Dennis mit „Gib mir deine Angst“, einem überaus gefühlvollen Stück noch einen drauf und bringt damit, mit dem Ende der Liedfolge, das Publikum noch einmal dazu große Gefühle zu durchleben. Die insgesamt sehr eigene, aber dennoch mit viel Fingerspitzengefühl entwickelte Interpretationsweise von Jürgens‘ Texten geht immer wieder tief unter die Haut und ist schon einige Jahre von den Setlisten der SoM Familie kaum noch wegzudenken.

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Stefanie Tschöppe (C) Andrea Ney

Bedauerlicherweise neigt sich jeder schöne Abend auch einmal dem Ende zu, dieser tut es viel zu schnell mit dem abschließenden Thema, in dem sich der Gastgeber noch einmal an seine Spielzeit bei „Rebecca“ in Stuttgart und dann im vergangenen Jahr auf der Freilichtbühne in Tecklenburg erinnert. Kurz zieht er das Resümee, dass man sich, egal wo man sich auf eine Produktion einlasse, stets der Herausforderung zu stellen habe, die die Umgebung mit sich bringt. Sei es die täglich immer wieder geforderte Perfektion im Ablauf bei festen Häusern, oder eben sich immer wieder neu zu finden, wenn das Wetter Kapriolen schlägt. Dass auch die Rolle des Maxim de Winter nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist, beweist er mit „Zauberhaft natürlich“, was den Einstieg in diesen letzten Block dieses Konzertes gibt, und jeden gebannt dem Spiel auf der Bühne zusehen lässt. Es bedarf keiner großen Kulissen, sondern lediglich der musikalischen Untermalung, der richtigen Betonung und kleinen Gesten, um das Bild von Manderley lebendig werden zu lassen. Hier stehen ihm auch seine Gäste in nichts nach, die in die Rollen von Mrs. Danvers (Stefanie Tschöppe) und Ich (Eve Rades) schlüpfen. Bei „Zeit in einer Flasche“ kommt ein wenig Wehmut auf, da die Gedanken zwangsläufig auf das nahende Ende des Konzertes gelenkt werden, und man sich wünscht, diese gerade erlebten Augenblicke bewahren, um sie bei Bedarf immer wieder auspacken und neu erleben zu können. Die Rolle des verwegenen Jack Favell übernimmt wieder einmal meisterlich Dennis Henschel und intoniert sie brillant, so dass man ihm kaum böse sein mag auf den Erpressungsversuch, den die Figur im Stück unternimmt. Die Höhepunkte des Musicals reihen sich in schneller, fast atemberaubender Folge an einander und gipfeln schließlich in „Ich hab geträumt von Manderley“, wo alle Protagonisten sich noch einmal auf der Bühne versammeln.

IMG_5693-c-Andrea-Ney-Wunder-geschehen-Jan-Ammann-2018Die Überraschung, dass dieser Traum doch noch nicht ausgeträumt ist, verkündet der Gastgeber selbst freudestrahlend noch vor den Zugaben. War dieses Konzert am 11. Juni als Finale der Wunder geschehen-Reihe angekündigt, so wird die Neuigkeit in den Raum gestellt, dass einen letzten Zusatztermin im Herbst 2018 an genau dieser Stelle geben wird, bevor Jan Ammann im Januar 2019 mit seinem neuen Programm „A Musical Love Story“ auf Tour geht. Der genaue Termin bleibt noch abzuwarten, wird aber bereits jetzt bejubelt und sehnsüchtig erwartet. Manchmal geschehen kleine Wunder eben auch im Alltag, wenn man fest daran glaubt. Und so endet das doch nicht ganz letzte Konzert mit dem Titellied, wobei erneut das Publikum in den Refrain mit einsteigen darf. Andreas Luketa, der hinter der Bühne als Veranstalter die Fäden in der Hand hält, hat mit seinem Team an diesem Tag großes geleistet, und vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Doch wie heißt es so schön in der Schlusszeile des namensgebenden Titels „Wenn jeder macht, was er nur kann, geschieht was wunderbares, glaub‘ mir, irgendwann.“ Im Falle dieser Veranstaltung ist es ein Stück geschenkte Zeit, in der die Zuschauer eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchleben dürfen. Glück, und Schmerz liegen an diesem Abend ebenso nah bei einander, wie Wehmut und Wut, Charme und Witz, Verzweiflung und Leichtigkeit, die auf einer großen Künstlerpalette, unterstrichen von akzentuiert aber nicht übertriebener Lichttechnik und gut abgemischtem Ton zu einem Gesamtbild verschmelzen, welches ein Gefühl namens Freude sichtbar auf die Gesichter zaubert, und somit ein Lächeln in die Welt trägt.

Text & Bilder: Andrea

Kategorie: | Kommentare deaktiviert für  Wunder geschehen am 11.06.2018 im Ebertbad

Interview mit Frank Nimsgern zum Thema „Musical Classics“ – Theater Pforzheim – am 11.3.2018

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Foto: (c) Frank Nimsgern

Was stellt man sich als Zuschauer unter “Musical Classics” vor?

Klassiker und die es vielleicht mal werden. Es gibt keine Schubladen für mich, nur gute oder schlechte Musik und manche davon werden und sind Klassiker.

Und worin besteht der Unterschied zwischen „Modern Musical Classics“ und „Rock Musical Classics“?

„Modern Musical Classics“ sind alle Werke ab den 70ern bis heute. Also kein Cole Porter oä. Aber auch Webber, Wildhorn und meine Wenigkeit, aber eher klassisch. Leider werde ich fälschlicherweise immer in eine „Rock Musical Ecke“ gestellt, welches wirklich, nach all meinen gross sinfonischen Werken wie zb für Anna Netrebko  etc. nur 50 % meiner Arbeit auszeichnet.

„Rock Musical Classics“ Angefangen mit „Rocky Horror Show“, „Jesus“, „Rent“ über „We will rock you“ bis auch zu unseren Werken wie zb. „Der Ring“, „Snowhite“, „Paradise of Pain“ etc. Die Sänger dieser Classics Verabredung,  wie Sasha di Capri oder Aino Laos sind mit die besten authentischen Rockstimmen, welche man sich nur wünschen kann. Musicalsänger hin oder her!

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Nach welchen Kriterien suchst du die Titel aus?

Wir versuchen beides zu bedienen. Die Songs, welche das Publikum von Ihren Lieblingen kennt wie zb. „Jekyll“, „Dracula“ oder „SnoWhite“und „Ring“. Darüber hinaus  suche ich mit meinen Sängern und Musikern neue Herausforderungen. Daher auch „meinen“ Bach und demnächst Puccini in Kombi mit AC / DC.

Was fällt dir zum Theater Pforzheim und zur Stadt ein?

Wir/ bzw. ich habe(n) das Theater und das hier neu gefundene Publikum unterschätzt und eine Heimat gefunden. Ich hoffe, unser Publikum sieht das auch so, denn es geht immer um  einen Energie Austausch! Wir sind überwältigt, dass wir nun ein Publikum zwischen 14 – 80 haben. Egal ob wir nun traditionelle Musical Songs oder meine neue doch etwas mehr progressive Musik spielen.

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(C) Ingrid Kernbach 2018

Worin unterscheiden sich Classics und Circus?

 „Classics“ ist ein reines Konzertformat. „Circus” präsentiert noch zwei neue Ebenen oben drauf. Weltklasse Akrobaten in Kombination mit fantastischen Sängern, wie jetzt z.b. am 14 August im Festspielhaus Füssen mit Mark Seibert, aus den bekannten Ensuite Produktionen plus/und meine Kompositionen für bis dato 6  Shows im Friedrichstadtpalast Berlin wie zb „Qi“, „Elements“ oder „Siegfried & Roy “ in Vegas.

Das Interview führte Ingrid Kernbach

Theater Pforzheim.de

Falco – The Spirit never dies

Musical Classics

 

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Frank Nimsgern’s Musical CLASSICS feat. Aino Laos, Chris Murray & Sasha Di Capri 

Theater Pforzheim am 10.3.2018

Die Zuschauer toben, singen, pfeifen und klatschen ausgelassen mit. Aber wir sind nicht etwa in einem Rock-Konzert, nein, wir sind im Theater Pforzheim. Das Publikum, eigentlich eher ein ruhiges Theaterpublikum im gesetzten Alter, feiert. Grund für die ausgelassene Stimmung ist ein Konzert aus der Reihe „Classics“, diesmal als Rock-Edition. 

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Frank Nimsgern (C) Ingrid Kernbach 2018

Mastermind dieser Reihe von Konzerten ist Frank Nimsgern, Produzent, Komponist, Pianist, Gitarrist, Arrangeur u.v.m. Seit letztem Jahr besteht die Zusammenarbeit mit dem Theater Pforzheim und dies sehr erfolgreich. Neben den „Musical Classics“ ist er dort auch mit „Falco – the spirit never dies“ zu sehen und hören.

Am 10.3.2018 fand nun das zweite Konzert statt, diesmal mit den Solisten Aino Laos, die für die erkrankte Femke Soetenga ganz kurzfristig eingesprungen ist, mit dem in Pforzheim bekannten und beliebten Chris Murray und Sasha Di Capri, Musicaldarsteller, Rocker und immer für einen Spaß zu haben.

Mit den Titeln „Who“ aus „Phantasma“ (Nimsgern/Laos)  und „Don’t stop me now“ aus „We will rock you“ ging der Abend rockig los, doch „Graf Murray von Krolock“ sorgte mit „Die unstillbare Gier“, begleitet am Klavier, für etwas ruhigere Töne. 

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Aino Laos (C) Ingrid Kernbach 2018

Aino Laos sang zwei Titel aus dem Musical „SnoWhite“ von Frank Nimsgern in welchem sie die “Böse Queen” spielte. Untermalt wurde ihr Auftritt von Video-Einspielungen der Fernsehaufzeichnung des Stückes. Ganz andere, klassische Töne, präsentierte Dr. Konstantinos mit dem von Frank Nimsgern neu arrangierten Bach Cmoll Präludium. Auch „Anthem“ aus dem Musical „Chess“, gesungen von Chris Murray, verzauberte das Publikum. 

Insgesamt zeichnet sich das Programm besonders durch die Vielfältigkeit aus. Auf die rockigen Titel folgen wieder wunderbare Balladen. Sasha Di Capri holte das Publikum mit dem Titel „I want it all“ richtig aus den Stühlen. 

Den Abschluss des ersten Teils bildeten zwei Songs aus dem 2016  mehrfach ausgezeichneten Musical „Der Ring“, komponiert von Frank Nimsgern, welches ab dem 5. Oktober 2018 im Festspielhaus Füssen exklusiv wieder Premiere feiern wird.   

Chris Murray, der in dem Stück den Zwerg Alberich gespielt hat, versetzte die Zuschauer mit  „Noch könnt ihr spotten“ und „Macht“ in die zauberhaft magische Geschichte der Nibelungen-Saga.  Er verzaubert nicht nur mit seiner fantastischen Simme das Publikum, er ist auch schauspielerisch immer ganz bei der Sache und macht laut Frank Nimsgern „aus jedem Lied eine Geschichte.“

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Chris Murray (C) Ingrid Kernbach 2018

In seiner Moderation gibt Chris Murray das Lob direkt zurück. Er erzählt wieviel Respekt er vor der Leistung von Frank Nimsgern hat: „Er fängt mit einem leeren Blatt Papier an und dann kommt so wunderbare Musik heraus!“ Denn, so „Professor Murray“, wie ihn seine Fans liebevoll nennen, weiter: „Eigentlich besteht unsere Musik ja nur aus 12 Noten. Und dass daraus so viel wunderbare Musik entsteht, welche Menschen jeder Generation so berührt, verdanken wir Menschen wie Frank Nimsgern.“

Der zweite Teil des Abends startete dann mit Aino Laos und „Defying Gravity“ („Frei und Schwerelos“aus „Wicked“) und bot, wie bereits der erste Teil eine bunte Mischung aus Musicals aus der Feder von Nimsgern, wie „Paradise of Pain“ und „Der Ring“ und anderer Stücke, wie „Hamilton“ oder „We will rock you“. Ein besonderes Highlight setzte noch einmal Chris Murray mit „This is the moment“ aus „Jekyll und Hyde“ und auch „Who wants to live forever“ – brilliant gesungen von Sasha di Capri und Aino Laos.

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Sasha Di Capri (C) Ingrid Kernbach 2018

Mit „Can you see the light“ aus „Elements“ sollte dann eigentlich Schluss sein, doch natürlich durfte als Zugabe der „Time Warp“ nicht fehlen, zumal Sasha Di Capri schon, zur großen Freude des Publikums, seine neuen Highheels präsentiert hatte, die er dann hoffentlich beim nächsten Mal auch trägt. Natürlich gehört es beim „Time Warp“ dazu, dass alle mitmachen, aber dazu bedurfte es keiner großen Aufforderung, denn das Publikum hatte es schon lange vorher nicht mehr auf den Sitzen gehalten.

Wer dieses Mal nicht dabei sein konnte, sollte sich beeilen, denn auch für die nächsten beiden Konzerte am 31.3. und 14.4. gibt es nur noch wenige Tickets.

Text: Ingrid Kernbach
Bilder: Ingrid Kernbach und Sonja Schuhmacher

Theater Pforzheim.de

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